Haus wo ich zur Miete wohne wird versteigert?

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10 Antworten

Es gibt im BGB den Grundsatz "Kauf bricht nicht Miete", das heißt, dass ein Käufer den Mietvertrag so übernehmen muss wie er ist.

Aber der "Neue" darf dann unter Berufung auf § 57a Zwangsversteigerungsgesetz mit gesetzlicher Frist kündigen. Bei einer Wohndauer von vier Jahren gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Darauf wirst du dich wohl oder übel einstellen müssen. Aber wenn du jetzt schon weißt, wann das Haus versteigert wird, solltest du die zusätzliche Zeit nutzen für den Fall der Fälle. Der neue Eigentümer (nicht Besitzer! Besitzer einer Wohnung ist der Bewohner) ist nicht verpflichtet, dir Ersatz zu suchen, das ist allein deine Sache.

Der Ersteigerer erwirbt übrigens schon mit dem Zuschlag in der Versteigerung das Eigentum am Grundstück (§ 90 ZVG), nicht erst mit der Eintragung im Grundbuch.

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Ob und wann Du raus mußt kann man nicht sagen.

Der Ersteher kann das Mietverhältnis nach der Versteigerung, soweit ich weiß binnen 4 Wochen, ohne Grund, zum nächstmöglichen Termin kündigen.

Versäumt er das, bleibt ihm, wenn er das Mietverhältnis nicht mit Euch fortsetzen möchte, nur noch die Kündigung aus wichtigem Grund. Zum Beispiel Eigenbedarf.

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Hallo das Haus wo ich seit 4 Jahren wohne wird jetzt im Sep. Versteigert . Wie sieht es dann aus ? Muss ich raus ?

Wenn der Ersteigerer dort wohnen will, kann er Dir kündigen.

Wenn ja muss der neue Besitzer mir was gleichwertiges suchen ?

Nein, muss er zu Deinem Leidwesen nicht.


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Der neue Besitzer kann dich als Mieter übernehmen oder dir eine fristgerechte Kündigung zukommen lassen. Aber er muss dir keine Wohnung suchen. Das musst du schon selbst erledigen.

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Kommentar von DarthMario72
15.06.2016, 12:25

Grundsätzlich hast du Recht. Allerdings nicht der neue Besitzer, sondern der neue Eigentümer. Besitzer einer Wohnung ist üblicherweise der Bewohner.

Eigentümer einer Sache ist derjenige, dem sie gehört, Besitzer ist derjenige, der die tatsächliche Gewalt darüber hat - rechtlich gesehen ein wichtiger Unterschied.

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Soweit es sich um ein Einfamilienhasu handelt ist zu vermuten, dass der zukünftige Eigentümer kündigen  wird.

Lies Dich hier erst einmal ein:

Sonderkündigungsrecht nach einer Zwangsversteigerung - Mietrecht.org

www.mietrecht.org/kuendigung/sonderkuendigungsrecht-nach-zwangsversteigerung/
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Kommentar von ViviLotte
15.06.2016, 11:44

Nein das ist ein zwei Familienhaus

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Kommentar von ViviLotte
15.06.2016, 11:44

Und mit 100% Sicherheit wollen die nicht einziehen .

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Ihr Mietvertrag gilt zunächst unverändert weiter, da weder Kauf noch Versteigerung bestehende Mietverträge brechen.

Für den Ersteher indessen gelten die üblichen Kündigungsmöglichkeiten, nachdem er im Grundbuch als neuer Eigentümer eingetragen ist.

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Kommentar von anitari
15.06.2016, 12:06

Bei Zwangsversteigerung ist Eigentumsübergang sofort nach Zuschlag. Wann der Grundbucheintrag erfolgt ist unwichtig.

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Du musst da nicht automatisch raus. Aber der Erwerber kann Eigenbedarf anmelden und das Mietverhältnis kündigen. Dann musst du raus. Eine neue Wohnung musst du dir dann aber selber suchen, dazu ist der Erwerber nicht verpflichtet.

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Kommentar von DarthMario72
15.06.2016, 12:22

Bei Zwangsversteigerung darf auch ohne Grund gekündigt werden. (§ 57a Zwangsversteigerungsgesetz)

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Der neue Eigentümer "kauft" Euch mit.

Er kann dann wegen Eigenbedarf kündigen.

Bei 4 Jahren zur Miete hast Du dann eine Kündigungsfrist von 3 Monaten

Nein er muss Dir nichts neues suchen.

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Kommentar von anitari
15.06.2016, 11:29

Er kann dann wegen Eigenbedarf kündigen.

Nach der Versteigerung kann er auch ohne Grund kündigen.

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Der neue Eigentümer "ersteigert" Deinen Mietvertrag mit.

Das heißt er hat dieselben Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag wie der alte Eigentümer auch.

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Erst einmal bricht Kauf nicht Miete.

Der Erwerber kauft also deinen Mietvertrag mit.

Nach der Grundbucheintragung kann er dann mit Eigenbedarf kündigen.

Dadurch hast du etwas länger Zeit, dir eine neue Bleibe zu suchen. Wie du das anstellst, ist aber deine Sache.

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Kommentar von DarthMario72
15.06.2016, 12:30

Nach der Grundbucheintragung kann er dann mit Eigenbedarf kündigen.

Da irrst du. Der Ersteigerer erwirbt schon mit dem Zuschlag in der Versteigerung das Eigentum am Grundstück (§ 90 ZVG), nicht erst mit der Eintragung im Grundbuch. Somit kann er am Tag des Zuschlags schon mit entsprechender Frist kündigen!

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