Immobilie von Tante erben oder kaufen? Tante lebt und wir möchten nichts an Staat verschenken...

3 Antworten

Nein.

Weder ein Scheinverkauf noch ein Erbe oder eine lebzeitige Schenkung, selbst in Teilen, schützt dich vor einer 20%igen Steuer auf das erworbene Vermögen, dass über deinem Freibetrag von 20.000 EUR liegt.

Der Wert der Immobilie wird vom Finanzamt gesprüft und ermittelt und danach bemisst sich (unabhängig vom Kaufpreis) die Steuer.

Ich vermag auch nicht nachzuvollziehen, was daran schlecht wäre, für etwa 18% des Marktwertes eine Immobilie zu bekommen :-)

Zumal die Steuer bei selbstgenutzem Eigentum gestundet und ratenweise beglichen kann - billiger kommt man nun wirklich nicht an ein Haus :-O

G imager761

Nein, das funktioniert nur bedingt - es fällt dann zwar keine Erbschaftsteuer an - aber dafür Schenkungsteuer. Völlig ohne Zahlungen könnt Ihr das so nicht lösen - ansonsten wendet Euch an einen Steuerberater und fragt den.

Ein Erbe kann Dich u.U. richtig teuer zu stehen kommen. 

Die Erbschaftssteuer ist in drei verschiedene Steuerklassen aufgeteilt. Als Neffe/Nichte bist Du ein Erbe 2. Grades und fällst in die ungünstigste Steuerklasse drei. Du mußt den  höchsten Steuersatz bezahlen, hast aber den niedrigsten Freibetrag. Die Immobilie wird mit dem Verkehrswert angerechnet. Die Höhe des Verkehrswertes ermittelt (leider) das Finanzamt.....

Der Verkauf für einen Euro wird wohl als Schenkung gewertet und genauso behandelt wie der Erbfall, vereinfacht gesagt (es gibt Besonderheiten)

Hier findest Du einen ersten Überblick  http://www.notare-rombach.de/erbe_schenkung.htm

Eventuell wäre ein regulärer Verkauf zum niedrigst möglichen Preis günstiger. Deine Tante könnte ein z.B.lebenslanges Wohnrecht bekommen und das Geld so verbrauchen, das es am Ende nichts mehr zu vererben gibt. 

Der Gang zu einem Fachman wird Dir nicht erspart bleiben. Leg  lieber vorher etwas Geld an., als nachher ausgeplündert  zu werden. Der Staat ist immer klamm und die Gesetze die ihm helfen an mehr Geld zu kommen, ändern sich schneller als Du das googeln kannst. Frag lieber jemand Kompetenten der sich mit Erb und Steuerrecht richtig auskennt.

Thema Erbrecht. Wie muss ein "Antrag" bzw. ein Musterbrief einer Dürftigkeitseinrede, bzw. Erschöpfungseinrede aussehen? Was kann danach noch passieren?

Mein Vater ist im Dezember 2016 verstorben. Er hat keinen Nachlass hinterlassen, außer ein paar Euro Kleingeld im Geldbeutel und ein paar Kleidungsstücke. Mein Vater hatte zu Lebzeiten 4 diverse Gläubiger (Banken, Kreditunternehmen, usw.) mit denen er sich schon vor vielen Jahren auf geringe Ratenzahlungen geeinigt hatte. Pro Gläubiger wurden monatlich 25 Euro bezahlt.

Die Zahlungen konnten 3 Monate nach dem Tode meines Vaters noch von der Rentenzahlung meines Vaters (Sterbevierteljahr) bezahlt werden. Nun jedoch bekommt meine Mutter eine Witwenrente in Höhe von knapp 400 Euro. Den Rest in Höhe von ca. 650 Euro (zur Sicherung des Lebensunterhalts) erhält sie derzeit vom Jobcenter (Hartz IV). Ab Oktober diesen Jahres erhält meine Mutter ihre eigene Altersrente in Höhe von 290 Euro. Da die Witwenrente zusammen mir der Altersrente nicht ausreichen wird um den Lebensunterhalt zu sichern, wird meine Mutter ab Oktober einen Antrag auf Grundsicherung (Sozialhilfe) stellen.

Von den rund 1050 Euro meiner Mutter, entfallen schon knapp 690 Euro für die Miete und den Strom. Nach Abzug aller weiterer monatlichen Kosten, bleiben meiner Mutter derzeit pro Woche rund 40-50 Euro zum Leben, wobei hier noch Ausgaben für Kleidung und Benzin dazukommen. Deshalb können diese Ratenzahlungen jetzt nicht mehr beglichen werden.

Ich selbst habe das Erbe wegen Überschuldung des Nachlasses ausgeschlagen. Meine Mutter wollte dies auch tun, jedoch hat das Sozialamt empfohlen dies nicht zu tun, da sonst der Antrag meiner Mutter auf Bestattungskosten-Übernahme über Monate nicht beendet hätte werden können, da die Ermittlung aller Erben wegen im Ausland lebender Geschwister meines Vaters sehr schwierig und langwierig ist. Außer meiner Mutter und mir gibt es noch 3 weitere "Miterben".

Meine Mutter (die Witwe) hat nun eine Zahlungsaufforderung eines Inkasso-Unternehmens (einer der 4 Gläubiger) erhalten. Meine Mutter hat daraufhin eine kurze Mail an das Inkasso-Unternehmen gesendet mit der Information über den Tod meines Vaters inkl. Nachweis (Sterbeurkunde).

Das Inkasso-Unternehmen hat diese Info daraufhin an den ursprünglichen Gläubiger (eine Bank) weitergeleitet. Diese Bank hat nun auch bei meiner Mutter angerufen und wollte wissen wie sie sich die weitere Bezahlung der Schuld vorstellt usw. Da ich meiner Mutter empfohlen hatte am Telefon keinerlei Zusagen/Zugeständnisse zu machen, wird nun im Laufe der nächsten Tage etwas schriftliches ins Haus kommen. Der Mitarbeiter der Bank bat um Unterschrift und Rücksendung. Unterschrieben wird aber erstmal garnichts.

Nach gründlicher Recherche im Internet habe ich gesehen, daß es in solchen Fällen die Möglichkeit einer Erschöpfungseinrede bzw. Dürftigkeitseinrede gibt. Eine Nachlassinsolvenz kann mangels Masse nicht durchgeführt werden.

Wären, nach meiner Schilderung des Falls, die Voraussetzungen für eine Erschöpfungseinrede bzw. Dürftigkeitseinrede gegeben? Wenn ja, reicht hierfür ein simpler Brief an den/die Gläubiger?

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Testament: Nicht verwandte Person erbt Haus und soll 20.000 EUR an weitere Begünstigte zahlen - Wie hoch fällt Erbschaftsteuer aus?

Hallo zusammen,

Ich habe eine Frage zur Erbschaftssteuer:

Das ältere, kinderlose Ehepaar B. besitzt ein Haus mit einem Wert von 400.000 EUR. Nach dem Tod des Ehepaars soll das Haus an eines Ihrer drei Patenkinder vererbt werden. Zu den Patenkindern besteht kein verwandtschaftliches Verhältnis. Die Patenkinder 2 und 3 sollen nicht leer ausgehen und von Patenkind 1 jeweils 20.000 EUR erhalten. Dies ist jedoch (noch) nicht testamentarisch festgehalten und lediglich eine mündliche Vereinbarung zwischen Patenkind 1 und dem Ehepaar.

Da Patenkind 1 ja lediglich einen steuerlichen Freibetrag von 20.000 EUR hat, ist nun die Überlegung ob die oben genannte Vereinbarung über einen beglaubigten Nachtrag zum Testament festgehalten wird, um Erbschaftsteuern zu sparen.

Meine Frage ist nun: Wenn im Nachtrag entsprechend fixiert wird, dass Patenkind 1 jeweils 20.000 EUR an die Patenkinder 2 und 3 zu zahlen hat, wird dies dann entsprechend von seiner Erbschaftssteuerlast abgezogen? Oder anders gesagt: Muss es auf den vollen Wert des Hauses (400.000 EUR abzgl. 20.000 EUR eigener Freibetrag) Erbschaftsteuer abführen oder eben nur auf 400.000 EUR abzgl. 60.000 EUR (Freibeträge aller drei Patenkinder nach Zahlung von Patenkind 1 an Patenkinder 2 und 3 i. H. v. je 20.000 EUR)?

Vielen Dank für Eure Meinungen und Antworten im Voraus & Grüße

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Erbgemein-schaft Erbsteuer?

Frage bezueglich der Erbschaftssteuerfreiberträge , Darf eine arme Familie, welche gemeinsam erbt mit 5 Personen gemeinsan ein altes Haus im Werte von 100000,- Euro verlustfrei erben ? gilt hier dann der Erbschaftsteuer-freibetrag: 5 Personen je 20000,- Euro = Summe zusammen= 100000,- Euro Freibetrag , oder ist hier Erbschaftssteuer abzugeben , Grunderwerbsteuer fällt sowieso an. Oder ist es effizenter sich das Haus vorher schenken zu lassen, bei Schenkungssteuer gleiche Freibeträge? Denn falls Steuern fällig waeren, kann die Familie das Haus nicht annehmen ( bzw. die Erbschaft ), da diese nicht über das Geld zur Zahlung der Erbschaftsteuer verfuegt, das Haus somit verkaufen müssten, also das Haus nicht bekommen würden. Vielleicht weiss jemand einen wirtschaftlichen Rat, Danke.

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Grundbucheintrag vor Steuerbezahlung?

Hallo,

ich habe ein Haus geerbt. Ich bin kein richtiger Erbe sondern ein Erbnehmer. Es gibt eine Erbgemeinschaft mit 4 Haupterben. Geerbt habe ich ein Haus, 50.000 Euro und eine monatliche Rente von 800 €. Da ich kein Topverdiener bin, muss ich für die Zahlung der Erbschaftssteuer einen Kredit bei der Bank aufnehmen, der mit den 800 € Rente zurückezahlt wird. Mein Steuerberater hat bereits eine Rechnung für die Bank erstellt damit sie eine plausible erklärung für die Kosten haben. Die Bank ist einverstanden, will aber nur das Geld geben wenn ich im Grundbuch des geerbten Hauses stehe, als sicherheit. Einen Erbschein, wenn es sowas überhaupt gibt, habe ich noch nicht. Habe lediglich Post dass ich geerbt habe. Die ganze Sache kann aber nicht mehr lange dauern da es schon beim Notar liegt. Nun meine eigentliche Frage:

Ist es möglich sich vor dem bezahlen der Erbschaftssteuer ins Grundbuch eintragen zu lassen? Denn wenn kein Grundbucheintrag dann kein Geld von der Bank, so die Bank.

Hoffe ihr könnt mir Helfen.

Danke!!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

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