Hat ein Vormund ein Anrecht auf ein teil des Erbes wenn der/die zu Betreuende Person stirbt?

7 Antworten

Vormundschaft wird heute nur noch in Ausnahmefällen eingerichtet. Heute, und zwar seit 01.01.1991, gibt es die gesetzliche Betreuung. Der Unterschied ist wesentlich. Eine Vormundschaft ist für alle Angelegenheiten eingerichtet und entmündigt, eine gesetzliche Betreuung kann sich viel einfacher an die tatsächlich benötigten Hilfen anpassen, Pflege ausgeschlossen, häusliche Betreuung ebenso. Und, sehr wesentlich, darf die Handlungsfähigkeit eines Menschen nur dann einschränken wenn dadurch die zu betreuende Person geschützt wird. - Es komme mir jetzt bitte kein BGB-Serom denn dieses internationele Recht hat Verfassungsrang und damit Vorzug vor BGB)

Ok. Deine Tante erbringt also Leistungen. Der Stundenlohn bzw. Stundensatz der jeweils erbrachten Leistungen lässt sich online finden. Am Ende des Monats wird der Oma eine Rechnung gestellt und diese wird vom Vermögen der Oma bezahlt. Je länger Deine Oma also lebt, je weniger bleibt womöglich als Erbmasse. Der Enkel wäre nicht der erste Faulpelz der dann aus seiner Traumwelt erwachen darf. Denn Anspruch auf sogenannte Sozialtransferleistungen hat er erst dann wenn das geerbte Vermögen aufgebraucht ist.

Deine Verwunderung ist nachvollziehbar aber unbegründet. Eine gesetzliche Betreuung und auch eine Vormundschaft wird aufsichtsrechtlich vom Familiengericht betreut. In zahlreichen Urteilen wurde festgestellt wie viele Stunden für welche Betreuungsart und für Vormundschaft je nach Ausbildung des gesetzlichen Betreuers, des nur noch in Ausnahmefällen die zu begründen sind, monatlich in welcher Stundenlohnhöhe zu bezahlen sind.

Es ist zudem falsch dass einem gesetzlichen Betreuer das Recht zusteht ein angenommenes zu erwartendes Erbe vor dem Erbfall steuerrechtlich begünstigt aus einer Erbmasse zu entnehmen. Hier werden Äpfel mit Birnen verwechselt es sei denn dieses Recht wird hier eingestellt damit dagegen vorgegangen werden kann. Es wäre schlicht auf seine Verfassungsmäßigkeit hin zu überprüfen.

Richtig ist

So lange eine Person lebt kann ihr Gesamtvermögen zur Ermöglichung eines menschenwürdigen Lebens angetastet werden. Dass in solchen Fällen keine Erbschaftsteuer anfallen kann ergibt wohl die Logik denn es handelt sich ja um kein Erbe. Von daher wäre hier kein Steuervorteil anzunehmen.

So lange Menschen die für sie benötigten Dienstleistungen aus ihrem Vermögen bezahlen können kann es schlecht sein dass ein solcher Mensch auf die Idee kommt in einem Testament zu schreiben: Wenn ich tot bin erbst X Y Geld und das darf zu meinen Lebzeiten nicht angetastet werden.

Es geht in solchen Fällen - die durchaus von Gerichten beurteilt wurden denn die Phantasie des Menschen ist groß - wird die Allgemeinheit vor Betrug geschützt und, selbstverständlich, der anständig arbeitende Mensch.

Deine Frage nach Erbe ist eine andere. Es wird gerne vermischt. Das liegt nicht an Dir. Es liegt daran dass die Regierungen, Bundesregierung und Landesregierungen, ihren Informationspflichten nicht nachkommen, sich also verfassungswidrig verhalten. Deine Frage wurde beantwortet. Ich hoffe ich habe Dir deutlich machen können dass Deine Tante für ihre erbrachten Leistungen durchaus bezahlt wird wenn sie will. Muss sie nur beim Gericht geltend machen. Dann hat der zuständige Mensch nur darauf zu achten dass weder Deine Oma Deine Tante betrügt noch umgekehrt.

Nein im Zuge der Erbschaftsteuerreform ist dort was geändert worden, nun bekommt der Betreuer aus dem Erbe vorab etwas für seine Tätigkeit.

Früher nur, wenn er dafür seine Arbeit aufgegeben hat, nun auch, wenn er nebenher noch Arbeiten konnte.

aber nur dann, wenn er zum Kreis der Erben gehört;

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Erst einmal ein ganz liebes Dankeschön an die ganzen guten Antworten, hatte gar nicht mit so vielen gerechnet. Ihr habt mir wirklich geholfen, nun weis ich wenigstens was ich meiner Tante sagen kann. Sie ist natürlich nie hinter irgendwelchem Geld her, aber ich hoffe das sie trotzdem wenigstens eine kleine Entschädigung bekommt. Danke!

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Also, so wie ich es aus dem Rechtswesen kenne, zählt vor dem Gesetz nicht, wer sich wie und wann um wen kümmert, das ist leider so. Wenn es ein Testament gibt, dann wird deine Tante wirklich nichts bekommen. Wenn es kein Testament geben würde, würde die gesetzliche Erbreihenfolge bestimmen wer erbt. D.H. als erstes erben die Kinder der Verstorbenen, wenn es die nicht mehr gibt, dann die Enkelkinder/ urenkelkinder. dann geht es weiter, Eltern des/der Verstorbenen, dann Geschwister, Neffen und Nichten... etc. Das ist leider so. ich arbeie in einem Pflegeheim und es ist leider oft so, dass die lieben Enkel die sich nicht kümmern erben, weil Oma nicht will das es ihnen schlecht geht. Meiner Meinung nach (Irrtum vorbehalten) bekommt deine Tante nichts, wenn sie nicht im Testament erwähnt ist und z.B. der Enkel als allein Erbe eingetragen ist. Es gibt noch Pflichtteile, aber die beziehen sich nur auf Kinder und Partner der dann Verstorbenen. Du kannst dich auch beim deinem Amtsgericht informieren, die geben eigentlich immer Auskunft, einfach sagen, das du eine Frage zum Erbrecht hast, meist wirst du dann zu einem Fachmann/frau durchgestellt.

ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen... liebe grüße und noch viel Kraft!!!!!

Haus Vererben an die Tochter aber die Enkelin solls haben....

Hallo

Meine Oma möchte Ihr Haus nach ihrem Tode ihrer Tochter (meine Mutter) vererben. Diese möchte das Haus aber nicht und würde es mir und meiner kleinen Familie gerne schenken.

Das würde auch meine Oma die im Pflegeheim lebt (und auch hoffentlich noch ganz lange!!!) auch gerne sehen, da sie sich Wünscht das dass Haus in Familienbesitz bleibt.

Meine Mutter hat eine Generalvollmacht und ist laut Gesetz der Vormund meiner Oma. (Nur damit die Fakten klar sind.)

Wie läuft das ganze jetzt bzw. was ist der Beste weg? Kann meine Oma mir das Haus "schenken" obwohl es im Testament so festgehalten ist das meine Mutter es erbt? Kann meine Mutter mir das Haus "schenken" obwohl sie es ja noch gar nicht geerbt hat? Was ist wenn meine Mutter vor meiner Oma stirbt?

Ich weiß das sind alles Extremfälle aber ich hätte das ganze auch gern von der Rechtlichen seite geklärt bevor wir einziehen und dann geht das Haus an die Bank o.ä.!?!

Hab oben den Therminus "Schenken" verwendet, das ist wahrscheinlich nicht der Richtige.. was würde da besser passen? (vererben, vermachen, überschreiben, Verkaufen, ...) Über ein paar Anregungen würde ich mich sehr freuen da das ganze Irgendwie ein Riesenthema ist und ich so gar keinen Anhaltspunkt habe...

Danke und vielen Dank schon mal.

LG

Manuel

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