In eine Pflegefamilie kommen?

4 Antworten

Okay also :) Auch ich (M15) habe sehr viele Probleme gehabt und hatte mich mit dem Jugendamt in Verbindung, da ich es Zuhause auch sehr schwer hatte. Du kannst dich also natürlich auch mit dem Jugendamt in Verbindung setzen und denen deine Probleme Zuhause wiederschildern. 

Sie werden dann zu allerst gucken, ob du Zuhause in einem Guten Umfeld lebst bzw. ob deine Eltern natürlich auch richtig für dich Sorgen können. Sie werden außerdem ein Gespräch mit deinen Eltern führen und ihnen erklären, dass du dich Zuhause in dem Umfeld nicht wohl fühlst bzw. sie dich nicht richtig, aufgrund dieser Umstände erziehen können. 

Sie werden dir wahrscheinlich auch, so wie mir, eine kleine Karte vom Jugendamt da lassen, wo du jeder Zeit anrufen kannst wenn was ist. (Außer halt ganz spät Abends oder so, halt nur Morgens-Nachmittags)

Um dir deine Frage aber zu beantworten: Wenn die Umstände so schlimm sind, dass deine Eltern dich Zuhause nicht richtig erziehen können, werden sie eingreifen und dich gegebenfalls in eine ,,Pflegefamilie" unterbringen. Du darfst natürlich ansprechen, dass du in eine Pflegefamilie möchtest, die deiner Nationalität entspricht. Sie werden dementsprechend versuchen, deinen Wunsch nach zu gehen, aber wie sagt man so schön: ,, Das Leben ist ja kein Wunsch Konzert." :D Bedenke allerdings, dass das nicht von Heute auf Morgen passiert... Das dauert eine gewisse Zeit... Bevor sie natürlich gucken, ob du in eine Pflegefamilie untergebracht wirst, gucken sie, ob irgendein anderer Verwandter z.B. Bruder, Onkel etc. dich nicht bei sich aufnehmen könnte. Die Familie geht in solchen Fällen immer VOR einer Pflegefamilie. Sollte der Kontakt dazu allerdings auch nicht bestehen, solltest du auch das ansprechen... Hoffe ich konnte dir wenigstens ein wenig damit helfen :)

LG

Zuerst mal, du kommst nicht in eine Pflegefamilie sondern in ein Heim. In Pflegefamilien kommen erstmal die kleineren Kinder.

Wenn es eine Pflegefamilie geben würde die dich nehmen möchte dann hast du großes Glück. Das ist aber leider meist nicht der Fall.

Bitte erkundige dich unbedingt was Heim bedeutet. Das bedeutet erstmal kein Internet, feste Schlafenzeiten. Zimmer zu 2. oder 3. Nachts heulen die kleinen Kinder oft und man kann  nicht schlafen. Oder sie kommen zu dir um getröstet zu werden.

Du hast kaum etwas eigenes, denn die Zimmer sind ja eingerichtet und müssen auch so bleiben. 

Es ist schwirig wenn du dich mit den anderen Kindern nicht verstehst.

Ja, es gibt auch gute Heime, aber oft ist es halt sehr schwierig. Ich kenne z.B. ein Mädchen das spielte seit 7 Jahren Fußball, als sie ins Heim kam durfte sie nicht mehr in ihrer Mannschaft spielen, weil das nicht organisierbar war (Fahr hin und zurück etc). Sie wurde sehr schlecht in der Schule,weil niemand ihr beim Lernen half.

Beruflich kenne ich einige Kinder die diesen Schritt gingen. Fast alle haben ihn bereut.

Versuche doch erstmal andere Wege. Z.B. eine Hilfe. Du kannst z.B. mit dem Psychiater deiner Mutter reden. Vielleicht bekommt ihr eine Familienhilfe.

Bedenke unbedingt: Wenn du diesen Weg gehst, gibt es keinen Weg zurück, denn wenn das einmal beim Jugendamt gemeldet ist, entscheiden die wie es weiter geht.

Ein Junge der diesen Schritt ging, bereute ihn und wollte zurück zu seiner Familie. Das Jugendamt sagte nein, denn in der Familie bestehe Kindswohlgefährdung. Die Eltern klagten und es dauerte 1,5 Jahre bis er zurück konnte. Die eltern mussten sowohl die  Rechtsanwaltskosten als auch Gericht und die Heimkosten bezahlen.

Ich kann dir nur raten gut abzuwägen und zu versuchen erstmal andere Hilfe zu bekommen

Das Jugendamt ist für dich tatsächlich der richtige Ansprechpartner. Und die werden da auch deine Bedürfnisse berücksichtigen. Alles Gute!

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