Ist beim Absetzen von Mogadon ® (Nitrazepam) wirklich ein Arztbesuch nötig?

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5 Antworten

Du hast das schon richtig erfasst - ein Arzt wird Dir wahrscheinlich den Absetzvorgang genauer erklären und eventuell ein Benzodiazepin mit längerer Halbwertszeit zur Substitution empfehlen/verschreiben. So ein Entzug mag zwar prinzipiell einfach klingen, aber mit den Entzugserscheinungen ist teilweise nicht zu spaßen, daher ist es schon recht hilfreich, eine kompetente Begleitung dabei zu haben - um eben zum Beispiel die richtigen Schritte in einer Dosisänderung zu wählen oder Rückfälle durch frühzeitiges Erkennen von eventuellen Problemen zu vermeiden. Ich habe schon Menschen kennengelernt, die mehrere Entzugsversuche durchmachen mussten und glaube, dass Willensstärke zwar eine wichtige Komponente beim Entzug sein sollte, aber es auch vieles gibt, das man mit Hilfe besser hinbekommt als ohne.
Viel Erfolg jedenfalls!

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Dies sagt die Fachinformation zu den Entzugserscheinungen:

Entzugserscheinungen
Die Entzugssymptomatik tritt vor allem nach abruptem Absetzen sogar bei Patienten auf, die während einer kurzen Dauer mit normalen therapeutischen Dosen behandelt wurden. Dabei können Depression, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche, Muskelschwäche, Nervosität, aussergewöhnliche Angst, Spannungszustände, Tremor, Ruhelosigkeit, Verwirrung, Stimmungsveränderungen, Rebound-Schlafstörungen, Reizbarkeit, Schwitzen, Diarrhöe, Muskel- und Bauchkrämpfe, Wahrnehmungsstörungen sowie in seltenen Fällen Delirien und zerebrale Krampfanfälle auftreten.
In schweren Fällen könnten folgende Symptome hervorgerufen werden: Verfremdete Wahrnehmung der Umwelt, Persönlichkeitsstörungen, Taubheit und Kribbeln in den Extremitäten, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und physischem Kontakt, Halluzinationen oder epileptische Anfälle. Über Missbrauch von Benzodiazepinen wurde berichtet.
Das Einsetzen von Entzugserscheinungen schwankt je nach Wirkungsdauer der Substanz zwischen ein paar Stunden und einer Woche oder mehr nach Absetzen der Therapie.
Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen empfiehlt sich in jedem Falle, die Behandlung durch schrittweise Reduktion der Dosis zu beenden. Bei Auftreten von Entzugserscheinungen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.

Quelle: http://ch.oddb.org/de/gcc/fachinfo/reg/31406

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Auch wenn Du es ausschleichst, können unvorhergesehene Entzugserscheinungen auftreten, die unter Umständen sogar lebensgefährlich sein können.

Ich musste zum Entzug eines "harmlosen" Schlafmittels 3 Wochen stationären Klinikaufenthalt auf mich nehmen.

Außerdem: wo willst Du ohne ärztliche Verschreibung ein Ersatzpräparat zum Ausschleichen hernehmen?

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Kommentar von Nightwallker
21.01.2016, 04:41

Nachdem ich (wie man es immer machen sollte) vor der ersten Einnahme die Packungsbeilage gelesen habe, konnte ich genügend Tabletten aufheben um auszuschleichen, weil ich genau eben NICHT mit einem anderen riskanten Medikament substituieren will.

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Kommentar von Herb3472
21.01.2016, 07:56

Wenn man (wie ich damals) täglich ohnehin nur 1/2 Tablette nimmt, wird Deine Methode ein wenig schwierig.

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Das Problem bei dem Entzug von Benzo's besteht darin dass man Krampfanfälle bekommen kann d.h,es ist sogar sehr warscheinlich dass dies passiert.Aber da kannste dir leichte Antiepileptika verschreiben lassen und die während des Entzug's vorbeugend einnehmen-

Ach so ja,ein Benzo Entzug ist kein Zuckerschlecken-das wirst du schon noch merken!!!

Viel Spass:-) 

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Kommentar von Nightwallker
21.01.2016, 04:24

Danke für den gut gemeinten Rat. Hab schon ein oder zwei Entzüge (kalte) von ganz anderen Substanzen durchgestanden, die vermutlich um einiges schlimmer waren. Aber ich hab mir von den Mogadon genügend zurückbehalten, sodass es kein Problem sein sollte sie ohne Risiko auszuschleichen.

Beste Grüße

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Wenn man dieses Medikament absetzen möchte, bekommt man vom Arzt eine ganz genaue Aufstellung, wie man das langsam niedriger dosiert einnehmen muss. Also einen Einnahmeplan.

Das ist der Grund, warum da steht, man soll einen Arzt aufsuchen. lg Lilo

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Kommentar von Nightwallker
21.01.2016, 04:30

Sorry, hab versehentlich danebengeklickt und den falschen Pfeil erwischt. Danke, aber so nen Einnahmeplan stell ich mir lieber selber auf als einen Arzt entscheiden zu lassen, der sich zwar theoretisch auskennt, aber keinen Plan von mir oder meiner Situation hat.

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