In welchem Verhältnis teilt sich der Strom bei einer Parallelschaltung auf, wen auf einer Leitung ein Widerstand liegt?

8 Antworten

Du kannst es Dir wie den Verlauf einer Wasserströmung mit der Höhendifferenz als Bild für die Spannung U (das Pendant zur Höhe selbst heißt elektrisches Potential) und der Wasserströmung als Bild für den Strom.

Wenn sich ein Fluss an einem Punkt aufteilt und an einem anderen Punkt flussabwärts wieder zusammenfließt, gibt es offensichtlich nur die Höhendifferenz zwischen den beiden Punkten, und genauso gibt es zwischen einem Punkt, an dem sich der Stromkreis aufteilt und dem, wo die Verzweigungen wieder zusammenkommen, die Spannung U.

Wie beim Wasser die Strömung teilt sich auch der elektrische Strom auf, sodass

(1) I = I₁ + I₂ = U/R₁ + U/R₂

ist - was auch gleich das Verhältnis der Ströme angibt. Genau so ergibt sich die Widerstandsformel für die Parallelschaltung

(2) 1/R = U/I = U/I₁ + U/I₂ = 1/R₁ + 1/R₂.

Der Spannungsabfall berechnet sich als U=R * I

Und der muss an beiden Widerständen gleich sein, sonst wäre es ja für den Strom praktischer da lang zu gehen, wo mehr Spannung zieht. Also muss bei stabilem Strom die Spannungsdifferenz zwischen beiden Pfaden des Stroms 0 sein.

Bei der Paralellschaltung verhält sich der Strom umgekehrt porportional zum Widerstand. Großer Widerstand kleiner Strom, kleiner Widerstand großer Strom. Bei einer Reihenschaltung verhält sich die Spannung porportional (im gleichen Verhältnis) zum Widerstand. Der Strom ist bei einer Reihenschaltung überall gleich.

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