Interreligiöse Hochzeit Ablauf?

11 Antworten

Als vielleicht sinnvoll kann ich mir da nur eine rein standesamtliche Hochzeit vorstellen.

Die religiösen Aspekte sehe ich als problematisch an, und das vor allem dann, wenn er Moslem ist. Sie erwartet, daß er treu ist, aber gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß er schon zu Lebzeiten gedanklich immer bei 72 Jungfrauen ist und bei dem, was diese ihm bieten könnten.

Ich war mal bei solch einer und sie hat sich nicht sonderlich von anderen unterschieden. Es gab eine freie Trauung und die Feier war ein buntes Potpourri, so wie es eben sein sollte. Die Hochzeit hat das Paar wiedergespiegelt, nicht das verstellen für eine Religion mit der sie normalerweise eh nichts zu tun haben

Eine Hochzeit zwischen Muslim und Christ?

Naja, dann lass ich mal meiner Fantasie freien Lauf:

In der Moschee wird um den Segen ALLAHS gebetet — in der Kirche betet man zum trinitarischen Gott. Kann das gutgehen? Immerhin haben beide denselben Ursprung.

Der Ursprung solcher Götter geht im Prinzip auf das alte Babylon zurück. Daniel berichtet z. B. von einem grossen Fest der Babylonier:

“Sie tranken Wein, und sie priesen die Götter aus Gold und aus Silber, Kupfer, Eisen, Holz und Stein.“ (Dan. 5:4). Dann plötzlich schrieb die Hand des wahren Gottes — JHWH / JAHWE / JEHOVA — diese berühmte Schrift an die Wand: als „Mene Tekel“ bekannt geworden (Daniel 5:25).

In derselben Nacht wurde Belsazar, der König von Babylon, getötet. Und warum das alles? Sie tranken aus den goldenen Gefässen JAHWES, gaben ihm aber nicht die Ehre.

Die Moral von der Geschicht? Heirat ohne den wahren Gott NICHT. Hol Dir seinen Segen, und Du wirst glücklich leben 😉.

Das kommt ganz darauf an, wie die beiden zu ihrer Religion stehen.

Wenn sie sie eher als kulturellen Hintergrund sehen und nicht zum Mittelpunkt ihres Lebens machen, sollte eine standesamtliche Trauung genügen, denn eine religiöse macht in diesem Fall keinen Sinn.

Sind sie (oder einer davon) aber strenggläubig, kann ich mir eine interreligiöse Ehe eigentlich nicht vorstellen. Denn dann geht man ja davon aus, dass nur die eigene Religion heilsbringend ist. Wie könnte man damit leben, dass man glaubt, der geliebte Partner oder die Kinder - die man ja in einer der beiden Religionen, oder keiner, erziehen muss - landeten in der Hölle?

Also scheint mir im Fall einer interreligiösen Ehe die nur standesamtliche Trauung die einzig logische Entscheidung. Weißes Kleid (oder sonstigen traditionellen Hochzeitsdress) kann man im Standesamt genauso tragen, und am anschliessenden Fest ändert sich im Vergleich zu einer kirchlichen Trauung auch nichts. Das Fest findet ja nicht in der Kirche statt.

Das ist so unterschiedlich wie die Menschen die heiraten, jeder hat einen anderen Geschmack und jeder stellt sich seine Hochzeit ander vor.

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