Hilfe Karikaturen beschreibung?i can not get the tag off my designer bluse?

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5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein "Tag" ist im eigentlichen Sinne das Preisschild oder das Etikett. Im erweiterten Sinn ist es die Last oder die Bürde, die man mit Plackerei und sogar Tod der aus Bangladesch kommenden Arbeitssklaven bzw. deren gefertigten Billigklamotten einkauft. Diese wiegt so schwer, dass man sie nicht einfach abbekommt.

Versuch das mal auf englisch, schreibs hier rein, dann gucken wir drüber.

Danke dir, dass hat mir echt viel weiter geholfen.Was würdest du sagen ist denn die Aussage des Karikaturisten?Und würdest du sagen, dass du dem Karikaturisten zustimmst mit seiner Aussage?

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@Sonnenblume633

Natürlich ist das auf eine Art die Aussage des Karikaturisten. Das ist Kritik am Billgwahn in der Textilundistrie, wie sie in der westlichen modernen Welt gern und oft vorgebracht wird, wo die Leute aber während sie sich darüber beklagen, selbst T-Shirts für 6,99 vom Kik anhaben. Wie ich hier sitze und das ebenso verdamme, habe auch ich ein T-Shirt von Mister&Lady aus dem Schlussverkauf für 4,99 an.

Natürlich stimme ich dem Grundsatz zu. Aber es ist wie mit dem Fleischkonsum von Billigfleisch aus den Großschlachtereien. Jeder weiß, dass man es ändern müsste, und z.B. lieber weniger, und dafür besser produziertes Fleische konsumieren sollte, aber in vielen Fällen bleibt es halt beim Wollen.

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Vor dem Umtausch- und Rückgabeschalter in einem Kaufhaus steht eine entrüstete Frau und hält eine rot weiß gestreifte Designerbluse vor sich. Aus der Bluse hängt eine Kette heraus, an deren Ende ein monströser Totenkopf befestigt ist und am Boden liegt. Auf der Wange des Totenschädels, der augenlos in die rechte Ecke schaut, steht: "Made in Bangladesh". Aus dem Rückgabeschalter schaut eine Verkäuferin heraus. Die Dame mit der Designerbluse beschwert sich: "Ich bekomme das Etikett nicht aus meiner Designerbluse". 2 weitere Kunden haben je 1 Schachtel in Händen, die sie offensichtlich auch umtauschen wollen - und schauen interessiert der Szene zu.

Klar gehts um Arbeitsausbeutung in Bangladesh und um Verantwortungslosigkeit berühmter internationaler Labels, in Entwicklungsländern zu Hungerlöhnen fertigen zu lassen und die Ware zu Spitzenpreise im reichen Wertewesten zu verkaufen. Die Größe des Totenschädels läßt vermuten, daß es sich nicht zw. nicht nur um Kinderarbeit, sondern besonders um unterbezahlte Akkordarbeit von Erwachsenen handelt. Zudem wurden ja in sträflichster Weise Sicherheitsvorschriften mißachtet, sodaß schon ganze Fabrikhochhäuser in Bangladesh verbrannten, zusammenstürzten, die Arbeitskräfte darin sich nicht retten konnen. Und daß diese Arbeitsausbeutung und Verletzung der einfachsten Sicherheitsregeln enorme Größen angenommen hat und sich nicht mehr an einem Etikett (made in Bangladesh) verstecken läßt. Die Anklage der Karikatur zielt daher primär auf die Schickeria Labels, die die Hungerlöhne in Bangladesh zulassen. Und an die Kundschaft, die sowas kauft. Und an die Fabrikbesitzer in Bangladesh und die Obrigkeit, die diesen Zuständen ohne Regung zuschaut. Aber anscheinend merkt die Kundschaft/die Öffentlichkeit, langsam, was da vorgeht. Und beschwert sich beim Verkäufer.

https://www.globalpeoplestrategist.com/employee-rights-in-bangladesh/

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/brand-bangladesch-fabrik

Zitat: Vier Stunden lang brannte die mehrstöckige Fabrik am Rand von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Hunderte von Arbeitern waren eingeschlossen, viele starben im Feuer. ... Bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch sind mindestens 112 Menschen gestorben. Das Feuer brach am Samstagabend in einem neunstöckigen Gebäude im Industriebezirk Savar am Rand der Hauptstadt Dhaka aus; erst nach vier Stunden brachte die Feuerwehr den Großbrand unter Kontrolle. Nach dem Ende der Löscharbeiten wurden 100 Leichen aus der Fabrik geborgen. Weitere zwölf Menschen, die sich schwer verletzt hatten, nachdem sie aus dem brennenden Haus gesprungen waren, starben im Krankenhaus.

Die Zahl der gefundenen Toten könne weiter steigen, da die Suche nach Opfern andauert, teilte die Feuerwehr mit. Örtliche Medien zählen bereits 124 Tote. Weitere 200 Menschen erlitten Verbrennungen. Etwa 1.000 Arbeiter und Arbeiterinnen nähten zum Zeitpunkt des Unglücks in der Fabrik.

VIELEN VIELEN DANK DU HAST DIR JA ECHT MÜHE GEGEBEN!DANKE dass kann ich echt super gebrauchen.

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Es lässt sich nicht verschleiern (Label abnehmen), dass die Kleidungsstücke unter miesen Bedingungen in Asien hergestellt werden:

Solange sich das Konsumverhalten der reichen Länder nicht ändert, wird der extreme Preisdruck bestehen bleiben. Die Textilindustrie in Bangladesch gibt ihn direkt an die Schwächsten weiter – an ihre eigenen Mitarbeiter.

https://www.zeit.de/gesellschaft/2017-02/bangladesch-dhaka-textilindustrie-billigloehne

Hey,danke erstmal.

Was würdest du sagen ist denn die Aussage des Karikaturisten?

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Dies ist wahrscheinlich globalization mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Child labours o.ä

Hierbei fungiert das Tag als die Anprangerung der Zwangsarbeit/ Kinderarbeit in Entwicklungsländern und sich diese nicht einfach so entfernen oder vergessen werden können.

Zudem wollen Designer( sprich Marken, die eigentlich höhere Qualität, dementsprechend auch höherer Preis) deren Herstellungsverfahren-und Ort verschleiern. Man kann diesen Fakt nicht rückgängig machen und austauschen kann.

Die Käuferin will dies nicht realisieren und diese Umstände ausblenden, was eine Kritik an der Marktwirtschaft sein soll.

VIELEN VIELEN DANK, dass hat mir echt viel weiter geholfen Aber was würdest du sagen ist denn die Aussage des Karikaturisten?Und würdest du sagen, dass du dem Karikaturisten zustimmst mit seiner Aussage?

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@Sonnenblume633

Ja, würde ich. Der Autor kritisiert hier, dass die soziale Marktwirtschaft sozusagend dem Problem nicht is Auge schauen will, obwohl es vor einem ist und dieses egozentrische Verhalten zum Tode führen kann, was am Beispiel des Entwicklungslandes Bangladeschs erläutert wird.

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Er kann die Etikette nicht aus ihrer super teuren Bluse bekommen. Hier meint die Etikette das leid der Menschen, welches für die Bluse schuften müssten ohne ordentlich entlohnt zu werden. Diese Information wird oft achtlos weggeworfen, genau wie die Etikette im inneren de Bluse.

Dankeschön!:)

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@Thaumaturg

Wenn ich dich noch eine Sache fragen dürft...Was würdest du sagen ist denn die Aussage des Karikaturisten?Und würdest du sagen, dass du dem Karikaturisten zustimmst mit seiner Aussage?

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@Sonnenblume633

Seine Aussage ist das Menschenleben den luxussüchtigen so egal wie Etiketten in der Kleidung sind und ich gebe ihm Recht.

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