Handwerkerpfusch - welche Rechte als Mieter?

3 Antworten

Den Vermieter zur Mängelbeseitigung auffordern, wobei für Dich als Mangel nur gelten kann, was tatsächlich Dein Befinden beeinträchtigt. Schlecht gestrichene Fensterrahmen allein beeinträchtigen Dich nicht. Aber Lack auf Glas und Griffen braucht ein Mieter nicht hinzunehmen.

Wenn der Vermieter einen Meister beauftragt hat, dann muss dieser auch ausbessern und säubern und da könnte es schon sein, dass es etwas dauert, bis sich der Mann wieder her bemüht und der Vermieter kann ihn auch nicht her tragen. Vermutlich wird der Vermieter, wenn er es weiß, die Rechnung nicht oder nur teilweise bezahlen. Das ist das einzige, was er in der Hand hat.

War es aber nicht offiziell, muss sich der Vermieter selbst kümmern.

Viele Rechte hast Du allerdings nicht, da das Wohnen an sich nicht beeinträchtigt ist. Eine Mietminderung kann, wenn überhaupt, nur sehr gering ausfallen.

Ich würde dem Vermieter schriftlich eine Frist zur Behebung der Mängel setzen und ihn gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass Sie ansonsten einen Handwerker beauftragen werden, welcher dann auf Kosten des Vermieters die Mängel behebt. Gleichzeitig sollten Sie den Vermieter darauf hinweisen, dass Sie einen Mietminderungsanspruch haben und demzufolge ab sofort die Miete nur noch "unter Vorbehalt" zahlen werden. Bevor Sie aber tatsächlich einen Handwerker beauftragen sollten Sie sich entweder beim Mieterbund oder einem Fachanwalt für Mietrecht beraten lassen, damit Sie auch formal rechtlich die richtigen Schritte gehen.

Schon aufgrund des letzten Satzes hättest Du Dir die Antwort eigentlich sparen können, denn sie ist schlicht falsch. Besseren Rat gäbe es wohl tatsächlich bei den von Dir genannten Stellen.

Beauftragt der Mieter einen Handwerker zur Ausbesserung, bleibt er garantiert auf den Kosten sitzen, denn zunächst einmal muss man dem anderen Meister die Gelegenheit zur Nachbesserung geben. Kann er nicht mehr nachbessern, weil schon ein anderer "mitgewirkt" hat, wird der Vermieter mit Recht nicht bereit sein, die Handwerkerrechnung, die an den Mieter gerichtet ist, zu übernehmen.

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Hier kommt es darauf an, wer den Auftrag erteilt hat, du als Mieter, oder hat der Vermieter den Handwerker beauftragt?

Ich würde dem Mieterschutzverein beitreten und mir dort Rat holen.

Gruss Solete

Der Vermieter hat den befreundeten Handwerker beauftragt.

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@Soria27

Da müsste der Vermieter vom Handwerker die Sache in Ordnung bringen lassen (auf dessen Kosten, offensichtlich wurde gepfuscht). Hat der Handwerker schwarz gearbeitet, verlöre lt. Rechtsprechung der Vermieter seinen Anspruch auf Nachbesserung. Er müsste dann auf seine Kosten (des Vermieters ...) die Nachbesserung veranlassen.

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@albatros

Danke für die Antworten. Das Problem ist, dass sich meiner Meinung nach der Pfusch auf die ganze Ausführung der Arbeiten bezieht. Das Übermalen von Plastikteilen, Gummis und Scheiben, ist ein Nebeneffekt. Die Fenster sind einfach nicht fachgerecht gestrichen und ausgebessert worden. Es ist komplett anderer Lack benutzt worden als vorher - und der ist auch auf Flächen aufgetragen worden, die gar nicht abgeschliffen wurden. Der vorherige Lack hat den neuen Lack nicht richtig angenommen das sieht einfach komplett dilettantisch aus. Als ob hier ein Kindergarten einen Projekttag veranstaltet hätte. Eigentlich müssten die Fenster komplett abgeschliffen werden und dann komplett neu gestrichen werden. Das bedeutet natürlich viel Arbeit - der Pfuscher war nach nicht mal zwei Tagen mit sechs Fenstern fertig....

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Holzfensterrahmen von außen durch Maler gestrichen, was lief falsch?

N'Abend zusammen,

wir sind letztes Jahr im November in eine Maisonettewohnung gezogen. Im März wurde von einem Maler die Außenfassade gestrichen und die Holzrahmen der Fenster lackiert. Nun haben wir im Dachgeschoss zwei normale Fenster, ein Dachfenster und ein halbrundes Fenster. Jetzt wollte ich das halbrunde Fenster wieder putzen - habe versucht es zu öffnen, und es lässt sich aber nicht öffnen. Es bewegt sich keinen Zentimeter mehr. Kann es sein, dass der Lack daran Schuld ist und das Fenster mit dem Fensterrahmen zusammengeklebt hat?

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Vermieter betritt unberechtigt Wohnung nach Auszug

Hallo,

nach hin und her konnten mieter und Vermieter sich einigen mit Teilmiete und dafuer duldet der Mieter ( der bereits in der neuen Whg lebt) diverse renovierungen oder besichtigungen. Jedoch hat der Mieter klipp und klar darum gebeten die Termine genannt zu bekommen- rechtzeitig zuvor, da immer noch ein paar private Gegenstaende in der Wohnung sind und er gerne jemanden anwesend hätte oder die Sachen zuvor rausraeumt. Nun hat der Mieter eine Woche zuvor die Nachricht erhalten, dass der Vermieter doch die gesamte Wohnung gestrichen haben möchte, obwohl diese bereits Weiß ist und der Mieter nichtmal 2 Jahre dort lebte. Auch hier hat der Mieter nicht wiedersprochen und Maler organisiert. Am Abend vor dem geplanten Termin mit den Malern bekommt der Mieter via Mail die Nachricht, der Vermieter haette die Wohnungstuer ausgebaut und Schloss. Ebenso seien am naechsten Tag noch die Handwerker in der Wohnung. Alles ohne Wissen des Mieters! Die Maler konnten statt 08:30 erst um 12:00 Uhr mit den arbeiten beginnen und der Mieter hatte durch den wechsel des Türschlosses nicht die möglichkeit seine Privaten Gegenstaende vor der Arbeit(5:00) in "Sicherheit" zu bringen. Diese sind verschmutzt(Türrahmen wurden herausgerissen und neue eingesetzt) und teilweise stark beschaedigt.

Ein Tisch ist noch in der Wohnung, welcher ebenfalls am frühen Morgen abgeholt werden sollte. Der Vermieter zeigt kein Verstaendnis für den Ärger. Was kann der Mieter in diesem Fall tun?

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Darf man den Vermieter öfters fragen, ob er ein verstopftes Rohr (Waschbecken und Küche) repariert?

Ich wohne in meinem Zimmer seit 3 Jahren, im Haus seit 6 Jahren. Schon zweimal in dieser Zeit hatte ich einen verstopften Abfluss. (Küchenzeile und Waschbecken sind im selben Zimmer und miteinander verbunden, außerdem Altbau und Souterrain.) Jedesmal sagte er- "schon wieder?"-ich solle einfach Spüli in den Abfluss kippen, und das nächste Mal komme er nicht mehr. Oder er stelle es in Rechnung. Ich habe alles versucht, die Syphons selbst aufgeschraubt, Pulver verwendet etc. Kann ich ihn erneut um Hilfe bitten, oder sollte ich die Kosten (ca. 150 Euro) selber tragen?

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Weiß streichen bei Auszug aus Wohnung?!

Hallo, ich hoffe jemand kann uns weiterhelfen. Sind ca. vor 1 1/2 jahren in eine neu renovierte wohnung ( erstbezug nach renovierung) eingezogen. Es wurde wirklich alles neu gemacht von decken bis fußboden über fenster steckdosen energiespar usw... naja jetzt sind wir dort wieder ausgezogen weil wollten was mit garten und erdgeschoss, also es passte uns nicht mehr so mit der wohnung. Als wir dort einezogen sind bestellten wir erstmal privat einen maler ( wollte nicht alles in weiß haben) Küchenwand wurde im unterem bereich grau gestrichen und mit einer bordüre abgesetzt das gleiche im flur, und im kinderzimmer auch aber mit lila farbe im kinderzimmer. Wohnzimmer wurde in einem ganz hellen braun gestrichen und eine wand mit muster tapete tapeziert. Jetzt sollen wir die wohnung wieder so abgeben wie wir sie bekommen haben, sprich alles wieder weiß! Habe gehört das man nicht mehr weißen muss?! So jetzt sind wir dabei alles in weiß zu streichen bzw haben schon fast alles fertig und die wand im wohnzimmer muss halt neu tapeziert werden. Aber das weiß was wir gestrichen haben wird andauernd fleckig bzw. haben ja gleich dann den kompletten raum + decke neu weiß gestrichen auch weiß über weiß wegen flecken von bildern usw. ( waren nichtraucher in der wohnung) jetzt habe ich ein pott kleiner farbe gefunden von den malern die die wohnung renoviert haben die komplette wohnung haben sie damals gespritzt und nicht gestrichen zum teil wohl mit latex matt. Ganz toll deswegen wirds wohl auch immer fleckig haben keine lust mehr noch nen 5 oder 6 mal mit weiß rüber zu streichen. In der küche und flur haben wir es jetzt mit dem grau so gelassen wie es war und nur das weiß nochmal neu gestrichen wegen kleinen flecken halt auf dem weiß und das weiß ist jetzt trotzdem fleckig.. versteh das nicht. Hätten wir uns das alles ersparen können?Am freitag ist wohnungsübergabe es steht uns bestimmt ein mega anschiss bevor und unsere kaution geht flöten. Was kann ich dagegen unternehmen? Unsere vermieterin hätte eig. eine sehr gut erhaltene hüpsche wohnung erhalten "fachgerecht vom maler gestaltet" interresenten waren immer begeistert von der farbgestaltung der wohnung nur die provesion hielt sie von der mietung der wohnung ab..und jetzt bei auszug seh ich es nicht ein einen teuren maler zu beauftragen und außerdem geht es finanziell z.Z nicht! Eig. hat sie doch jetzt selber schuld das es zum teil noch fleckig ist und auf ihren wänden 4fach weiße farbe hängt und die tapete luftig blasen schlägt? Wo wir jetzt wohnen musste der alte mieter auch nicht streichen sondern wir musste es so übernehme. Da sagte die vermieterin auch man muss nicht mehr weißen! Was können wir jetzt gegen die hexe von vermieterin tun? Die kommt und bestimmt mit in rechnung stellen und keine kaution zurück usw.!!!

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Modernisierung des Bades! Ist das so rechtens?

Hallo,

wir wohnen seit mehr als 10 Jahren in einem Mehrfamilienhaus zur Miete.

Das Bad in unserer Wohnung ist knappe 50 Jahre alt (die Badausstattung ist ähnlich alt und versprüht den Charme der 60iger Jahre, also alte Badewanne, altes Klo, alter Spülkasten, 60iger Jahre Fliesen usw.) und unser Vermieter möchte gerne das ganze Bad sanieren / modernisieren. Es soll laut unserem Vermieter eine gründliche allumfassende Sanierung werden, also sämtliche alten Sanitärobjekte raus, anstelle von Badewanne nur noch eine Dusche, der Spülkasten fürs WC soll in der Wand verschwinden, sämtliche Fliesen sollen ersetzt werden, natürlich auch Einbau neuer Armaturen... wie gesagt: alles!

Vor ca. 6 Wochen (zweite Julihälfte) war der Vermieter mit fünf verschiedenen Handwerksfirmen bei uns in der Wohnung zur Visite, Ausmessung und Angebotseinholung.

Von Seiten des Vermieters hieß es dann, er würde sich melden, falls es mit den Handwerksfirmen (Angebote, Preise) klappt und er sich mit einer von denen einig wird. Außerdem erwähnte er beiläufig, dass die Modernisierung dann zeitlich wohl in den September oder Oktober fallen würde. Alles mündliche Aussagen im Hausflur.

Danach war wieder 6 Wochen Funkstille…

Jetzt heute der Anruf, mit der Ankündigung der Modernisierung, die in knapp 3 Wochen starten soll und ca. 2 Wochen dauern soll.

Ist das so rechtens? Ist es nicht so, dass der Vermieter drei Monate vorher schriftlich ankündigen muss wann er die Modernisierungsarbeiten genau vorhat (zumindest bei solchen großen Modernisierungsangelegenheiten)!? Wir fühlen uns etwas überrumpelt, weil eine Ankündigung des Modernisierungstermins drei Wochen im Voraus arg kurzfristig ist. Wir haben ja auch unsere eigenen terminlichen Verpflichtungen & Pläne (Job, Schule, Urlaub etc.). Eigentlich wollten wir in einer der betroffenen Wochen unsere Familie in Österreich für ein paar Tage besuchen. Und arbeiten und zur Schule müssen wir ja auch. Wie soll denn das funktionieren? Früher gemachte mündliche Aussagen a la „wahrscheinlich im September oder Oktober“ sind mir nicht spezifisch genug. Wir können uns ja nicht die gesamten zwei Monate freihalten. Wir brauchen doch auch Planungssicherheit.

Und wie ist das während der Sanierung? Wir müssen ja auch auf Klo und uns duschen. Wir können ja nicht vom Balkon defäkieren / urinieren und uns im nächsten See / Fluss waschen. Haben wir rein rechtlich ein wenig Mitspracherecht bei der terminlichen Gestaltung? Ist eine Wohnung ohne sanitäre Anlagen überhaupt bewohnbar? Wo gehen wir die Zeit über Duschen? Was ist zumutbar? Was sagt die Erfahrung? Was sagt das Recht?

Bin für jeden konstruktiven Tipp dankbar. Vielen Dank, ThomasGerl

Wobei mir nicht ganz klar ist, warum der Vermieter jetzt mit Gewalt das Bad renovieren will, vor allem da wir in etwa einem Jahr ausziehen. Wäre es für den Vermieter nicht sinnvoller das Bad zeitlich zwischen unserem Auszug und dem Einzug nachfolgender Mieter zu modernisieren?

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Wohnungskündigung: Kaution zurück / Kündigungsbestätigung

Wohnungskündigung / keine Kündigungsbestätigung / Kaution unsicher

Hallo,

brauche dringend eine fundierte Einschätzung und bestenfalls aussagekräftige BGB (o.ä.) Paragraphen die uns hier weiterhelfen.

Mietvertrag zwischen jungen Herrn und älterer Dame: Der Mietvertrag ist noch händisch ausgefüllt. Das verrät schon einmal einiges. Es ist darin nur beinhaltet wie viel die Kaltmiete beträgt und dass die Höhe der Kaution (900) übergeben wurde und 3 Monate Kündigungsfrist. In dem Vertrag steht nichts von einer Hausverwaltung, von der Pflege des Hausflures, von dem Verbleib der Wohnung nach Auszug, Selbsständige Suche nach Nachmieter usw.

Da Mieter und Nachbarn (auch älteres Paar und Tochter (ca. 60 und 30) nicht gut aufeinander zu sprechen sind, möchte die Vermieterin den Auszug der Mieters (Anmerkung ihrerseits: Sie können gerne auch von heut auf morgen ausziehn). Nun gibt es eine neue Wohnung für den Mieter. Der Mieter hat der Vermieterin die Kündigung (zum 15.10.) in einem Geschäft (mit zwei Zeugen) überreicht. Die Vermieterin hat die Kündigung entgegengenommen. In einem weiteren Gespräch wollte sie denn Auszug nun sogar schon zum 1.10., dies wurde aber durch den Mieter verweigert. Heute hätte ein Besichtigungstermin für eine Nachmieterin stattfinden sollen (14.30), die Vermieterin war jedoch um 14Uhr da (wobei der Mieter zu dieser Zeit noch in der Arbeit war). Natürlich war demnach also keiner zu Hause. Die Vermieterin (eben etwas ältern und schon etwas labil) beharrte natürlich auf 14Uhr und fügte dann noch hinzu "ach mir ist das jetzt egal was sie machen. ich will dass sie erst zum 1.11 ausziehn und selbst einen Nachmieter suchen" Wir hatten für die Kündigungsübergabe eine Kündigungsbestätigung vorformuliert - jedoch wollte die Vermieterin diese nicht unterschreiben. In dieser Bestätigung hatten wir vermerkt, dass die 900Euro Kaution bei Wohnungsübergabe übergeben werden und dass die Wohnung (da ja im Mietvertrag nichts anderes steht) besenrein übergeben wird. Die ältere Dame (Vermieterin) stellt sich nun quer, sie weiß leider geistig auch einfach nicht mehr alles usw.

Zudem wurde eine Wand im Wohnzimmer durch einen Maler rot gestrichen. Die Vermieterin beharrt darauf, dass die Wand wieder Weiß sein soll bei Auszug. Jedoch steht aber nichts im Mietvertrag! Sie meint, beim Streichen durch den Maler hat der Mieter etwas unterschrieben, dass die Wand wieder Weiß wird. Dies fand aber nie statt und den angeblichen Zettel hat sie nach mehrmaliger Aufforderung noch nicht hergezeigt.

Nun ist die Frage - was tun? Der Mieter möchte ohne Probleme am 15.10 ausziehen - dies war auch so abgestimmt. Zudem, da an der Wohnung keinerlei Beschädigungen sind, möchte er natürlich auch die volle Höhe der Kaution zurück. Was kann man da machen? Bei der Frau muss man Angst haben, dass wenn es zu einem Gespräch kommt, sie einen Herzinfarkt erleidet. Wir hatten schon an ein "Anwaltsschreiben" gedacht. Leider kennen wir keinen.

Danke!

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