Hund frisst Gegenstand und muss daraufhin notoperiert werden? wer muss zahlen?

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9 Antworten

Das müssen die Hundehalter selbst bezahlen. Das ist ihr eigenes Risiko, wenn sie den Hund zur Verwahrung geben.

Bei der Übernahme eines Hundes für ein Wochenende geht man aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr von einer reinen Gefälligkeit aus, sondern legt hier einen (mündlich zustande gekommenen) Verwahrungsvertrag zu Grunde.

Damit haftest du für Schäden, die dem Hund zugestoßen sind. Ob deine Haftpflicht diesen Schaden deckt, ist fraglich. Es besteht die Möglichkeit, dass sie auf eine abzuschließende Tiersitter-Haftpflichtversicherung verweist.

In diesem Fall bliebest du auf den Kosten sitzen.

Geht man von einer Gefälligkeit aus - was von Gerichten durchaus unterschiedlich bewertet wird - haftest du nur bei grober Fahrlässigkeit. In diesem Fall greift entweder deine Haftpflichtversicherung oder die Hundebesitzer bleiben auf ihren Kosten sitzen.

Am Idealsten wäre, wenn die Tierhalterhaftpflicht des Besitzers auch unentgeltliche Tierhüter mitversichert hätte. Dann wären alle aus dem Schneider.

Solltet ihr euch uneinig sein, ist es sinnvoll, Forderungen an dich an deine Haftpflicht weiterzureichen. Sie wird über die Berechtigung der Forderung entscheiden.

Die Tierhalterhaftpflicht des Besitzers deckt diesen Fall natürlich nicht. Der Geschädigte ist ja letztendlich der Halter. Er kann sich ja wohl kaum selbst haftbar machen.

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@DerHans

Oje, Lesen hilft :). Natürlich hast du Recht.

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die hundhaftpflicht zahlt nur fuer schaeden, die der hund verursacht (sie wuerden also das verschluckte spielzeug ersetzen) auch deine haftpflichtversicherung zahlt (m.m.n.) nicht, die wuerden wohl nur evtl. den hund "ersetzen". also werdet ihr auf den gesamten kosten sitzen bleiben und wer was bezahlt, ist "euer problem"

werden hunde im rahmen der haftpflicht nicht ebenfalls als "sache" betrachtet? somit habe ich der "sache" einen schaden mehr oder weniger zugefügt.. würde hier evtl. nicht die verletzung der aufsichtspflicht greifen?

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@MrsChambers

Das Hundehüten war hier eine Gefälligkeit. Dur bist also FÜR den Halter tätig geworden und kannst nicht auch noch dadurch belastet werden.

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Huhu MrsChambers, ich muss dich leider enttäuschen, was die anderen hier schreiben stimmt leider nicht. Kenne mich mit der Rechtslage aus, habe selbst immer wieder Hunde zu hüten und auch schon so einen Fall.

Die Entscheidung bringt hier, ob du für das Hundesitting Geld bekommen hast oder nicht.

Hast du kein Geld bekommen wird das Hundesitting als Gefälligkeit gesehen. Hunde sind im übrigen vor Gericht wie eine Sache zu behandeln und genau hier kommt nun deine Haftpflichtversicherung ins Spiel. Der Hund ist damit ein '' beschädigter Gegenstand '' und die Versicherung MUSS zahlen! Unzwar die komplette Behandlung des Tieres, bis es wieder vollkommen gesund ist. Verstirbt der Hund während der Behandlung, ist die Versicherung dazu verpflichtet Ersatz zu leisten.

Hast du Geld bekommen, wird das Hundesitting nicht mehr als Gefälligkeit gesehen. dass heißt du brauchst eine Betrieblichehaftpflichtversicherung. Hast du diese nicht, musst du die Behandlung zahlen, du bleibst also auf den Kosten sitzen.

Eine Ausnahme besteht dann, wenn vertraglich festgehalten wurde, dass du von der Haftung ausgeschlossen bist.

Hoffe das hilft dir

Wünsche dem Hund gute Besserung und euch viel Glück LG

Klingt plausibel, DH für die Antwort

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Und genau diese Gefälligkeitshandlung müsste extra abgesichert sein. In den AHB sind diese ausgeschlossen.

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eigentlich sollte in diesem fall der besitzer des hundes bezahlen, weil er euch den hund anvertraut hat... evt hat auch dieser eine tierkrankenversicherung!

haftpflicht bezahlt leider nicht, die begleicht nur schaeden, die durch den hund verursacht wurden!

PS...spielzeuge stellen immer eine gefahr fuer hunde da. bitte den hund nie mit speilzeug unbeobachtet lassen. danach wegraeumen!

auch pflanzen koennen lebensgefaehrlich sein -da gibt es einige gifitge.

im prinzip muss man auf hunde - gerade auch auf fremde - aufpassen wie auf kleinkinder

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@inicio

hab selbst einen Hund, ich weiß wie man auf sie aufpasst =) nur handelt es sich bei dem Hund der Bekannten um einen richtigen Müllschlucker.. Leider leider...

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@MrsChambers

ja, solche gibt es -da muss man aufpassen wir ein luchs...

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So weit ich weiß ist der tatsächliche Besitzer des Tieres dafür verantwortlich und muss zahlen. Die Meinung eines Anwaltes wäre jedoch empfehlenswert.

Warum soll der Einhüter einen Anwalt fragen. Das ist zu früh

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@Dackelmann888

Erst wenn auf ihn eine Forderung zukommt, wird seine Haftpflichtversicherung tätig. Sie wird den unberechtigten Anspruch zurück weisen. Auch unter Rechtsbeistand durch einen Anwalt.

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Wenn Du den Hund gehütet hast, kann man das bei deiner Haftpflicht Versicherung versuchen. Es war ja von Dir eine Gefälligkeit ,es kann keiner von Dir verlangen ,24 stunden am Tag ,die Schnauze eines Hundes zu beobachten..

Würde es dann aber nicht wieder heißen, dass es eben eine Gefälligkeit war? ich habe gehört, dass Schäden, die durch einen Gefallen verursacht werden, nicht übernommen werden. Vielleicht verwechsel ich da auch grad was g

und jaaaa, 24h beobachten ist fast unmöglich ;-)

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@MrsChambers

Mit der Gefälligkeit hast Du ja Recht, Das wird gerne als Argument von der Versicherung gebraucht um nicht zu Zahlen. Es kann auch keiner Beweisen das der Faden bei Deiner Hütezeit gefressen wurde.

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Also ich habe das ganze mit meiner Haftpflicht geklärt - sie übernehmen ALLE Kosten (Operation inkl. Nachbehandlung).

Trotzdem Danke für eure zahl- und hilfreichen Antworten

kommt auf die vertragliche Konstellation mit dem/der Hundehüter/in an.

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