Ich will aus der Maßnahme raus!

12 Antworten

Auf keinen Fall die EV unterzeichnen, in der die Maßnahme festgelegt ist. Abwarten bis ein Verwaltungsakt kommt, denn der ist nicht sanktionierbar. Ruhig, des guten Willens wegen zu dem Vorstellungsgespräch des Maßnahmeträger gehen. Alles toll finden, aber die Datenschutzvereinbarung ablehnen. Das ist das Recht auf informative Selbstbestimmung, verfassungsrechtlich geschützt. Ist die Datenschutzvereinbarung nicht unterschrieben, darf der Träger keine Berichte weiterleiten über Dich. Damit ist die Maßnahme sinnlos und nicht durchführbar. Zwischenzeitlich der EV widersprechen. Gründe suchen, dass sie Dich nicht qualifiziert. Ein Verwaltungsakt ist eine einseitige Willensaufzwingung, die lt. Urteil nicht sanktioniert werden darf. Ansonsten: wenn Du schon in der Maßnahme bist, dann mindestens 4 Wochen an einem Stück krank machen. Dann sollte den Standards gemäß eine Anfrage des Trägers beim Jobcenter erfolgen, ob die Maßnahme beendet werden soll.

abbrechen ist immer schlecht. Aber wenn Du abbrichst, da Du eine Ausbildung hast.. Bingo, 100 Punkte für Dich!


Schleicher1 hat recht, natürlich wäre auch Job okay fürs Amt, denn dann erscheinst Du nicht mehr in ihrer Statistik.


Für Dich aber Milchmädchenrechnung, denn beim nächsten Mal hast Du wieder keine Ausbildung. Und die ist grad in BRD echt wichtig.


Ich hatte das auch während einer Fortbildung (die war allerdings echt gut): ich kriegte laufend Vorschläge, sollte mich bewerben, ggf. sofort annehmen und FoBi abbrechen.


Sogar 1 Woche vor der IHK-Prüfung, die damit verbunden war, kam noch ein Jobvorschlag!


ich habe mich immer korrekt beworben.. und ehrlich gesagt: zugesehen, dass ich nicht genommen wurde, da dieser Abschluss sehr wichtig war.

Hört sich für manche vielleicht doof an.. war aber genau die richtige Entscheidung. Den Job, den ich jetzt habe, hätte ich ohne den nachweis der Ausbildung nicht gekriegt.

Also: Zähne zusammenbeißen.. schön m,itmachen..selber suchen. Und dann!


PS: Und meine FoBi war 40h pro Woche/5 Tage/ 6 Monate. Und daheim war noch lernen³ angesagt, sonst hätte man es nicht gepackt.

Bei antritt einer Maßnahme ist es überaus schwer da wieder raus zu kommen, ohne Sanktion natürlich. Du kannst mit deinem Sachbearbeiter darüber reden, aber ich sage dir gleich, es wird wohl nichts bringen aber versuch es. Schaden kann es nicht. 

Viel entscheidender ist deine EGV, dort drin ist genau geregelt, was du machen sollst und was für Unterstützung du bekommst. Du wirst, wenn du da wirklich um jeden Preis raus möchtest, juristische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Wenn dir das nicht zusagt, zieh die Maßnahme am besten durch. 

Mir ist wohl bewusst, das viele Maßnahmen keine wirkliche Sinnhaftigkeit haben, aber angesichts des Aufwandes, solltest du genau überlegen. Denn du würdest eine 100 % Sanktion kassieren. 

Du kannst jederzeit raus, muss dann jedoch mit einer Sperre oder Sanktion rechnen. Oder du unterschreibst einen Arbeitsvertrag. Vorstellungsgespräche kannst du auch während einer Maßnahme wahrnehmen. Wie deine Bewerbungsschreiben aussehen weiß ich nicht. Vielleicht bedürfen sie wirklich einer Überarbeitung.

Wenn man dir Vorstellungsgespräche für eine Ausbildung verweigert, beschwer dich bei deinem Sachbearbeiter über den Träger der Maßnahme.

Woher ich das weiß:Beruf – tägliche Arbeit im Beruf

Geht denn die Maßnahme an 7 Tagen in der Woche jeweils 10 Stunden lang? Wohl kaum. Somit hast Du noch Zeit für Bewerbungen. Wenn Du einen Vorstellungstermin hast, ist das doch ein Grund, an diesem Tag später oder auch gar nicht zu dieser Maßnahme zu gehen.

Es sind nicht immer die anderen Schuld, man kann auch selbst aktiv werden.

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