Habe zum 1.9 einen neuen Job. Beim alten Arbeitgeber 23 Tage Urlaub,12 genommen. Beim neuen Arbeitgeber 28 Tage Urlaub. Wieviel Urlaubstage hab ich beim neuen?

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4 Antworten

Beim neuen Arbeitgeber kannst Du dieses Jahr nur noch einen Teil-Urlaubsanspruch für 4 Monate erwerben. Der berechnet sich nach dem dort geltenden Jahres-Anspruch durch 12 x 4 aufgerundet auf ganze Zahlen.

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Das ist kompliziert:

Du hast grundsätzlich nach über 6 Monaten und Ausscheiden in der 2. Jahreshälfte beim alten Arbeitgeber den vollen Urlaubsanspruch erworben (das kann aber tarifvertraglich oder arbeitsvertraglich anders sein - zeitanteilig).

Die Unterscheidung voller Urlaubsanspruch oder zeitanteilig ist von Bedeutung; je nach dem, was gilt, muß das anders berechnet werden:

Voller Urlaubsanspruch beim alten ArbG (Ausscheiden 2. Jahreshälfte) = 23 Tage:

Du erhälst bei dem neuen ArbG 4/12 von 28 Tagen = 9,33 = 10 Tage (Teilurlaub)

Nun müssen die Überschneidungsmonate berücksichtigt werden:

Auf die Monate September bis Dezember fallen auf den Urlaub des alten Arbeitgebers: 4/12 von 23 Tagen = 7,66 = 8 Tage.

Nun werden die 8 Tage von den 10 abgezogen und das ergibt einen zusätzlichen Anspruch von 2 Tagen.

Das bedeutet: 11 + 2 = 13 Tage muß Dir der neue Arbeitgeber gewähren.

Dann hättest Du 12 + 11 + 2 = 25 Tage Urlaub (also weder 23 noch 28 Tage) in diesem Jahr; das hängt damit zusammen, daß beide Arbeitgeber unterschiedlich viele Urlaubstage gewähren.

Probe: 25 Tage Urlaubsanspruch hast Du (beide ArbG berücksichtigt) - 12 Tage hast Du bei dem alten ArbG schon genommen - verbleiben 13 Tage...

Wenn Du aber nur zeitanteilig bis August vom alten ArbG bekommst:

23 / 12 *8 = 15,33 = 16 Tage ./. genommener Urlaub = 12 = Rest 4

4 vom alten + 10 vom neuen ArbG = 14 Tage.

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Kommentar von DerSchopenhauer
18.08.2016, 14:17

Grundsätzlich muß aber der alte ArbG den Resturlaub auszahlen - das ändert aber nichts an den obigen Berechnungen für den neuen Urlaubsanspruch - nur der neue Arbeitgeber muß Dir dann entweder 2 Tage oder 10 Tage gewähren (abhängig ob der Urlaubsanspruch beim alten ArbG zeitanteilig ist oder nicht).

Ansonsten hat das Bundesarbeitsgericht entschieden:

"Wechseln Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres den Job, können sie bei dem neuen Arbeitgeber grundsätzlich den noch verbliebenen Urlaub aus der alten Beschäftigung beanspruchen." (AZ: 9 AZR 295/13) - damit nicht zuviel Urluab gewährt wird, müssen die entsprechenden Berechnungen angestellt werden.

Aber nicht wenige Arbeitgeber kennen diese Berechnungsmöglichkeit gar nicht und gewähren einfach den neuen Teilurlaub zu dem noch verbliebenen Resturlaub des alten ArbG - es kann also passieren, daß Du sogar 21 Tage gewährt bekommst...

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Kommentar von DerSchopenhauer
18.08.2016, 14:35

Korrektur:

Urlaubstage werden nur aufgerundet, wenn der Bruchteil mind 0,5 ist - daher sind meine gerundete Zahlen entsprechend anzupassen - das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Berechnung...

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Kommentar von Maximilian112
18.08.2016, 16:33

Das von Dir angeführte Urteil behandelt ein AV mit beendeter Wartezeit.

In der hier gestellten Frage hat der AG aber die Möglichkeit, lt §5 Teilurlaub zu gewähren.

Die restlichen 4 (bzw 3 von Dir korrigierten) Tage vom alten AG gehen mEn nicht auf den neuen AG über. Die hat der alte AG abzugelten.

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Meinst du jetzt der neue Arbeitgeber übernimmt den alten Urlaub oder was?

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Kommentar von Steven1986
18.08.2016, 13:32

Eigentlich ja. Was geschieht denn mit den 11 Urlaubstagen, wenn ich sie nicht nehme? Verfallen diese einfach und ich kann "nur" die Urlaubstage nehmen die mir mein neuer Arbeitgeber gewährt für die vier Monate für den Rest des Jahres?

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Kommentar von Hubert00Kahputt
18.08.2016, 15:12

Ja also einfach so verfallen lassen kann er die nicht. Steht dir ja zu ob als tatsächlicher Urlaub oder Auszahlung.

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Du hast die 28 Tage urlaub wie sie im Vertrag festgehalten werden. Die was vom alten übrig sind haben keine relevanz, soweit ich weis

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