Inzucht bei Guppys vermeiden?

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Hi Raupidu

Du braucht die Inzucht nicht zu vermeiden. Die ist gar kein so großes Problem wie immer getan wird. Ständig werden irgendwelche Missbildungen auf Inzest zurückgeführt.... ohne dass man das überhaupt wissen kann.

DIe DGLZ hat einen Guppystamm über Jahrzehnte in Inzucht gesund gehalten. Das frische Blut ist eher eine Züchtersache und hat für den normalen Hobbyhalter eigentlich keine Bewandnis.

Zierfischnachzuchten stammen aus wirtscahftlichen und praktsichen Gründen praktisch ausnahmslos aus Inzucht. Wenn Du artgleiche Fische aus einer Charge kaufst, sind es meist Geschwister. Das geht einige Generationen lang gut. Bei Guppys geht man von mindestens 10 Generationen aus, bevor es zu ersten Problemen kommt.

Frisches Blut muss dazu, sobald die ersten Nachkommen Mutationen wie Kümmerwuchs, Wirbelsäulenverkürzung, Wirbelsäulenverkrümmung oder ähnliches zeigen.

Aus dem Laden sind natürlich alles Nachzuchten, also Geschwister. Aber wenn ich zu privaten Züchtern gehe sind es ja verschiedene Guppystämme. Muss es wirklich erst zu diesen Mutationen kommen?

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@Raupidu

Züchter (also nicht Zufallsvermehrer, sondern echte Züchter) zählen die Generationen und wissen deshakb genau, wo sie stehen. Die betreiben auch Inzucht oder arbeiten zumindest mit eng verwandten Tieren.

Bei Farb- oder Flossenformzucht oder das Herauszüchten anderer Merkmale funktioniert praktisch nur über Rückkreuzung. Und das ist nix anders als Inzucht.

Man könnte auch prophylaktisch ab und zu frisches Blut dazu setzen. Das macht aber nur bei kleinen Gruppen Sinn. Wenn Du 50 Guppy am rumwuseln hast, nutzt es wenig, wenn Du da noch 5 Fremde dazu setzt.

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