Hohe Minne - niedrige Minne im Mittelalter: Wo ist der Unterschied?

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Vereinfacht ist Hohe Minne ohne, niedere Minne mit Geschlechtsverkehr. Folgende Zitate von der Seite http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,2116175,00.html

Unter "Minne" versteht man die höfische Liebe des Mittelalters. Der Minnedienst am Hofe war wichtiger Bestandteil der feudalen Kultur und ein bedeutendes Motiv in der Dichtung dieser Zeit.

Einer Dame den Hof zu machen, um ihre Gnade zu werben, sie selbstlos zu lieben und ihr stets Treue zu schwören, galt als ritterliche Tugend. Zwar beschäftigte sich sowohl die hohe als auch die niedere Minne mit der körperlichen Liebe als "letztem Vergnügen", als Ziel aller Sehnsüchte - allerdings mit erheblichen Unterschieden im Weg und in der Erfüllung.

Die hohe Minne

Ende des 12. Jahrhunderts entwickelte sich am Hofe die hohe Minne als Kunst und Form der Tugend. Dabei galt für den Minnediener nicht die Eroberung, sondern allein der Dienst an der Verehrung und die Hingabe an die reine, adlige Frau, der Herrin - nicht selten der Ehefrau des Burgherren. An ihr war es, den Verehrer zurückzuweisen. Durch die Zurückweisung konnte er seine Kunst stets weiter vervollkommnen und immer reiner und besser in seinem Streben werden. Auch im Werben zählten Tugenden wie Ehrbarkeit, Verschwiegenheit und Treue. Die Gunst der höher gestellten Frau musste sich der Mann durch Leistungen wie Preislieder oder Waffentaten verdienen. Die hohe Minne verzichtete auf die erotische Erfüllung, denn dies hätte das Ende des künstlerischen und sittlichen Strebens bedeutet. "Wer die hohe Minne wünscht, muss vorher, nachher um sie dienen", formulierte Wolfram von Eschenbach im "Parzival".

Die niedere Minne

Natürlich wussten die Männer die Reize der körperlichen Liebe zu schätzen. Da Wert und Ehre der edlen Damen vornehmlich in deren Unerreichbarkeit bestand und eine platonische, sich verzehrende Liebe schwer durchzuhalten war, wandten sich die Herren der Schöpfung auch den Vertreterinnen des schönen Geschlechts zu, die zu mehr bereit waren. Es waren dies zumeist unverheiratete, in der sozialen Hierarchie niederer stehende Frauen, für die zum Teil auch keine Heirat vorgesehen war. Sich am Hofe auf eine Beziehung mit einer adligen, gar verheirateten Dame einzulassen, war heikel, denn man lief leicht Gefahr, sie bloßzustellen. Ehebruch seitens der Frau war ein schweres Verbrechen, bei Männern dagegen wurde ein ausschweifendes Liebesleben toleriert. So war die Frau weder in der Fiktion noch in der Realität dem Manne gegenüber gleichberechtigt: einerseits überhöht, andererseits untergeordnet. Die Liebe zwischen Eheleuten galt als verwandtschaftliche Zugeneigtheit - leidenschaftliches Begehren war eher in außer- oder unehelichen Verhältnissen zu finden. Erst ab dem Hochmittelalter behandelten Männer Frauen zunehmend ebenbürtig, man entdeckte die Liebe, auch in der Ehe, neu.

Gut recherchiert - und interessantes Ergebnis. DH

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hab zwar nicht deinen kompletten beitrag gelesen, aber die erste zeile hat es wunderbar zusammengefasst ;-)

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