Habe ich mich auf ebay betrogen lassen?

9 Antworten

eBay-Kleinanzeigen ist nicht eBay sondern eine angehängte aber freie Kleinanzeigenseite und vor allem übelst anonym. Dort kannst du viel Unsinn erleben.

Ich hab was die Annonce angeht kein gutes Gefühl. Die Agentur gibt es nicht, die Daten sind erst seit 3 Wochen alt und es ist die einzige Anzeige die sie aufgegeben haben. Die Mailadresse der Anmeldung ist eine Freemaileradresse (buerotiger.de) die zu gmx gehört und für gmx eine automatische Umleitung erfolgt. Ich denke die Daten sind fiktiv.

Auf die Schnelle gesucht befindet sich an der Adresse lediglich ein Tatoostudio und ein Permanent-Makeup-Studio. Du hast deine Daten also an tatsächlich an Unbekannte eingestellt.

Da du weiter neben Bildern auch den Ausweis verschickt hast (ist übrigens eine Ordnungswidrigkeit da nicht erlaubt) ist deine Angst tatsächlich berechtigt.

Ich denke da nicht nur an eine zukünftige Wohnungsvermieterin wider Willen oder eine Autoverkäuferin die ins Ausland verzogen ist, nein auch an Kredite die zu deinen Lasten aufgenommen werden könnten (gefälschte Postidentverfahren oder Gehaltsnachweise inklusive) oder Verträge, die im Internet mit deinen Daten abgeschlossen worden sein können. Aber das ist nur der "worst case" Ich hoffe du hast keine Bankverbindung mitgeteilt oder Gehaltsmitteilungen weitergereicht? Ansonsten muss ich dir wegen deiner Naivität wirklich gratulieren. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dies passiert.

Da du das zudem freiwillig gemacht hast und die von dir preisgegebenen Daten nicht besonders geschützt waren ist das allein noch keine Straftat zu deinem Nachteil.

Aber du willst ja vor allem wissen: Was kannst du tun?

Hebe die Akten auf jeden Fall auf. Mach Screenshots und speichere alles ab. Derzeit bringt es dir noch gar nichts zur Polizei zu gehen. Dein Lehrgeld ist die Ungewissheit was andere mit deinen Daten alles anstellen können, ein Gefühl der Ohnmacht und Unsicherheit. Vor allem können später noch Schadensdelikte hinzukommen. Dann musst du allerdings auf jeden Fall Anzeige erstatten und zwar unmittelbar sofort, frage dann den Beamten gleich danach, wie du dir in diesem Fall hinsichtlich evtl. privatrechtlicher Ansprüche Vorsorge betreiben sollst. (Rechtsanwalt, Verbraucherzentrale, Anschreiben Firmen etc.)

Leider können die Dinge auch "endlos" weitergehen. Das Internet vergisst nichts. Ach ja, ich würde nach dem ersten Missbrauch tatsächlich auch den Ausweis wechseln. Aber erst danach. Vorher kannst du nie sicher sagen ob die Daten dem Herren Täter genehm sind, d.h. ob er sie tatsächlich verwendet.

Nein habe zum glück keine Bankverbindung mitgeteilt.Ich geh aber mal lieber trotzdemm zur Polizei.Keine anung was ich mir dabei gedacht habe. Danke für die ausführliche Antwort.Wusste nicht das es verboten Ausweis zu scannen und zu per email schicken.

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@brucewayne98

Das mit dem Ausweis ist m.E. ohnehin zu vernachlässigen, letztlich bist du reingelegt worden, mir ist jetzt auch kein Fall eines Bussgeldes aus diesen Gründen bekannt. Allerdings wird es ausser einem Beratungsgespräch wenig bringen jetzt zur Polizei zu gehen.

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@Eckengucker

Warum sollte sich der Fragesteller erst in Schwierigkeiten bringen und möglicherweise in Beweisnot geraten, wenn seine Daten mißbraucht werden???

Er muß den Ausweis sofort sperren. Dann kann ihm gar nicht erst etwas passieren.

Wenn beispielsweise schon heute ein Ebay-Konto auf seinen Namen eröffnet wird, die Käufer bezahlen die Ware und die Verkäufer versenden keine Ware, wie es in derartigen Fällen üblich ist, dann kann er schon in wenigen Tagen eine Betrugsanzeige haben.

Ich habe unten einen Link eingestellt, wo er den Ausweis sofort sperren lassen kann (Seite des Bundesinnenministeriums).

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@Mignon5

Was bringt der gesperrte Ausweis? Die Daten werden wo ausgeschrieben, wo kann eBay das nachlesen usw. Das gibt es nicht. Beweisnot, welche?

Der Name wird missbräuchlich verwendet, der Ausweis ist lediglich eine Zugabe. Da es verboten ist elektronische Ausweiskopien im Internet zu versenden gibt es keinen seriöser Anbieter von Waren oder Dienstleister der so etwas verlangt, ja gar nicht verlangen darf.

Er hebt die Daten auf, das genügt. Noch ist die Straftat nur eine Vermutung, wenn auch eine leider sehr wahrscheinliche. Klar hat er Angst, aber das ist auch begründet. Er kann gern zur Polizei gehen, aber die Antwort kenne ich schon. Selbst präventive Maßnahmen greifen nicht, wie denn auch, gegen was soll er sich denn schützen wenn noch gar nichts bekannt ist?

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@Mignon5

Oh man würde mich gern jetzt lebendig vergraben.

Danke euch ihr seid meine Helden

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@brucewayne98

@ brucewayne98

Sei froh, dass du hier gefragt hast. Viele tun es erst, wenn es schon zu spät ist. :-))

Vergiß nicht, dass die Betrüger auch deine Unterschrift auf dem Ausweis haben, die gefälscht werden kann.

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@Eckengucker

@ Eckengucker

Ich denke, dass die Polizei dem Fragesteller ebenfalls raten wird, den Ausweis zu sperren.

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Lasse den Ausweis SOFORT sperren und beantrage einen neuen.

Mit deinen Daten und deinem Foto wird jetzt ein neuer Ausweis gefälscht. Das heißt, es wird eine Person geben, die unter deinem Namen betrügerische Geschäfte abwickelt oder andere Straftaten begeht.

Du wirst nicht beweisen können, dass nicht DU die Straftaten begangen hast, sondern eine andere Person mit deinen Daten.

Mit der albernen Geheimhaltungsvereinbarung hat das alles nichts zu tun. Damit sollst du nur ins Boxhorn gejagt werden, damit du die Polizei nicht einschaltest. Kümmere dich nicht darum! Sieist vollkommen wirkungslos!

Gehe mit dem gesamten Schriftverkehr SOFORT zu Polizei!

Tja, Du kannst da gar nichts machen und einfach hoffen, dass die Daten bloß verkauft und nie wirklich für dubiose Aktionen genutzt werden. Auf jeden Fall den Schriftverkehr usw. behalten und dokumentieren, damit Du im Fall der Fälle nachweisen kannst, dass Du das weitergegeben hast.

Wenn ein Foto verlangt wird, ist davon auszugehen, dass die Daten nicht "nur" verkauft werden, sondern dass damit gefälschte Ausweispapiere hergestellt werden.

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