Sind Hörige und Leibeigene dasselbe?

3 Antworten

Die Begriffe Hörige und Leibeigne sind nur ähnlich, bezeichnen aber nicht genau das Gleiche.

Leibeigene waren zu Abgaben und Dienstleistungen (Fron) verpflichtet. Ihre Abhängigkeit war personengebunden. Sie hatten keine völlige Freizügigkeit und konnten nur mit Erlaubnis ihrer Herren heiraten. Die Formen der Leibeigenschaft waren unterschiedlich scharf (in der härtesten Form als Erbuntertänigkeit der antiken Sklaverei sehr ähnlich). Die Institution der Leibeigenschaft gab es auch noch nach dem Mittelalter. Sie wurde in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Zeiten abgeschafft.

Im russischen Zarenreich waren Leibeigene beinahe Eigentum ihrer Herren. Sie konnten als „Seelen“ verkauft werden. Erst im 19. Jahrhundert begann eine Bauernbefreiung, die aber bis 1917 nicht ganz vollendet war.

Hörige waren nicht völlig leibeigen, aber auch keine Freien. Der Rechtsbegriff ist nicht sehr scharf definiert, drückt aber aus, dass sie auf jemand hören müssen. Hörige standen in Abhängigkeit von einem Grundherrn. Ihre Abhängigkeit war gutsgebunden. Sie waren ebenfalls zu Abgaben und Dienstleistungen verpflichtet. Sie waren Beschränkungen unterworfen. Sie durften bewegliches Eigentum besitzen, aber keine Grund und Boden erwerben. Sie unterstanden der Gerichtsbarkeit der Grundbesitzers. Hörige waren an das Land gebunden, das sie bewirtschafteten. Ihre Kinder erbten die Hörigkeit.

leibeigene habn kein eigentum, sie gehören ihrem herrn und müssen seine güter bearbeiten.

hörige haben ihren besitz einem territorialherrn gegeben, aber dürfen trotzdem dort leben und arbeiten, müssen aber abgaben entrichten und manchmal arbeitsdienste leisten

Leibeigene waren sowas wie Sklaven, also das Eigentum ihres Herrn und Hörige, waren zwar freie Landbesitzer, die jedoch auf Ihren Herrn (Fürst oder ähnl.) "hören" mußten, also für Ihn arbeiten und einen Teil Ihres Verdienstes an Ihn abgeben mußten. - Ich hoffe, man versteht es so...

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