Ich ziehe nach Deutschland um (aus Tschechien)... Was soll ich alles beachten? (UPDATE)

5 Antworten

 Ich ziehe nach Deutschland um

 In Deutschland werde ich eine Arbeit (mit Arbeitsvertrag) haben und auch eine Wohnung (aber keinen festen Wohnsitz, nur pendeln).

Du widersprichst dir doch selbst!

Wenn man nach Deutschland umzieht, muss man sich in Deutschland auch mit Hauptwohnsitz beim Einwohnermeldeamt anmelden und hat somit einen festen Wohnsitz.  Dazu benötigst du eine Bestätigung beim Vermieter für die Vorlage beim Einwohnermeldeamt.

 Ich muss versichert sein, d.h. eine Krankenkasse (und mein Arbeitsgeber bezahlt dann die Versicherungssteuer usw, oder?).

Ja und nein!

Du musst dir in Deutschland eine gesetzliche Krankenkasse suchen und dort einen Mitgliedsantrag stellen. Die Bestätigung gibst du beim Arbeitgeber ab. Dieser beteiligt sich dann an dem Beitrag mit ca. 50 %. Den Rest zahlst du selbst.   Dieser Beitrag ist nicht steuerpflichtig.

Wenn du keiner Glaubensgemeinschaft/Kirche angehörst musst du auch keine Kirchensteuer zahlen.

 Welche Bank wäre die beste aus eurer Erfahrung?

Für Arbeitnehmer die dann auch meist eine günstige Bank suchen, sollten sich mal nach einer Kreissparkasse  oder Sparda-Bank umsehen. Dort bekommt man oft das Girokonto ohne Gebühren.

Außerdem solltest du auf jeden Fall eine Privathaftpflichtversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Lasse dich am besten von einem Versicherungsvermittler in Ortsnähe beraten. Am besten dazu mal die neuen Arbeitskollegen befragen, ob sie dir einen Versicherungsvermittler nennen können.

Versichertennummer/Rentennummer und Steuer-ID musst du beim Arbeitgeber angeben, weil der dich beim entsprechenden Behörden anmeldet.

Er wird auch deine Krankenversicherung regeln.

Kirchensteuer wird nicht erhoben, wenn du kein Mitglied der Kirche bist.

Bei den Banken gibt es nur geringfügige Unterschiede, z. B. in den Konto-Führungsgebühren, die aber lokal verglichen werden müssen. Das kann von Volksbank zu Volksbank und von Sparkasse zu Sparkasse usw. unterschiedlich sein. Auch die Überziehungszinsen sind unterschiedlich hoch.

Einige Banken sind überregional, wie z. B. die Postbank, haben aber den Nachteil, dass manche Dinge nicht einfach am Schalter geregelt werden können.

Viele Banken bieten kostenfreies Online-Banking an.

Die Wohnung in Deutschland dürfte als "zweiter Wohnsitz" gelten. Vermutlich musst du dich im Bürgeramt der Stadt mit dem zweiten Wohnsitz anmelden.

Hallo,

das mit keinem "festen Wohnsitz" wundert mich, wenn du hier lebst und arbeitest. Ob du am WE wieder nach Tschechien fährst ist unerheblich!

1. wenn man eine Wohnung und eine Arbeit hat, sollte man sich beim Einwohnermeldeamt melden Eine Aufenthaltsgenehmigung ist dann auch fällig, sie ist kostenlos.

 2. du hast die Wahl für die Krankenkasse. Wenn du in einem technischen Beruf arbeitest, dann nimm die Techniker Krankenkasse, hat gute Leistungen. Da AGs so wenig zahlen möchten in dieser Hinsicht, versuchen sie immer dich in einer Privatkrankenkasse hineinzupacken, aber vorsicht: bei vielen privaten Krankenkassen muß man das Honorar des Arztes erst aus eigener Tasche bezahlen um es sich dann erstatten zu lassen = Papierkrieg ist vorprogrammiert... Achte darauf, daß dein AG auch Renten- und Arbeitslosenbeiträge einzahlt!

3. das mit den Steuern und Sozialabgaben: alles wird automatisch vom Lohn abgezogen. Du solltest eine Sozialversicherungskarte bekommen, mit einer Nummer drauf. Für die Steuer bekommst du eine Steuerident.Nummer!

4. kirchensteuer brauchst du nicht zahlen, du kannst auf dem Bogen, den dein AG geben wird, die Rubrik "Andersdenkende" ankreuzen. Solidaritätsbeitrag bezahlt man immer noch (wurde Anfang der Neunziger eingeführt nach der Wiedervereinigung).

5. für die Wahl der Bank, nimm die günstige für einen Girokonto, du kannst dich vielleicht im Internet erkundigen, es gibt auch die Hefte von Stiftung Warentest. In manchen Städten sind nur wenige Banken ansässig, das trifft vor allem für Kleinstädte zu!

6. du kannst auch sparen: vermögenwirksames Sparen nennt sich das, das lohnt sich schon, wenn du vor hast einige Jahre hier zu bleiben. Immerhin, hast du dann ein bißchen Geld auf der hohen Kante, wenn du zurück in deine Heimat willst.

7. willige nie ein in ein "Aufhebungsvertrag", weil du dann von deiner Arge (ehemaliges Arbeitsamt) eine Sperre von 3 Monaten für dein Arbeitslosengeld aufgebrummt bekommst. Solltest du länger bei der Fa. tätig gewesen sein, dann muß dir dein AG den Abgang mit einer Abfindung ausgleichen!

http://www.arbeitsratgeber.com/abfindung/

8. wenn du die Absicht hast, einen lukrativeren Job zu nehmen, laß dir immer ein Zwischenzeugnis austellen, das kann nützlich sein, weil der AG später nicht mehr viel ändern kann an dem Zeugnis (wenn es gut ist)...

Alles Gute, Emmy

Eine Steuererklärung muß abgegeben werden. Am Anfang kannst du dich vom Lohnsteuerhilfeverein helfen lassen. Später wirst du wohl das selber erledigen können. Die Fristen für die Steuererklärungs-abgabe dürfen nicht überschritten werden!

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Eine kleine Korrektur:

eine Aufenthaltsgenehmigung ist nicht fällig, weil laut Freizügigkeitsgesetz für EU Bürger überhaupt nicht nötig.

Das gilt natürlich auch für tschechische Staatsbürger (Tschechien ist EU Mitglied) und zwar seit 28. Februar 2013.

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Ich hoffe Ihr könnt mir mit euren Antworten weiter helfen!

 

tobi

 

 

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