Hat jemand von euch Erfahrungen mit HALLUX VALGUS. Operieren oder eher nicht. Kennt ihr Alltanativen zur OP?

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9 Antworten

also: ich habe das bereits hinter mir. rechts vor einigen jahren. der linke ist im herbst dran. ich hab das ambulant machen lassen. danach erstmal hochlagern, so wenig wie möglich gehen und nur mit spezialschuh. in der ersten nacht danach, war das ganze sehr schmerzhaft, dann aber gut. außerdem bekommt man starke schmerzmittel. aber du glaubst wohl nicht, dass ewige schmerzen, die man ohne diese op hat, besser sind?...... das ist die einzige alternative!! ich hab schon oft leute auf ihren HV angesprochen und ihnen eine op nahe gelegt. als ärztin!? sollte man auch wissen, wie wichtig fußgesundheit, bzw. ein richtiges gehen ist. bei solchen fehlstellungen, beeinflußt man den ganzen körper negativ. durch eine schonhaltung, kommen früher oder später, knie-, oder hüftprobleme dazu. für die wirbelsäule ist das auch nicht gesund. sucht einen arzt, der damit erfahrung hat und wartet nicht unnötig. übrigens....... frauen bekommen auch mehr als ein kind..........

katjamiller 15.10.2014, 18:47

Hallo!

Ich hab eine Frage, hab irgendwo gelesen das es trotzdem nachwächst, stimmt es? Liebe grüße

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Kristi888 04.01.2016, 17:13
@katjamiller

Kann passieren, dass es nach vielen Jahren nach der OP wiederkommt. Aber wenn du deine Fußmuskulatur stärkst(Barfusslaufen, Physio) und auf hohe und sehr enge Schuhe größtenteils verzichtest ist es eher unwahrscheinlich.

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Ich habe da ein gutes Buch gelesen, das beschreibt, wie man mit regelmäßigem Fußtraining trotz Hallux Valgus noch gut laufen kann. Es zeigt Übungen, die den Fuß insgesamt stärken. Es heißt "Frauen, wie geht es euren Füßen?" von Maria Bechheim Icxh denke Schmerzmittel sind überhaupt keine Lösung. Die Schmerzen zeigen ja, dass etwas nicht im Lot ist. Fusstraining satt Schmerzmittel!!

Hallo, ich habe selber beide Füße operieren lassen im Abstand von einem Jahr. Die erste OP ist sehr gut verlaufen, 4 Tage Klinik, 6 Wochen Vorfußentlastungsschuh und dieselbe Zeit krankgeschrieben und an Krücken gegangen. Zuhause dann habe ich nach wenigen Tagen starke Schmerzen im Bein bekommen, dachte, dass es ein Muskelkater ist. Das war aber ein Irrtum, wie sich ca 3 Monate später herausstellte. Ich hatte zwei Thrombosen im Unterschenkel bekommen und bin 3 Monate damit herumgelaufen. Der Spezialist meinte, ich hätte Glück, überhaupt noch am Leben zu sein. Ich wurde nicht informiert, dass ich in der ersten Zeit noch Heparin spritzen muss. Ich habe dann ca 3 Monate ein Blutverdünnungsmittel genommen und dann war alles in Ordnung. Das ist jetzt 9 Jahre her und mein Fuß sieht inzwischen wieder genau so aus, wie vor der OP.

Im Jahr danach wurde dann der zweite Fuß operiert. Diesmal bekam ich einen Gehgips verpasst, wurde nach 2 Tagen bereits entlassen und sollte täglich zum Arzt, die Wundheilung überprüfen zu lassen. Ich denke, es war der dritte Tag, als ich zur Kontrolle ging und ins Krankenhaus geschickt wurde, weil die Wunde nicht gut aussah. Auf dem Weg dahin ging es mir schon schlecht, in der Ambulanz bekam ich dann Schüttelfrost und einen Filmriss. Als ich wieder wach wurde, hatte ich eine Not-OP hinter mir. Zwei weitere folgten im Abstand von jeweils 2 Tagen. Die nächste OP verweigerte ich, die Wunde wurde nur noch mit einem Skalpell geöffnet, um den Eiter abfließen zu lassen. Nach drei Wochen durfte ich wieder nach Hause. Weitere 6 Wochen krankgeschrieben, vom Arbeitgeber gekündigt und vom Arbeitsgericht eine Abfindung zugesprochen bekommen, die jedoch sehr gering war, da ich in der Firma noch keine zwei Jahre gearbeitet hatte.

Immer wieder Schmerzen im Gelenk und ein Jahr später wieder eine OP, in der das Gelenk der Großzehe entfernt und somit der Zeh versteift wurde. Ich habe jetzt mehrere Schrauben und eine Platte in dem Fuß, aber der Fuß sieht wenigstens auch heute noch richtig gut aus (vom etwas zu kurzen Großzeh abgesehen), weil der Knochen sich nicht mehr verdrehen kann.

Solange ich in dem ersten Fuß keine Schmerzen bekomme, werde ich ihn auch nicht noch einmal richten lassen. Ich trage jetzt Einlagen und kann gut damit leben, dass meine Füße keinen Schönheitspreis mehr erhalten werden. Was mich nicht stört und auch meine Befindlichkeit nicht stört, muss ich nicht wegen der Ästhetik operieren lassen. Die Usache für die Wundinfektion war vermutlich die Zahnprophylaxe, die ich am Tag vor der OP noch habe machen lassen - aus Schaden wird man klug!

Hallo, ich habe mich mittlerweile auf beiden Seiten operieren lassen (in Düsseldorf) und kann ehrlich nicht sagen, das das wirklich schlimm gewesen ist. Etwas heftiger war es nur jeweils in den ersten beiden Nächten nach der OP und dafür habe ich Schmerztropfen mitbekommen. Mir hat mein Chirurg erklärt, das die Zeiten, wo man erst operiert hat, wenn es gar nicht mehr geht, lange vorbei sind. Heute sollte man spätestens (!!!) bei Beschwerden, die auch mit Schienen oder Einlagen nicht mehr weggehen operieren, weil sonst das Gelenk immer mehr kaputt gehen kann püber die Jahre und nachher nur noch eine Versteifung gemacht werden kann. Man kann auch auf Röntgenbildern sehen, wie schlimm es schon aussieht im Gelenk.
Ich kann jedenfalls heute vollkommen schmerzfrei laufen und besser aussehen tut es auch noch ! :-)) LG Steffi

Viele hier sprechen gegen eine OP, ich jedoch hatte im september einen guten Arzt (der mir empfohlen wurde) und kaum Schmerzen nach meiner OP. Er meinte der Eingriff soll für ihn eine der schwersten gewesen sein. Dafür lief alles aber perfekt. Ich war 1 Woche im Krankenhaus und als eine schmerzempfindliche Person habe ich erträgliche Schmerzen gehabt die durch einfache Schmerzmittel beseitigt waren. Nach 6 wochen konnte ich wie vom Arzt versprochen ohne Krücken gehen und hab sogar tanzen können.

Bald sollen mir die Schrauben und die Platte entfernt werden. Noch weis ich nicht wie es dabei ablaufen wird... Aber den grossen Eingriff hab ich hinter mir und werde auch den anderen operieren lassen.

...vielleicht noch eine kleine Ergänzung zum leidigen Thema Schmerzen: Es gibt doch glücklicherweise Schmerzmittel, die man nach einer OP ausreichend verschrieben bekommen und auch einnehmen sollte. Wenn da nichts falsch gemacht wird, und man sich in den ersten Tagen nach einer OP schont, kommt man erfahrungsgemäß gut über die ersten 1-5 Tage, danach geht´s meistens sogar ganz ohne Medikamente. MfG Adrian Wiethoff / ARS PEDIS

Schau mal im http://www.hallux-forum.de nach. Dort gibt es eine rege Diskussion Betroffener. Oder kauf dir das Buch "Frauen, wie geht es euren Füßen? Fußproblem Hallux valgus". Das Buch bringt viele gute Argumente gegen eine Op und zeigt Alternativen durch Stärkung der Fußmuskulatur auf, sowie viele andere Tipps.

halux hat mit schlechtem Schuhwerk ganz wenig oder nichts zu tun. Ich 62J. bin gerade operiert worden. meine Urgroßmutter, Großmutter und Mutter hatten dasselbe Problem. Ein 26Jähriger, den ich kenne, muss seine Schuhe seit Jahren 2 Nummern größer kaufen. Er hat nie Pumps getragen ;-) Wenn Schmerzen auftreten hilft definitiv nichts mehr. Keine Schiene, alles Unsinn! Nur OP! Nicht zu lange warten,sonst wird es immer schwieriger wegen beginnender Arthrose. Wichtig ist ein erfahrener Arzt, am besten stationär! Dann tauchen weniger Probleme auf. Einen Patienten sofort nach Hause zu schicken ist unverantwortlich, wie man hier js lesen kann! Jetzt gibt es eine neue, sehr viel versprechende Methode, bei der u.a. die Sehne an anderer Stelle befestigt wird. OP ist natürlich schmerzhaft, wie alles am Fuß. Es gibt Schmerzmittel!

Ich habe eine Freundin, die sich den Hallux auf beiden Füßen hat machen lassen. Sie hat nach der OP solche Schmerzen gehabt, daß sie fast angefangen hatte zu weinen. Ausserdem muss man damit rechnen, daß man dann monatelang "behindert" ist, sozusagen.

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