Hohe Feuchtigkeit durch Vormieter und Tapeten?

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3 Antworten

Richtig lüften ist eine Kombination aus Lüften und Heizen.

Desweiteren muß man natürlich auch wissen wieviel "Feuchtigkeit" ihr in die Raumluft produziert. Ob ihr einen "Urwald" im Wohnzimmer habt oder durchs Kochen viel Dampf produziert.

Bekannte hatten einen bis dato unbemerkten Leitungswasserschaden in einer Wand. Wurde bemerkt als sie auszogen und alles ausräumten.

Ich meine, ihr habt euch den Sommer über an das Lüften gehalten, dort dürfte sehr viel evtl. vorhandener Feuchtigkeit aus den Räumen/Mauerwerk entfernt worden sein. Irgendwo muß doch die aktuelle Feuchtigkeit her kommen.

Zu der Tapezierung, wenn die Tapeten durch einen nicht atmungsaktiven Anstrich praktisch versiegelt wurde, blieb natürlich die Feuchtigkeit in der Raumluft bzw. legte sich auf die Oberflächen. Ansonsten wird nämlich auch Feuchtigkeit von den "Wänden" aufgenommen und ggf. wieder abgegeben.

Als Beispiel: Ich habe im Büro 2 Fenster, das eine Fenster ist eingerahmt von Schränken und davor stehen auch noch gestapelte Ablagekästen auf einem Tisch. An diesem Fenster habe ich Feuchtigkeit wenn es draußen kalt ist. An dem anderem Fenster, das nicht "eingerahmt" ist, ist nichts. Es kommt einfach nicht genügend "Warmluft / Luftbewegung" an das Fenster.

Feuchtigkeit schlägt sich nieder, wenn warme Luft, die mehr Feuchtigkeit speichert als kalte Luft, auf kalte Flächen trifft.

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Mauerwerk kann in den Poren und Kapillaren sehr viel Wasser einspeichern. Der Vollziegelstein hat ein Porenvolumen von über 20%. Hier kann viel Wasser eingespeichert werden. Demnach kann ein Kubikmeter Ziegelmauerwerk mit über 200l feinste Hohlräume schon mal 100l Wasser einspeichern. Mit jeder Stoßlüftung bekommt man pro Kubikmeter ausgetauschte Raumluft wenige Gramm Wasser nach draußen entsorgt. Da kann die Entfeuchtung nasser Wände schon mal ein paar Monate dauern.

Hilfreich bei der Entfeuchtung ist viel Wärmestrahlung, weil Wärmestrahlung die Wandoberfläche direkt erwärmt und mit der wärmeren Luft an der Wandoberfläche auch noch relativ trockene Luft (in Abhängigkeit von der allgemeinen Raumluftfeuchte) an dieser anliegt. Diese "trockene" Luft ist in der Lage, die Oberflächenfeuchte von der Wand aufzunehmen.

Wird mit viel Warmluft geheizt (herkömmliche Heizkörpertechnik), so kühlt die Warmluft selbst schon vor der Außenwand aus, wobei sich die rel. Luftfeuchte schon erhöht. Hier ist nun die Differenz zur Wandoberflächenfeuchte deutlich geringer und die Wand wird nur sehr langsam entfeuchtet. Teilweise, wenn der Dämmwert der Wand stark gesunken ist, die innere Wandoberfläche damit schon sehr kühl ist, ist die Differenz sehr gering oder gar nicht mehr vorhanden, dass die Entfeuchtung der Wände alleine durch die Lüftung nicht mehr funktioniert.

Hilfreich für trockene Wände, bzw. die schnelle Trocknung, ist viel Wärmestrahlung im Raum durch die Heizanlage. Früher lieferten in den Altbauten die Kachelöfen die nötige Wärmestrahlung zur Bautrocknung.

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Also das größte Problem ist das Schlafzimmer, dort haben wir auch ein Messgerät. Nach dem Aufstehen sind wir immer so bei ca. 70 % Luftfeuchtigkeit. Nach dem Lüften ist sie wunderbar unten, je nach Wetterlage. 10 Minuten später jedoch wieder auf konstanten 70 %. Wasser an dem Fenster haben wir jedoch nur über Nacht. Aber dauerhaft möchte sie nicht wirklich runtergehen. Einen Wasserschaden haben wir definitiv keinen, das wurde letzten Winter ebenfalls ausgeschlossen.

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