Habt ihr bereits Gruppenzwang erlebt und wie habt ihr euch dann verhalten?

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Ich habe mich gewehrt (wie?): 64%
Ich habe mitgemacht (wie?): 36%

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich habe mich gewehrt (wie?):

Ständig gibt es Gruppenzwang. In der Schule wurde man meistens gedrängt bestimmte Kleidung zu tragen, etwas bestimmtes in der Pause zu machen, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten / sein Leben zu führen oder zu kiffen. Sie standen dann oft in Rudeln um mich rum, haben erst nett getan, dann gerne mit Spott. Ich hab einfach sie ignoriert oder kühl angesehen und gradeheraus Nein gesagt. Etwas Rückgrad zeigen einfach. Häufig haben sie dann gekichert wie Hyänen mit Hirnschädigung oder mich verhöhnt. War mir ziemlich wurscht.

In meiner Familie gibt es den Gruppenzwang Alkohol zu trinken. Ich lehne erstmal mit einem lächeln oder einem humorvollen Spruch ab, das wirkt am besten. Aber wenn sie die Ablehnung nicht akzeptieren, sage ich klipp und klar das es reicht und sie unhöflich sind.

"Häufig haben sie dann gekichert wie Hyänen mit Hirnschädigung oder mich verhöhnt"

Jetzt musste ich an "Das ist nicht witzig Ed!" denken.. :)

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@Loka95

Hier mal ein Stern für dich.

Die Antwort war gut und dies war bisher immer so. Lg :)

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Von Experte Renate2804 bestätigt

Hallo EvangelionRN,

ich bin der klassische Steinbock und habe mich, weder als junger Mensch, noch in meinem höheren Lebensalter zu irgendetwas überreden lassen, nur weil es Usus ist.

Dass brauche ich dann auch nicht zu begründen, ein klares nein, danke oder nein, dass möchte oder mache ich nicht, hat dann einfach gereicht.

Es ist auch sehr schwer, mich von irgendetwas zu überzeugen, dass ich ablehne.

Liebe Grüße

Sehr gut, das ist ganz meine Meinung. Eine tolle Antwort. Liebe Grüße, Renate.

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@Renate2804

Danke liebe Renate, mein Mann meint, dass ich der sturste Mensch bin, denn er kennt.

Der Schädel würde jedem Stein widerstehen.

Ps. Er hat zwei so Böcklein in der Familie, mein Sohn hat ähnliche Charakterzüge.

Einen schönen Abend und Liebe Grüße

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Ich habe mich gewehrt (wie?):

Zwar hatte ich immer viele Freunde, aber Gruppenzwang gab es in meiner Clique nicht. Zumindest habe ich davon nichts gespürt.

Als ich aber zum Bund kam, war ich auf einer Stube mit Leuten, die dem Gruppenzwang stark zugeneigt waren.

Die haben zum Beispiel nach Dienstschluss noch vor dem Ausbilderfenster exerzieren geübt. Ich war zwischen "lachen" und "oh Himmel - ich bin in der Idiotenstube gelandet". Dennoch, da nicht mitzumachen war gar nicht so leicht, immerhin musste ich noch drei Monate mit denen in der Kaserne unnd im Gelände auskommen.

Aber deren Verhalten war mir sowas von zu doof, dass ich mich geweigert hatte. Alle anderen des Zuges standen am Fenster und haben mit dem Kopf über "meine Stube" geschüttelt. Ich stand bei den anderen Leuten und hab mir ungläubig an den Kopf gefasst.

Kurz: Die Leute haben mehrere solcher Aktionen gemacht und ich hab mich abgesondert von denen. Das war oft sehr unangenehm, denn in der Stube/ bei Gruppenarbeiten wurde ich natürlich geschnitten, ausgeschlossen etc... da war ich der Idiot. Aber objektiv und im zug war ich dann doch recht angesehen, insbesondere, da ich da nicht mitmachte.

Das war eine sehr spannende Erfahrung und dass es sich lohnt, nicht mitzumachen. Der kleine Kreis "hasst" dich... aber der große (objektive) ist auf deiner Seite!

Ich habe mich gewehrt (wie?):

Mit zunehmendem Alter wird es leichter, sich vom Gruppenzwang abzugrenzen:

Man muss weder trinken, noch rauchen, noch Hasch probieren...

Ich habe das auch in meiner Jugend schon abgelehnt.

Ich werde nichts tun, was meiner Gesundheit schadet.

Mit zunehmendem Alter wird es leichter, sich vom Gruppenzwang abzugrenzen:

Ah ja, und wie sieht es mit der "Schutzimpfung" z.B. gegen Corona aus? Das ist dann was anderes?

Ich werde nichts tun, was meiner Gesundheit schadet.

So, so.

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@tanzella

O.k.

War ja auch nur für die gedacht, die vielleicht doch anders denken und nicht überzeugt sind. Ich denke die empfinden z.Zt. tatsächlich "Gruppenzwang" auch wenn es angeblich keine Impfpflicht gibt gibt es durchaus Impfnötigung.

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@EvangelionRN

Vermutlich, denn es ist schon ungeheuerlich was da abgeht, und "Gruppenzwang" passt echt hundertprozentig

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Ich habe mich gewehrt (wie?):

ganz klassisch: Steh in einer Runde in der alle am Rauchen sind. Einer bietet mir eine Kippe an. Ich so: "Danke, aber lass stecken. Passivrauchen reicht mir schon." Dann haben alle versucht sich über mich lustig zu machen, aber ich hab gedacht (ob ich es auch gesagt hab weiß ich nicht mehr), "wenn ihr euer hart verdientes Geld lieber ausgebt um Lungenkrebs zu kriegen bin in ein paar Jahren ich derjenige, der über euch lacht"

Das konnte ich tatsächlich noch nie verstehen. Bei uns wurden damals sogar die 13 Jährigen zum rauchen gebracht um "cool" zu sein.

Ich selbst habe wegen meiner Familie angefangen und bereue es mittlerweile. Dennoch wäre ich nie auf die Idee gekommen andere zum rauchen zu "überreden".

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@EvangelionRN

Das Positive ist, dass das Rauchen bei der jüngeren Generation tatsächlich anfängt nicht mehr cool zu sein. Dafür stehen sie aber vor anderen Herausforderungen und wenn sie jetzt in Deutschland wirklich Cannabis legalisieren wollen dann fürchte ich, dass das die nächste Welle wird.

Damals, als ich die obige Episode erlebt habe, war ich auch erst so 13 oder 14 oder so. Ich habe damals in Australien gelebt, aber ich denke dass es auch hierzulande nicht sehr viel anders gewesen wäre. Damals in den 1990ern galt es jedenfalls noch als schick und lässig eine Zigarette im Maul zu haben. Wie gesagt, das scheint sich in den letzten Jahren erfreulicherweise etwas verändert zu haben.

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Ich vermute das Du Dir das eher gedacht haben wirst .

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