HILFE!Probleme mit der Mauer des Nachbarn!

7 Antworten

Ich sehe es so wie Der Hans. Euer Grundstück hat durch diese Mauer aus Erde (wir werden wohl als schwachsinniger hier) eine Wertminderung für euer Grundstück gebracht. Sicherungsarbeiten in vor benanntem Umfang würde ich nicht hinnehmen. Selbstverständlich braucht der Nachbar nicht zu unterschreiben, wenn ihr den Grenz- und Abstandsflächenabstand einhaltet. Von daher kann der euch also nicht in die Suppe spucken. Wenn der nun einen Erdwall errichtet, sodass der Nachbar hohe finanzielle Aufwendungen investieren muss, dann ist das für mein Rechtsempfinden nicht hinnehmbar. Entweder der Nachbar errichtet eine Mauer oder einen Zaun oder irgendwelches Grünzeug (so wie andere normale Leute) oder er hat mit seinem "Naturhaufen" entsprechend von der Grenze wegzubleiben sodass seine Nachbarn finanziell nicht an seinem Wahn beteiligt werden.

Ich rate zu einem Anwalt. Hört euch um, es gibt Anwälte die sich auf Baurecht spezialisiert haben. Auch hier gilt wie bei so vielem: Es gibt ein paar Gute und ganz viele Schlechte.

Die Firma, die seine bewehrte Erde gebaut hat, hat uns danach eine statische Berechnung geschickt in der steht, dass die Mauer nicht standhalten wird wenn wir wie geplant diesen Keller an dieser Stelle ausheben. Auch unsere Baufirma hat und dies bestätigt und laut Berechung kostet die Absicherung zwischen 10.000 und 30.000€...

Tja, da habt ihr wohl eher ein schlechtes Geschäft gemacht.

Nun alles schön und gut aber unsere Überlegungen: Wir kaufen einen teuren Grund, halten uns an den Bebauungsplan und alle Vorgaben und dürfen dann unser Haus/Keller nicht auf 3m zum Nachbarn hinstellen weil dieser eine Mauer baut die nicht stabil genug ist?

Ja, so ist es. Denn Euer Bauvorhaben darf unbeachtet der grundsätzlichen Rechtslage (Abstandsflächen nach BauO etc.) keinen genehmigten Baubestand auf angrenzenden Grundstücken gefährden. Nachdem das BV des Nachbarn rechtlich einwandfrei war aufgrund beantragter und erteilter Genehmigung, müsst ihr die entsprechende Bewehrung vornehmen oder weiter abrücken. Dir rechtliche Klärung wäre hier eher in Bezug auf eine mögliche Inanspruchnahme des Verkäufers zu prüfen (nachträgliche Kaufpreisminderung). Eine Auseinandersetzung mit dem Nachbarn ist m.E. unter dieser Sachlage von vorneherein aussichtslos.

Nachtrag: Bei Fragen zum Baurecht bitte zumindest das betreffende Bundesland mit angeben; Baurecht ist im Wesentlichen Ländersache.

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Genau deswegen gibt es Bebauungsgrenzen. Wenn er direkt auf die Grundstücksgrenze baut, darf er sich nicht beschweren, wenn bei der Bebauung des Nachbargrundstücks, sein Baukörper gefährdet wird.

Auch wenn es nur eine "Anzeigepflicht" gibt, muss sein Bauvorhaben den baurechtlichen Bestimmungen entsprechen.

Sonst würde er ja jetzt praktisch dein Grundstück wertlos gemacht haben.

Hier gilt nicht etwa das Recht des Stärkeren, oder dessen, der zuerst gebaut hat

Das haben wir der Gemeinde auch so gesagt- die sagen, dass Stützmauern dieser Art auf die Grundgrenze gebaut werden dürfen. Aber logisch ist doch: er kann die Mauer schon auf die Grundgrenze bauen aber doch nur wenn diese standhält oder?

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@smhoerti

Er kann dir jetzt nicht verbieten die Bebauungsgrenze auszunutzen- Wenn dadurch seine Mauer einfällt, hat er eben Pech gehabt.

Das sollte dann natürlich von einer versierten Firma ausgeführt werden. Vor allem solltest du vor Baubeginn eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen. Damit hättest du auf jeden Fall einen Rechtsbeistand, falls da etwas passiert.

Diese ist leider nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber äußerst sinnvoll und kostet NICHT die Welt. Das macht nicht mal 0,5 % der Bausumme aus

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@DerHans

Das ist falsch. Auch wenn ihr bauplanungsrechtlich unmittelbar an der Grenze bauen dürft dürft ihr während der Bauzeit Nachbargebäude nicht beschädigen. Ihr müsst so bauen dass bauliche Anlagen auf dem Nachbargrundstück weder beeinträchtigt noch gefährdet werden. D.H. Eure Baugrube muss von der Grenze abrücken oder ihr müsst für die Baugrube eine ordnungsgemäße Befestigung während der Bauzeit einrichten. Das muss dann Euer Statiker berechnen.

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Genau deswegen gibt es Bebauungsgrenzen. Wenn er direkt auf die Grundstücksgrenze baut, darf er sich nicht beschweren, wenn bei der Bebauung des Nachbargrundstücks, sein Baukörper gefährdet wird.

Rechtsirriger Unfug. Die Regelung zu Abstandsflächen lt BauO definiert nur, in welchem Abstand eine Bebaung dem Grundsatz nach zulässig ist. Sie besagt rein gar nichts dazu, ob ein BV im Einzelfall per se auch tatsächlich genehmigungsfähig ist.

Auch wenn es nur eine "Anzeigepflicht" gibt, muss sein Bauvorhaben den baurechtlichen Bestimmungen entsprechen.

Das tut es.

Sonst würde er ja jetzt praktisch dein Grundstück wertlos gemacht haben.

Nein, aber er kann darauf bestehen, dass sein Eigentum nicht geschädigt wird. Wenn das dem Erwerber zu teuer ist, ist das nicht das Problem des Nachbarn.

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