"Hinabgestiegen in das Reich des Todes..."

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Die Stelle im Glaubensbekenntnis bezieht sich auf Epheser 4, 8-10 und 1.Petrus 3, 18-22 (das sind Bibelstellen).

Darin wird gesagt, daß Jesus zwischen Kreuzigung und Auferstehung ins Totenreich gegangen ist, um die Menschen dort zu befreien.

Der Sinn dieser biblischen Aussage ist, festzuhalten, daß die Menschen, die vor Jesus gelebt haben und ihn also garnicht kennen konnten, trotzdem nicht einfach verloren gehen und abgehakt sind, sondern auch erlöst werden können. Also: daß der Himmel auch für sie offensteht. Damit wird festgehalten, daß durch Jesus Entscheidendes passiert ist, was so vorher nicht war, aber trotzdem keiner von vornherein ausgeschlossen ist. Interessante Frage übrigens!

Jetzt habe ich das Problem von LeniS auch gerafft. DH!

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Das ist so nicht ganz richtig. Das Christentum hat damit nichts weiter getan, als sehr viel ältere heidnische Glaubensvorstellungen zu übernehmen. Diese Glaubensidee vom Gott, der stirbt, durch die Unterwelt geht und dann wieder aufersteht geht auf sehr frühe Kulturen zurück und dürfte bereits in der Steinzeit entstanden sein, als die Menschen den Ackerbau entdeckten.

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@Reling

hihi. ich liebe es wie die relis und die athis hier sich gegenseitig widerlegen ;-)

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@drsnuggles1980

@Reling

Ich frag mich immer wieder, warum du irgendwelche Antworten, die meistens sogar richtig sind, kritisieren und als Schwachsinn darstellen musst, nur weil sie dir nicht ins Konzept passen. Weil einfach dein Hirn zu klein ist, um an einen Gott zu glauben. Auf dich hört hier eh keiner, weil du (wiedermal) am Thema vorbeilaufst...

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Ich verstehe die Kritik von Reling auch nicht. Die Antwort von dreadnought ist voll und ganz richtig. Für alle die es interessiert, habe ich hier eine der von ihm angeführten Bibelstellen zum nachlesen:

Darum heißt es: "Er ist aufgefahren in die Höhe und hat das Gefängnis gefangengeführt und hat den Menschen Gaben gegeben." Daß er aber aufgefahren ist, was ist's, denn daß er zuvor ist hinuntergefahren in die untersten Örter der Erde? Der hinuntergefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, auf daß er alles erfüllte. (Epheser 4, 8-10)

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@LeniS

@dreadnought

Hier ist nur noch der räumliche Bezug zu ergänzen. Die Darstellung folgt dem damals gängigen Weltbild. Danach war die Erde eine Scheibe. Unter der Erde war die Unterwelt, das Reich der Toten und über der Erdenscheibe wölbte sich eine Schale des Himmels und über der Schale des für uns sichtbaren Himmels wohnte Gott mit seinen Engeln oder die Götter. Daher "hinabgestiegen" und "aufgefahren". Nach unserem heutigen Weltverständnis können wir diese Bilder selbstverständlich nicht mehr wörtlich nehmen.

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Eigentlich relativ logisch zu erklären, auch wenn ich nichts damit zu tun hab. Es ist hinabgestiegen in das Reich des Todes weil der Tod negativ dargestellt wird. Lange Zeit wurde ja (vor allem Mittelalter) der Tod als schrecken und Hölle dargestellt und aufgefahren in den Himmel weil der Himmel als Reich Gottes und oben ist...

Zwischen der Auferstehung und der Himmelfahrt verging einige Zeit.

Einen Himmel gab es schon, aber man kam da noch nicht durch die gegenüber dem Alten Testamen abgeschwächten Regeln des Neuen Testaments rein. Und für Normalsterbliche war es auch nicht üblich (und auch nicht nötig, weil ja die keine Auferstehung beweisen mussten) zwischen Tod und Himmel noch ein wenig auf Erden herumzuwandeln.

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