Hauskauf, gekauft wie gesehen, wie funktioniert das in der Praxis?

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Ganz schwierige Frage, selbst nach Auskunft meines Notars mit dem ich mehr als 20 Jahre zusammenarbeite, nicht so einfach zu beantworten. Also Tatsache ist, der Verkäufer muss Mängel an dem Haus dem Käufer mitteilen, ansonsten wird das als argliste Täuschung angesehen, und der Verkäufer muss dafür einstehen. Wenn der Mangel nachweisbar dem Verkäufer nicht bekannt war, so muss man prüfen, wann der Mangel entstanden ist, vor oder nach Unterzeichnung des Kaufvertrages. Außerdem ob es ein Gebrauchgegenstand ist (z.B. Durchlauferhitzer) oder zur Bausubstanz des Hauses gehört (Z.B. Fenster), davon hängt ab ob es ein versicherter Schaden ist, sprich ob die Versicherung das bezahlt. Ist der Schaden nicht versichert gewesen und ist der Schaden dem Verkäufer nicht bekannt gewesen, dann muss der Käufer diesen übernehmen. Das ist Pech, insofern gilt bei Immobilien "gekauft wie gesehen". War es versichert, dann zahlt die Versicherung, wichtig ist nur das Verkäufer auch die Prämie in der Zeit auch bezahlt während die Eigentumsübertragung vollzogen wird. Ist die Prämie nicht bezahlt worden (z.B. Brandschaden) muss die Versicherung nicht zahlen. Vorsicht! Ansonsten muss ich dem Vorredner zustimmen, besorge Dir einen guten Sachverständigen, der das Haus auf Mängel genau prüft, das führt auch meist zu einem günstigeren Kaufpreis, lohnt sich fast immer. Zusätzliche Vereinbarungen im Kaufvertrag, muss man den Notar fragen, ob diese gesetzlich zulässig sind. Außerdem werden sich die Kaufpreisverhandlungen dann schwieriger gestalten, weil der Verkäufer natürlich im Gegenzug etwas für diese zusätzliche Vereinbarung haben will. Zusätzliche Vereinbarungen, die über dem Normalen hinaus gehen, halte ich im Regelfall eher für kontraproduktiv, also besser wenn möglich vermeiden. Sokol Mihajlovic

Eine Bestandsimmobilie wird stets "gekauft wie gesehen". Der Verkäufer haftet jedoch stets für Mängel, die ihm bekannt, aber nicht offensichtlich sind. Er darf nichts verschweigen. Wenn sich z.B. nach dem Kauf herausstellt, dass der Keller von außen nass wird und der Verkäufer die Feuchteschäden von innen nur optisch beseitigt hat, um das Haus gut zu verkaufen, kann der Kaufvertrag ggf. "rückabgewickelt" werden. Dazu braucht man jedoch als Laie in jedem Fall einen Rechtsanwalt. Ein Käufer und auch ein Sachverständiger sind nicht zu einer Tiefenprüfung verpflichtet, d.h., sie müssen nicht irgendwo etwas zerstören, um zu erkennen, wie der Zustand im Innern beschaffen ist. Ein Sachverständiger hat aber technische Möglichkeiten, um z.B. Feuchte- und Temperaturmessungen an Bauteilen vorzunehmen und kann daraus Rückschlüsse auf die Bausubstanz ziehen. Ein (unabhängiger) Bausachverständiger kostet etwas Geld, ist aber sehr hilfreich. Das kann auch ein erfahrener Makler sein, aber nicht gerade der beauftragte Verkäufer-Makler...

ich glaube, hier haben sich die gesetzlichen vorschriften durch irgendein Urteil aber geändert... Die Formel "gekauft wie gesehen" gilt nun nicht mehr wirklich, der Verkäufer kann nun wesentlich leichter zur Verantwortung gezogen werden. Musst mal googln :)

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Grüße Danke im Voraus.

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Wir haben vor 2 Monaten ein Haus gekauft, es war nur ein Gutachter von der Bank vor Ort wegen Wertermittlung. Ja, ich weiß, wir waren blauäugig und hätten noch einen Baugutachter holen müssen, da haben wir einfach nicht mehr dran gedacht. Das Haus ist so weit auch ok, aber, folgendes ist jetzt bei der Renovierung aufgefallen. 1.: die Elektrik ist nicht an den FI-Schalter angeschlossen. Die Verkäufter sagten uns unter Zeugen, im Rahmen des Anbaus 1998 ist die Elektrik im gesamten Haus erneuert worden. Also geht man auch davon aus, dass diese an den FI-Schalter angeschlossen ist, da sonst sehr gefährlich und in Deutschland ist es ja Pflicht, dies zu machen. 2: Wir haben von der Maklerin eine Flurkarte erhalten, wo alles ok war, sprich, die Grenzen wurden eingehalten. Nach Kauf haben uns die Verkäufer Ihre privaten Hausunterlagen ausgehändigt und da war eine Flurkarte dabei, wo man sieht, dass die Garage des Nachbarn etwas 2 Meter auf unserem Grundstück steht.

Das ist in unseren Augen nicht ok, beides. Zu der Stromsache sagen die Verkäufer, sie wussten davon nichts, haben das Haus so gekauft. Nur sagen wir, sie sind die Verkäufer und müssen ja auch sicher gehen, dass das was sie weitergeben auch so ist und nicht jetzt einfach die Hände heben und sagen, wussten davon nichts, sorry.

Zu Thema zwei, das haben wir noch nicht angesprochen, weil da mit Sicherheit das selbe gesagt wird. Ich habe heute bei unserer Rechtschutz angerufen und mich beraten lassen von einem Anwalt, der sagte, haben bei beiden Punkten keine Chance, Geld zurück zu kriegen, denn wir haben im Notarvertrag die Klausel "Gekauft wie gesehen" unterschrieben, welche besagt, die Verkäufer können für keine auftretenden Schäden oder Fehler haftbar gemacht werden, außer es ist arglistige Täuschung. Das ist bei dem Thema Strom nicht nachweisbar und bei der Sache mit der Katasterkarte steht dann auch Aussage gegen Aussage, dann geht das ganze vor Gericht und meistens sagen diese im Endeffekt, ist das Versäumnis des Käufers, wir hätten zum einen einen Baugutachter nehmen können/müssen um auf Nummer sicher zu gehen, zum anderen hätten wir jederzeit selbst eine Karte beim Katasteramt einfordern können.

Und der Anwalt meinte, wie wollen wir denen nachweisen, dass das mit der Karte arglistige Täuschung war? Er sagt, bei zwei Metern Grundstück, wo da verloren gehen, hätten wir beim Kaufpreis nicht wirklich was gutmachen können und im Nachhinein auch nicht und die Verkäufer sagen dann, sie hätten nicht gewusst, was die Maklerin für eine Karte hatte und weitergegeben hat, da sie sich um diese Unterlagen nicht gekümmert haben.

Tolle Wurst, wir wollen das aber nicht einfach so hinnehmen, habt ihr eine Idee oder ähnliche Erfahrungen, die anders ausgingen? Wenn wir vielleicht wenigstens die Elektrikerrechnung (der muss ja nun kommen, um die Elektrik anzuschließen und abzunehmen) den Verkäufern einreichen können.

LG

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