Hat jemand schonmal Engelkarten befragt?

4 Antworten

Engelskarten, Tarot und andere Decks weisen nicht die Zukunft, sondern helfen dabei, auf psychologischer Ebene ein klareres Verständnis dessen zu erlangen, was in der eigenen Vergangenheit und Gegenwart passiert (ist), um daraus ableitend Perspektiven zu entwickeln, die für den weiteren persönlichen Lebensweg Sinn machen und unterstützend wirken.

Kartenlegen macht nicht abhängig, jedenfalls nicht, wenn man als aufgeklärter Mensch mit der nötigen Objektivität und genug autonomem Denkvermögen da herangeht. Wer einkaufen geht, sollte ja auch nicht roboterartig in das Regal auf Brusthöhe greifen, sondern als mündiger und eigenverantwortlicher Mensch Angebote vergleichen und sich selbstständig entscheiden, ob er nun die Nudelsauce kauft, die von hübschen Tennisspielerinnen angepriesen wird, oder doch lieber die Hausmarke des Discounters.

Hallo

also ich glaube sowohl an Engel als auch an Tarotkarten, den ich versuche ein differenziertes bild vond er Welt zu haben in der alles möglich ist. Daher ertsmal warum sollt eich nicht an Schutzengel glauben, nur weil ich etwas nicht beweisen kann, heisst es ja noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Der Glaube ist für mich etwas persönliches.

An Tarotkarten glaube ich auch, den sie helfen auf einer psychologischen Ebene, sie helfen beim Denkprozess.

Wer mehr Infos dazu haben will, diese Seite gibt sehr gut Auskunft über Engel und Tarotkarten ... http://www.engelorakel.org/category/tagesengel/

Früher hab ich mal Tarotkarten gelegt (was ja ähnlich ist wie Engelkarten) und ich kann nur davon abraten. Es gibt zwei Seiten - Gott - und die andere Seite. Die Engel der Bibel (welche die einzigen sind, die es gibt) würden niemals auf diese Art und Weise Rat geben, denn es würde ja gegen Gottes Gebote verstossen. Aussagen von Tarotkarten kommen also von der anderen Seite - und dies haben meist nix gutes im Sinn. Kartenlegen macht süchtig und abhängig, die Aussagen beeinflussen einen in bestimmte Richtungen. Bitte lass es lieber

Wo in Gottes Geboten steht bitte, dass "seine" Engel sich nicht mittels Karten oder sonstiger Methoden mitteilen dürfen? Und Tarotkarten etc. enthalten keine Aussagen, sondern Bilder. Schlicht und ergreifend. Die Interpretation macht der Mensch! Kartenlegen macht genauso wenig süchtig und abhängig wie in die Kirche gehen.

Die Menschen suchen Rat und Orientierung, und ein von der Kanzel predigender Priester, Pfarrer o.ä. ist im Gegensatz zu irgendwelchen vermeintlich okkulten Hilfsmitteln in seiner Funktion schon mal deutlich voreingenommener und damit automatisch manipulativer als z.B. eine bedruckte Pappkarte, auf der ein Engel abgebildet ist.

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@kimy2j

Amen, sister! Religiöse sprechen von Suchtgefahr, interessant. Wenn sie so voreingenommen, alarmiert und unsachlich mit Sucht argumentieren, ist dies nicht selten ein Hinweis dafür, dass sie selbst nur knapp an einer (gefühlten) Sucht vorbei schrammen. Wer beim Herumwerkeln mit Karten bereits persönliche Suchterfahrung macht, sollte auch nicht mit Religion hantieren. Die Suchtbereitschaft liegt hier bereits im Menschen, nicht in Karten oder Kirchgang. Er bringt sie mit, mit was-immer er sich spirituell beschäftigt.

Liebe Sternenfee (ein wenig kindlich, träumerisch identifiziert, der Name?): Tarot ist auch nicht "ähnlich wie Engelkarten". Was bitte hast Du denn mit Deinen Tarotkarten angestellt?

die Aussagen beeinflussen einen in bestimmte Richtungen.

Ah ja, Zukunftsschau also. Exakt DIES ist es, was Leute mit persönlichem Suchtpotenzial abhängig werden lässt, logischerweise. Denn wenn da jemand glaubt, dass diese Karten (oder auch andere Decks u. Systeme - oder Engelkarten) einem eine klar fixierte Zukunft, ein ablesbares "Schicksal" mittteilen, dann soll er/sie wohl süchtig werden - und ohne "Befragung" der Karten in seinem Leben bald keinen Schritt mehr machen.

Wie @kimy bereits in ihrer Antwort erklärt, sind Tarotkarten dazu da, Vergangenheit und Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven und auf verschiedenen Ebenen zu analysieren und zu reflektieren - und daraus dann eventuelle TENDENZEN für Zukünftiges abzuleiten - nachdem das Dargstellte im Zusammenhang verstanden wurde. Alles andere ist albernes Teenager-Orakelspiel. Weil wir unser Leben täglich selbst gestalten und immer eine Fülle an Entscheidungsmöglichkeiten haben, deren Nutzung oder Nicht-Nutzung unsere Weichen immer wieder neu stellen. Wir leben SELBST und aktiv, da zieht niemand die Fäden und lässt willkürlich Puppen in selbstgebastelter Kulisse tanzen.

Es GIBT kein fertig und fest an eine Lebenspinnwand getackertes Schicksal, kein fertig inszeniertes "Spiel des Lebens". Aber es geht darum, das, was im Leben geschieht, zu begreifen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Eine Frage beim Tarot wäre dann also nicht: "Wann wird die große Liebe in mein Leben kommen?" Sondern:

"WIE steht es mit meiner inneren Situation in Sachen Liebe und was sind die Ursachen für diesen Zustand? Was fehlt mir, was könnte ich bedenken, was vernachlässige ich womöglich, was blockiert mich, dass ich zurzeit keine Liebesbeziehung in meinem Leben habe?"

DANN geht es nämlich anschließend NICHT an ein erwartungsfroh-passives (und Lebensgefühl- und Lebenshandlungen-manipulierendes) Abwarten der Dinge, die da kommen sollen, sondern: an aktive Handlungen, an eine sinnvolle und selbständige EIGENARBEIT im Lebensalltag, um die eigene Situation und den bestehenden Wunsch ein wenig "anzuschieben" - diesmal nur eben gezielter und klarer orientiert. Und sowas macht dann auch nicht süchtig.

Tarot- oder auch andere Karten als pures Orakel zu nutzen, als "Fenster in die Zukunft", ist Missbrauch dieser Reflektionsmittel. Alkoholmissbrauch macht auch süchtig. PC-Missbrauch ebenfalls. Lebensmittel-Missbrauch ebenso. Usw. usw. Missbrauch bedeutet, die Dinge nicht so zu benutzen, wie sie ursprünglich gedacht sind, sondern sie da einzusetzen, wo man selbst einen (zumeist emotionalen) Mangel hat. Essen statt Liebe. Alkohol gegen Angst vor den Anforderungen des Lebens. PC, um über Sozialphobien hinweg zu täuschen - und Orakel-Kartenlegen gegen mangelnde Orientierung im Aussen und persönliche Unsicherheit und Verantwortungsbereitschaft "da drinnen".

DIES ist die Wahrheit über das Kartenlegen, seinen Nutzen und seine Gefahren.

Es ist sinnvoll und harmlos, solange man es nicht zweckentfremdet und entgegen seinem Sinn missbraucht. Für Deine persönlichen Defizite, Unsicherheiten und Ängste kann der gute alte Tarot als altüberliefertes Volksmittel zur Reflektion von Lebenssituationen buchstäblich nichts.

Und Engelkarten: Peanuts. Es gibt verschiedene, sie enthalten zumeist weise oder sinnige oder liebevolle und tröstende Sprüche und Hinweise über Liebe, Welt und Leben, die allgemein zu werten sind. Sie sind ANREGUNGEN. Wer gern in "Engelbahnen" denken und fühlen möchte, weil ihn diese "Wesen" nun einmal emotional besonders ansprechen, darf sich hier getrost Unterstützung, Mut und ein Über-den-Kopf-Streicheln holen, wenns gut tut - wer das nicht braucht, lässt es eben.

Wenn das aber süchtig macht, sollte sich der Kartennutzer dringend eine ernsthaftere Analyse seiner persönlichen psychischen Situation gönnen - ohne Karten. Oft sitzt die Tendenz zu süchtigem Umgang und Denken in der Familie, dies nur als Hinweis. Sucht hat immer eine lange Geschichte.

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