Ich kann mein Buch nicht beenden?

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4 Antworten

Ja das kenne ich.
Man hat dann das Gefühl all seine Ideen zu beenden und einen eigenen Teil von sich loszubinden.

Man mag zwar die Charaktere, hat aber angst diese gehen zulassen, als wäre es bspw. ein Freund der umziehen muss und der Tag des Abschieds sich immer mehr nähern tut und man eigentlich nicht
,, auf wiedersehen " sagen möchte.

Mein Tipp:
Nimm dir Zeit.
überdenke nochmal, ob du dich mit dem Ende zufrieden geben kannst.
Konzentriere dich danach auf neuen Stoff, versuch es dann mal mit einen neuen Genre und wenn du wirklich kreativ bist, wirst du genug Ideen für neue Romane haben. ;)

Ich verstehe dich voll und ganz. Ich schreibe auch Romane und lese selber sehr viel. Aber nun zu deinem Problmem: Du lässt sie ja nicht wirklich gehen. Es ist zwar das Ende deines Buches, aber nicht das Ende deiner Freundschaft. Denn ich finde, wenn man sich lange mit seinen Charakteren beschäftigt, dann sind sie sowas wie Freunde. Man kennt ihre Vorlieben, Abneigungen und wie sie denken. Und wenn man so viel über sie weiß ist es schwierig sie gehen zu lassen.
Und was deine Meinung zu einem weiteren Teil betrifft, kann ich dir nur empfehlen, denk nochmal drüber nach, schreib in der Zwischenzeit vielleicht noch was anderes und lass es kommen wie es ist.

Aber hier noch eine Frage von mir: Schreibst du nur so Hobbymässig oder schon richtig professionell?

Ich schreibe nur als Hobby. Dieser Roman ist auch mein erster, den ich wirklich gewissenhaft und mit Planung schreibe - es hängt also sehr viel Herz dran. :)

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Verstehe ich. So war es bei meinem ersten Roman auch. Aber um ehrlich zu sein, ist es immer noch so.

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kenne ich :)

aber nur weil eine geschichte beendet ist, muss man seine Charaktere nicht gehen lassen ^^

ich komme irgendwie auch immer wieder auf sie zurück, ich schreibe dann kürzere texte beispielsweise über ihre zukunft oder über ihre vergangenheit. vor kurzem habe ich angefangen zu schreiben, wie ihr leben verlaufen wäre, wenn einige äußere einflüsse anders wären, macht unglaublich viel spaß^^

Vielen Dank <3

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@unicornkacke

Ich habe zu meinem Stefan Philipp drei Teile geschrieben. Im dritten Teil lass ich ihn einfach sterben - er hätte mich sonst gar nicht mehr los gelassen, dieser Bewohner einer Obdachlosen-Notunterkunft, der sich in seinem kleinen Zimmer als Alchemist betätigt!

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Solche alternativen Stories oder Spin-offs wären vielleicht auch eine Hilfe. Man kann ja dann wieder einpaar Kurzgeschichten schreiben in denen diese Charaktere auftauchen. Ich habe mal soetwas ähnliches gemacht, nur das ich verschiedene Charaktere aus verschiedenen Werken in eine Geschichte zusammengesteckt habe. Weil es mich interessiert hatte, wie meine Charakteren mit meinen anderen Charakteren aus anderen meiner Werke somit einander klarkommen würden.

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Das ist wirklich eine schwierige Sache. Dummerweise kenne ich Deine Story nicht. Immerhin: Du kannst es durchaus ein kleines Bisschen offen lassen. Mein Roman 'TfW' endet mit den Worten: Wie habe ich oft zu meiner Mutter gesagt? Es werden Tage kommen...? Jetzt sind diese Tage gekommen. Es ist soweit'. Gerade der Satz 'Es ist soweit' passt eher zu einem Anfang (als sechster oder siebter Satz eines Romans als als Schlusspunkt. Ganz anders mein Roman 'José und Andronikus'. Er endet mit dem Satz 'Lange lagen sich José und Andronikus in den Armen.' Hier ist das Ende so ultimativ, dass keine Fortsetzung mehr möglich ist.

Mein Roman hat auch eher ein offenes Ende, ich habe vor, es mit einem Zitat enden zu lassen. Theoretisch könnte man also eine Fortsetzung schreiben - nur möchte ich mich erstmal etwas anderem widmen (ein paar Ideen schwirren da schon in meinem Kopf herum) und das eigentliche Problem ist eher, dass ich es rein mental einfach nicht "schaffe", das Wörtchen "Ende" darunter zu schreiben. Verstehst du, was ich meine?

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@unicornkacke

Mein Roman 'José und Andronikus ist ultimativ zu Ende. Immerhin: Vielleicht überlegst Du ein wenig. Das Ende sollte ja auch schlüssig sein! Es sollte nicht einfach gesetzt werden, weil Du schlicht keine Lust zum Weiterschreiben hast, sondern wirklich logisch sein. Wenn es sich um einen traurigen Roman handelt (eine Bearbeitung von 'Rigoletto' zu einem Roman meinetwegen) ist es nicht selten leicht. Ach ja, ein wichtiger Tipp:Benutze vielleicht eine schöpferische Pause zum Lesen. Und frage Dich: Wie haben andere es gemacht?

 

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