Wertigkeit Metalle?

5 Antworten

In den Hauptgruppen gilt die folgende Faustregel: Die maximale Oxidationsstufe ist die Gruppennummer (bzw. Gruppennummer minus Zehn in der dümmlichen neumodischen Nummerierung). Die minimale Oxidationsstufe ist die maximale minus acht, aber Metalle haben fast nie negative Oxidationszahlen, also minimal Null. In der ersten Achterperiode gibt es ein paar Unregelmäßigkeiten, weil O und F so elektronegativ sind, daß sie nie positive Oxidationszahlen annehmen (bei Sauerstoff gibt es ganz wenige Fälle wie OF₂).

Bei schweren Elementen ist die maximale Oxidationszahl unbeliebt, die bevorzugen Gruppennummer minus zwei. Germanium ist fast immer vierwertig, Zinn kann sich zwischen zwei und vier schlecht entscheiden, und Blei kriegt man nur mit Mühe in die vierwertige Form.

Bei den Nebengruppen ist es sehr kompliziert https://www.gutefrage.net/frage/wertigkeit-von-nebengruppenelementen-bestimmen?foundIn=list-answers-by-user#answer-265344672

Da muß man viel lernen, um alle Wertigkeiten aller Elemente zu beherrschen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Chemiestudium mit Diss über Quanten­chemie und Thermodynamik

Bei Hauptgruppenelementen der oberen drei Perioden kann man das an der Hauptgruppennummer erkennen.

Gruppe 1 bis 4: Wertigkeit = Gruppennummer; Gruppe 5 bis 7: Wertigkeit = 8 - Gruppennummer. (Gruppe 0 / 8, Edelgase, kann in der Schule als nicht-reagierend betrachtet werden)

Weiter unten im Periodensystem funktioniert das nur noch mit den Hauptgruppen 1, 2 und 7. Bei allen anderen Elementen und insbesondere den Übergangsmetallen spielen Effekte in der Elektronenhülle eine Rolle, die für die Schule zu kompliziert sind.

Kupfer ist dummerweise ein Übergangsmetall und kann 1- oder 2-wertig sein. Eisen 2- oder 3-wertig. Aber ich glaube nicht, dass irgendjemand das der Elektronenkonfiguration ansehen kann (ohne eine nur zufälligerweise stimmende Regel - man kann das berechnen, sollte aber einen leistungsfähigen Computer haben).

Woher ich das weiß:Hobby – seit meiner Schulzeit; leider haupts. theoretisch

Die erste rundum richtige Antwort. Ich wollte auch gerade was schreiben, aber das ist nun nicht mehr nötig ;))

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Muss revidieren: stimmt schon in der 2. Periode nicht mehr. Phosphor ist 3- oder 5-wertig, Schwefel 2-, 4- oder 6-wertig, Chlor 1-, 3-, 5- oder 7-wertig. Auch die Regel für die 7. Hauptgruppe stimmt nicht (s. Chlor)

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Zunächst mal hängt es nicht von der Ordnungszahl ab, sondern von der Stellung im PSE, hauptsächlich von der Gruppennummer.

Dazu gibt es eine Handvoll Hauptregeln und wahrscheinlich doppelt so viele Nebenregeln.

Hier erst mal die Hauptregeln:

  1. Bei den Hauptgruppenmetallen der Gruppen 1 - 2 entspricht die Wertigkeit der Gruppennummer.
  2. Bei den Hauptgruppenmetallen der Hauptgruppen 3 - 6 kommt zur Wertigkeit=Hauptgruppe eine um 2 verminderte dazu. Diese wird um so wichtiger bzw. häufiger, je schwerer das Element ist. So tritt Blei in den Wertigkeiten 2 und 4 auf, und 2 ist der Normalfall.
  3. Bei den Nebengruppenmetallen steigt die maximale Wertigkeit zunächst mit der Gruppennummer, bis zu einem Maximalwert bei Mangan(7), Ruthenium(8) und Iridium(9). Danach sinkt sie bis auf 2 bei Zink, Cadmium und Quecksilber.
  4. Die häufigste Wertigkeit entspricht bis zu Vanadium, Molybdän und Wolfram/Rhenium der Gruppennummer, rechts davon ist sie häufig/meist 2 oder 3, und man muss sich die häufigsten merken. Die schweren Reihen der Übergangsmetalle bevorzugen eher höhere Wertigkeiten.
  5. Die Lanthaniden und Actiniden treten meist nur 3wertig auf, mit Ausnahmen. Nur weil sie im Unterricht kaum auftauchen, fasse ich die Ausnahmen mal unter Nebenregeln und ignoriere sie folglich.

Vielleicht merkst du dir anfangs erst mal die Beispiele, denn mit Beispielen lernt man die Regeln besser.

Du kannst es an der Gruppe (der Spalte im PSE) ablesen.

Die unterste Schale hat immer max. 2 Elektronen. Die folgenden 8. Nehmen wir mal Mangnesium, das steht in der 2. Hauptgruppe und hat die Ordnungszahl 12. Das heißt es hat als Element 2 e- i der ersten Schale, 8 in der zweiten und 2 in der dritten. Elemente streben immer die besonders stabile Edelgaskonfiguration an, d.h. äußerste Schale voll besetzt. Wenn Mg jetzt also 2 e- aus der dritten Schale abgibt, dann hat es als äußerste Schale die zweite mit vollen 8 Elektronen. Deshalb ist ein Mg-Kation zweifach positiv geladen (2 Elektronen weniger als Protonen (s. Ordnungszahl)).

Du würfelst Periode und Schale durcheinander.

Das ist falsch, selbst wenn die Schiule das falsch bzw. sehr unscharf lehrt.

Davon abgesehen, dass du die Frage überhaupt nicht beantwortet hast.

2

Man kann es an den Hauptgruppen erkennen. Gehem zwei Elemente eine Bindung ein, wollen beide eine Vollständige äußere Schale haben.

Beispiel: Kalium (K) und Brom (Br) --> Kalium steht in der 1. Hauptgruppe und hat somit nur 1 außenelektron und Brom in der 7. und hat somit 7 außenelektronen.

Beide wollen aber 8 haben und daher zieht Brom Kalium 1 elektron ab und beide haben nun 8 elektronen auf der äußersten Schale.

Zu deiner Frage: in diesem Beispiel zieht Brom Kalium 1 Elektron ab und von daher gibt Kalium sein Elektron ab.

Mfg

André

Du nennst die Wertigkeit für exakt ein Metall, Kalium.

Das ist nicht annähernd eine Regel.

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