Ist Bescheidenheit eine gute oder schlechte Charaktereigenschaft Könnt ihr dazu Beispiele nennen?

15 Antworten

Das ist eine zweischneidige Sache:

An sich ist das eine schöne Eigenschaft. Es gibt ja Leute, die oft maßlos angeben, wobei das meist nur heiße Luft ist.

Im Gegensatz dazu sind mir dann Leute viel angenehmer, die um ihre eigene Person nicht viel Wind machen. Und irgendwann merkt man eben doch, dass es gerade die sind, die sehr viel auf dem Kasten haben!

Aber im Berufsleben ist es doch häufig so, dass dann jemand, der zwar gute Ideen hat, sie aber den anderen nicht unbedingt aufdrängen will, das Nachsehen hat. Da wird leider ein bescheidener Mensch fälschlicherweise als Unfähig eingeschätzt.

Und dazu fällt mir immer der Berliner Spruch ein:

Bescheidenheit ist eine Zier,
weiter kommste ohne ihr.

Grundsätzlich muss hier dazu gesagt werden, dass Bescheidenheit sowohl als eine freiwillige Selbstbeschränkung, oder auch als eine de facto quasi schicksalsverordnete Einschränkung der eigenen Persönlichkeit oder der eigenen  Lebensverhältnisse oder last but not least auch als ironisches Understatement verstanden werden kann und daraus ergibt sich dann auch die entsprechende Bedeutung. Von daher betrachtet kann Bescheidenheit sowohl einen positiven Touch wie aber natürlich auch einen negativen Touch haben und nicht umsonst wird gelegentlich auch von falscher Bescheidenheit gesprochen. Beispielgebend dafür wäre, seine vorhandenen Fähigkeiten zu unterdrücken. Ein anderes positives Beispiel wäre hingegen, wäre trotz vorhandenem Reichtum welcher Art auch immer, damit nicht anzugeben.

Ich finde Bescheidenheit eine gute Charaktereigenschaft.

Im finanziellen Bereich hilft sie einem sehr, das Geld etwas zusammenzuhalten und nicht gleich alles in großen Zügen auszugeben oder sich Dinge zu kaufen, die man sich gar nicht leisten kann.

Man ist mit kleineren Dingen zufrieden und achtet mehr auf kleine Geschenke und Gaben, man findet Freude an einfachen Dingen und braucht nicht immer das Beste, das Neueste, das Größte.....

Im menschlichen und sozialen Bereich hilft sie einem auch, ich finde es besser ein Mensch der Tat zu sein, als ein Mensch des Wortes, anders ausgedrückt: man kann viel reden, was man kann und tut, letztendlich zählt das, was man tut. (Also kein großes blablabla)

Ich halte mehr von weisen, bescheidenen Menschen, die im Hintergrund sehr gute Arbeit leisten, als von jenen, die im Mittelpunkt stehen und durch Großkotzigkeit auffallen wollen.

Es heißt ja: Bescheidenheit ist eine Zier..doch besser lebt man ohne ihr..;-)

Ein gesunder Egoismus sorgt dafür, dass es einem gut geht. Wenn das der Fall ist, geht es auch Deinen Mitmenschen gut. Ich möchte damit sagen, nicht ZU bescheiden zu sein, denn das wird schnell ausgenutzt...

Dazu kann ich das Buch empfehlen, " Die Kunst ein Egoist zu sein" Josef Kirschner. Eine alte Schwarte von 1976...aber immer noch hoch aktuell! :-)

Und auch DAS stimmt... ☺️ Wie recht Du hast... 👍 

PS: Das Buch kenne ich! Liest sich sehr gut.

2

An sich ist es schon eher eine gute und angenehme Eigenschaft.

Man sollte aber auch mal was annehmen können, bereit sein zu kämpfen und sich Ziele stecken können. Wenn man das nicht schafft könnte es in Beziehungen auch mal nervig werden, wenn Jemand zu bescheiden ist. 

Was möchtest Du wissen?