Ideen für ein Kurzgeschichte?

5 Antworten

stell dir einfach vor, du sitzt auf einer Bank am Pausehof und beobachtest die Schüler/innen, wie gehen sie miteinander um, wird etwas gespielt, wird jemand drangsaliert, schreiten Lehrer ein, wird Müll auf den Boden geworfen, wird gestritten, gelacht. Stehen die Mädchen extra und unterhalten sich über Make-Up, Style, Mode, Schauspieler, Sänger, Wochenende, Ferien und Jungs. Was ist mit den Jungs, machen sie einen auf dicke Hose, unterhalten sie sich über Sport, insbesondere Fußball, über Mädchen, Ferien und Wochenende.

Einfach den Alltag auf dem Pausehof beschreiben.

Nimm eine ganz normale Situation in der Schule (was zu Essen kaufen, Hausaufgaben abschreiben...) und lass dann irgendwas Unerwartetes passieren.

Setz mitten drin an, nicht noch irgendwelche leeren Phrasen wie "Es war ein schöner Montagmorgen, Tim stand um 8:30 auf dem Schulhof und wartete auf seinen Freund Tom.", in Kurzgeschichten ist es zum Beispiel so, dass Namen nur sehr nebensächlich sind, die Personen werden eher durch eine Eigenschaft charakterisiert.

Spring direkt in die Handlung, fang vielleicht mit einer Empfindung oder einer Tätigkeit an. Ich würde dir auch eher raten, dich auf einen kurzen Zeitraum zu beschränken und nicht noch die vergangenen drei Nachmittage zu beschrieben.

Überleg dir, was in der Schule passieren könnte, mit dem nicht gerechnet wird, das den Leser überrascht und schockiert. Deine Hauptperson könnte einen Anruf bekommen, oder die Polizei startet eine Razzia auf dem Schulhof. Das Ende ist in der Regel offen, der Leser selbst muss sich versuchen, einen Reim auf das Geschehene zu machen. Eine Kurzgeschichte kannst du dir zum Beispiel wie einen Auszug aus einem Buch vorstellen, irgendwas aus der Mitte, ohne viele Infos oder um-den-heißen-Brei-Gerede.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich hab da aber noch eine Frage am Rande. In meinem Schreibkurs behauptet eine Person, dass sie eine "Kurzgeschichte" mit 2500 Wörtern geschrieben hat. Ich find das aber schon zu lang und würde es eher eine Novelle nennen. Ich meine nur weil ein offener Anfang und ein offenes Ende vorhanden ist, ist es nicht gleich eine Kurzgeschichte.

Was meinst du?

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Hast du eine Ahnung in welche Richtung es gehen soll? Irgendwas dramatisches über Mobbing vielleicht, wo die Hölle mit dem Klingeln zur Pause beginnt und mit dem zum Ende der Pause endet, ein wenig in Richtung Horror also?

Oder eine Liebesgeschichte?

Oder ein kurzes Gedankenspiel, also Essay-like?

Ich hab mir schon ein paar ideen gemacht, unzwar kann die Person stress mit Mobbern in der Schule haben, die Hauptrolle hat dann über die Tage Angst gehabt und sich nur über dem bevorstehenden Konflikt (Schlägerei) Sorgen gemacht (erfährt man dann irgendwie in der Handlung mittendrine) und am Ende kommt raus dass sie zu dem Tag eine Arbeit schreiben und die Hauptrolle es nicht wusste bzw vergessen hat wegen diesen Sorgen( im mittelteil kommt dann auch iwie raus, dass diese Hauptrolle versetzungsgefährdet ist)

Ich finde diese Idee aber nicht ganz so prickelnd, oder was meinst du?

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In der Pause findest du eine tickende Bombe und entschärft sie... dann bist du der Held und wirst bewundert

Selbst für einen spotanen Vorschlag ist das schmerzhaft.

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