Hund an ein Katzenklo gewöhnen?

14 Antworten

Kleine Hunde brauchen eine Bezugsperson den ganzen Tag lang. Vorerst machen sie überall hin und lernen langsam durchaus auf eine ausgelegte Windel bzw Betteinlage zu gehen. Trotzdem ist mehrmals am Tag ein Auslauf und der Kontakt mit anderen Hunden wichtig. Weiters muss der Hund so erzogen werden, dass er weiß, dass Elektrokabel, Schuhe und Kleidung kein Spielzeug sind. Ein allein gelassener Hund lernt gar nichts, höchstens wie man eine Wohnung zerstört - vor Frust.

Warum heisst das Katzenklo? Es wird benutzt von Katzen "miaumiau" und nicht von Hunden "wauwau".

Warum meine Antwort so blöde rüberkommt? Die meisten User werden es verstehen: "die Wiederholungslaier".

Ich bin ehrlich. Als wir unseren Chi holten, sagte man uns er ginge ins Katzenklo. Und ja, wir haben eins gekauft - als Notklo - für die Nacht. Das Teil stand glaube ich ca 1 bis 1 1/2 Stunden. Da hatte der Zwerg in seinen Korb gepullert und sich im Katzenklo zum Schlafen hingelegt. Für mich kam es zur Annahme, dass er schon bei der Züchterin im Klo geschlafen hat.

Das Teil flog und wir sch.... auf die Bequemlichkeit.

Ich kann nicht mehr nachvollziehen, dass ich meinem Hund das überhaupt antuen wollte. Ein Hund gehört ins Freiluftklo.

Wenn ich die Zeit für ein Tier nicht habe, ist auch ein Klo keine Lösung. Die Einsamkeit ohne Rudel kann man nicht wegzaubern. Bitte lasst es oder findet eine andere Lösung.

Ein erwachsener Hund darf definitiv nicht länger als 4 Stunden allein sein, ein Welpe gar nicht. Hunde sind Rudeltiere und keine Einzelgänger. Alleinsein bedeutet für Welpen Todesängste ausstehen. Für einen erwachsenen Hund nicht enden wollende Einsamkeit. Isolationshaft. Wenn man sich als tierlieb bezeichnet, dann sollte man das keinem Hund antun wollen. Stell Dir vor, Du wärest jeden Tag 8 Stunden ohne auch nur die geringste Beschäftigungsmöglichkeit eingesperrt. Kläffen, randalieren oder resignieren sind die normalen Reaktionen von Hunden auf diese Strafe.

Da Hunde wirklich gelehrige Tiere sind, kannst du dem Hund ein solches für ihn eigentlich unnatürliches Verhalten mit einigem Training wahrscheinlich schon angewöhnen.

Allerdings rate ich euch beiden wirklich von einem Hund ab. Wenn man den Hund täglich 4 bis 5 Stunden alleine lassen muss, dann ist das schon die Obergrenze. Wenn man ihn nachts die ganze Nacht alleine lassen kann, wenn er ohnehin schlafen würde, dann geht das auch noch. Aber tagsüber 8 Stunden sind einfach nicht akzeptabel. Nachts werdet ihr ja sicher auch schlafen und dann habt ihr im Endeffekt nur den Vormittag und am späten Abend für den Hund Zeit? Dann braucht ihr ewig, bis ihr euch überhaupt miteinander eingelebt habt, ihr seht euch selten und es dauert auch mit der Sozialisation. Und dann bring noch einem Hund etwas bei, was er normalerweise nicht tun sollte. Ein Ding der Unmöglichkeit, zumindest für ein halbes Jahr lang oder so Minimum. Würde gern mal sehen, ob ihr noch Lust auf den Hund habt, wenn er ein halbes Jahr auf den Teppich macht.

Entweder ihr überlegt euch eine Möglichkeit, den Hund mitzunehmen und ihn artgerecht zu halten, oder ihr sollte von eurem Hundgedanken Abstand nehmen (und eine Katze anschaffen - für die ist ein Katzenklo ja auch gedacht).

Wenn ihr keine Zeit für einen Hund habt, dann schafft euch bitte auch keinen an. Beim "rausgehen" geht es ja nicht nur ums "Geschäft", sondern auch um die Bewegung. Und die kann ihm kein Katzenklo bieten.

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