Hallo, bin freiberuflicher Fotograf und muss für einen Event extra Kleidung kaufen, die vom Kunden gefordert wird. Kann ich das bei der Steuer einreichen?

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10 Antworten

Bei der Steuer einreichen kann man alles. Also wenn...

Erstmal was soll das heißen "bei der Steuer einreichen"?

Vermutlich meinst Du den Beleg mit an das Finanzamt schicken, wie andere Belege eben auch? Du kannst alle Belege des Jahres sammeln und alle dem Finanzamt schicken. Die werden nur den Kopf schütteln, was sie damit sollen.

Wenn überhaupt Belege an das Finanzamt geschickt werden sollen, dann bitte nur die, für die man auch einen Abzug beantragen will. Ärzte, Bankkaufleute und viele andere ärgern sich jedes Jahr: In der Regel ist die Kleidung nicht absetzbar. Auch wenn der Arzt zu Hause gar keine Kittel trägt. Oder die Bankkauffrau sofort aus dem Anzug springt und in die Freizeitkleidung steigt. Dabei reicht es, wenn die Möglichkeit besteht etwas privat zu tragen. Möglichkeit kann man nicht deutlich genug sagen.

Es gibt bei Arbeitnehmern Regelungen, die einen Werbungskostenabzug in Ausnahmefällen erlauben. So etwas könnte man natürlich auch als Selbständiger probieren. Aber man sollte da ganz deutlich vorgehen und sich auch entsprechend mit den Richtlinien beschäftigen. Denn wer einfach nur Anträge stellt und den Finanzbeamten im Glauben lässt, dass alles beachtet wurde, der kann ganz schnell ein Zeichen auf die Akte bekommen. Wenn sie nicht sogar an die Steuerfahndung abgegeben wird. Übrigens im Gespräch mit Finanzbeamten wird selbstverständlich niemals zugegeben, dass es diese Kreuze auf Akten gibt. Und trotzdem gibt es sie.

Wer meint seine Steuererklärung selber machen zu müssen, der ist eigentlich nach Rechtsprechung und Gesetzen verpflichtet sich laufend und vollständig über Änderungen zu informieren und hat natürlich den jeweils gültigen Gesetzesstand zu kennen.

Ein herausragendes Beispiel ist hier Deine Frage. Du kennst eben nicht die Grundlagen und wo sie zu finden sind. Dir scheint das damit verbundene Risiko auch gar nicht bekannt zu sein.

Du hast ja viele Antworten bekommen, eine ganze Menge davon ist falsch. Dabei kommt niemand für Folgen von den KommentatorInnen auf. Steht sogar im Gesetz. Wer unentgeltlich hilft der schuldet gar nichts.

Allerdings wer seinen Rat im Bereich rechtlicher Erwägungen gibt, der macht sich angreifbar. Es wundert mich, dass hier keine Steuerberaterkammer Abmahnungen verschickt oder auch keine Rechtsanwaltskammer.

Bitte - Bitte - Bitte: Das kann ja alles Gründe haben, vielleicht machst Du den Papierkram ja gerne und als Freizeitausgleich. Gibt es. Kenne solche Leute. Der Lustigste von denen geht einmal im Jahr zum Steuerberater und vergleicht seine Einkommensermittlung mit der vom Steuerberater. Der freut sich wirklich total, wenn es wie meistens zum gleichen Ergebnis kommt. Das Mann ist ein Exot und ein echtes Original.

Spare Dir die Zeit für der Erklärungen. Mache die Vorarbeiten und gib es einem Berater. Gehe in der Zeit, die Du für die Arbeit benötigt hättest arbeiten. Mindestens die Steuerberatungsrechnung sollte dabei rein kommen. Wenn nicht läuft was ganz übel schief. Dann rede entweder mit einem Unternehmensberater oder einem richtigen Marketingspezialisten. Auf diese Weise verdient man jeden Monat mehr, als man mehr ausgibt bzw. ausgegeben hat. Soviel Geld kann man gar nicht sparen.

Viel Erfolg!

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Kann ich das bei der Steuer einreichen?

Diese Frage würde sich mir nicht stellen. Wenn der Kunde etwas ganz spezielles verlangt, was ich nicht vorrätig habe und nur für seine Zwecke anschaffen muss, bezahlt er mir auch.

Ansonsten soll er sich jemand anderen suchen.

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Du solltest auf jeden Fall irgendetwas schriftliches vom Auftraggeber haben, das er dies von Dir erwartet, damit Du den Job übernehmen darfst/kannst.

Das reichst Du dann mit dem Beleg ein. (bei Angestellten wäre es unter Werbungskosten.. ist das bei Selbständigen genauso?).

ich sag mal, wie Dienstkleidung, die ich ja auch absetzen kann.

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jurafragen 27.08.2015, 16:37

st das bei Selbständigen genauso?

Nein, da sind es Betriebsausgaben. Auch ganz ohne Beleg.

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Versuchen kannst du es ja. Ich würde das sorgfältig begründen und auch das Schreiben des Kunden anlegen, in dem er die spezielle Kleidung fordert.

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Hallo, 

due kannst es bei deiner jährlichen EÜR angeben, wenn du mit deinem Gewerbe Steuerpolitik (über den Freibetrag bist) bist, kann es sein das du es abgesetzt bekommst. Ansonsten würde ich dem Kunden es in Rechnung stellen.

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Nein, kannst Du nicht! Das Finanzamt erkennt nur typische Arbeitsbekleidung als solche an. Und die haben solche Berufe wie Dachdecker, Köche, Bäcker etc. Denn das Finanzamt geht davon aus, dass Du als Fotograf solche Bekleidung in Deinem Beruf verwendest, die Du auch problemlos als Alltagsbekleidung tragen kannst (ohne damit als Fotograf in Erscheinung zu treten).

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Natürlich -  das ist eindeutig erforderliche Arbeitskleidung. Vielleicht rechnen sie dir nur einen Teil des Betrages an, weil du die Kleidung ja nur für eine begrenzte Zeit brauchst, aber probieren solltest du es auf jeden Fall. Du hast den Beleg dafür?

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Helmuthk 27.08.2015, 17:53

Normale Straßenkleidung ist nie Arbeitskleidung.

Menschen ohne jede steuerliche Kenntnisse sollten hier nicht solche Antworten geben.

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Wenn die Kleidung auch privat tragbar ist, wird das FA die Kosten nicht anerkennen.

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Das hätte ich gleich mit dem Kunden ausgemacht und ihm in Rechnung gestellt?!

Ansonsten klar, als Arbeitsbekleidung.

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