Habe ich ein recht auf meine Diagnose?

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Frag einfach nach, die Therapeutin wird Dir schon etwas antworten. Sag ihr dazu, dass Du Dir darüber oft den Kopf zerbrichst und Dir das wichtig ist.

Sei Dir gleichzeitig aber auch klar, dass Therapeuten so eine "Diagnose" nicht gerne aussprechen, denn meistens ist das doch sehr starkes Schubladendenken oder nur eine Bezeichnung gegenüber der Krankenkasse aufgrund der Abrechnung. Psychologische Erkrankungen sind oft eine große Mischung aus vielen individuellen Umständen und es wäre in den meisten Fällen schlichtweg unverantwortlich zu sagen: "Sie haben das und das, so sieht die Welt aus!" Auch ein Begriff wie "Depression" oder "Bipolare Störung" sind ja nur großes Sammelbegriffe, hinter denen sich ganz persönliche Ausprägungen und Eigenarten verbergen.

Viel mehr solltest Du Deine Therapeutin also danach fragen, was sie glaubt, dass Du für ein Problem hast und woran sie mit Dir arbeiten möchte - anstatt einen klar definierten Begriff als Diagnose zu bekommen.

Bei einem guten Therapeuten solltest Du das eigentlich schon allein durch die Art der Behandlung klar erkennen können. Gerade in Verhaltenstherapie o.ä. hat man ja meist richtige Themengebiete wie "Wertesystem", "Selbstkontrolle" oder "Selbstanspruch", bei denen man dann an die eigenen Probleme angepasste Verhaltenstechniken erlernen kann.

Ergo: Einfach mal drauf ansprechen, aber auch nicht zu viel erwarten...

Gruß, Tailor

Super Antwort und toll erklärt! Chapeau!

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Klare Diagnosen sind schwierig. Die meisten sind auch Überbegriffe oder Zusammenfassungen. Die menschliche Psyche lässt sich eben nicht in Schubladen packen.

Ich habe zum Beispiel häufiger mit "Borderlinern" zu tun. Das sind alles sehr unterschiedliche Menschen mit sehr unterschiedlichen Gefühlswelten und Verhaltensweisen. Es kommt darauf an, ihnen mit ihrer jeweiligen Problematik zu helfen, nicht, sie in einen Sack mit Aufschrift packen zu können.

Lässt sich denn überhaupt etwas diagnostizieren? Es hat nicht jede sich angewöhnte Denkweise - sie möge noch so verworren sein - einen medizinisch diagnostizierbare Ursache.

"...wie ich bin unsicher ,denke zu viel über andere nach etc. ..." - Das ist doch klar, oder? Ändere einfach deine Verhaltensweise. So etwas lernt man aber nicht beim Psychiater. Der ist Mediziner. Und auch kaum beim Psychotherapeut. Der will kassenwirksame Stunden abrechnen.

Lass dir Handlungsanleitung geben, wie und wo du Freunde findest, mit denen du dich auf vernünftige, erwachsene Weise austauschen kannst. Das gibt dir Halt und Richtung in der persönlichen Denke.

Wie würdet ihr auf die Mail antworten, es begründen?

Hallo zusammen,

ich habe meiner Therapeutin eine Mail geschrieben, dass ich gerne einen 18 Uhr Termin haben möchte für nächste Woche und gefragt, ob sie mich da einplanen kann.

Leider hat sie nächste Woche keinen 18 Uhr Termin mehr und schrieb:

'nächste Woche habe ich keinen 18 Uhr Termin frei. Unser Termin ist ja Freitag um 15 Uhr."

Dann habe ich gefragt, ob ein 17 Uhr Termin frei ist.

Liebe Frau Xy,

genau, unser Termin ist ja freitags um 15 Uhr-in der Regel? 

Wenn etwas frei wird freue ich mich über eine Rückmeldung- gerne auch für einen 17 Uhr Termin.

Ich danke für die Rückmeldung.

Liebe Grüße

Xy

Sie schrieb mir dann:

Liebe Xy,

genau. Ich melde mich, sollte etwas um diese Zeit frei werden.

Liebe Grüße

Xy

Ich schrieb dann:

Liebe Frau Xy

alles klar. Können wir bitte dann für die Woche ab dem 19. November einen Abend- Termin einplanen,( außer am 21.11.) ? Wenn in der kommenden Woche um diese Zeit nichts frei wird. 

Liebe Grüße 

Xy

Eben habe ich noch eine Mail erhalten, in der sie wissen wollte, warum mir das so wichtig ist?

Liebe Xy

darf ich fragen, warum das wichtig für dich ist? Klappt der 15 Uhr Termin nicht mehr?

Liebe Grüße

Xy

Mir persönlich war es wichtig einen Abend Termin einzuplanen, da wir eine Meditation im liegen ausprobieren wollten und für mich wäre es einfacher , wenn der Raum verdunkelt ist. Sie wollte mir selber in der Woche ab dem 2. November einen Abend Termin geben, damit wir es ausprobieren können.

Ihre Abend Termine sind schnell weg. Ich denke, die Termine sind eher für Selbstzahler und Privatpatientin, die man nicht verlieren möchte. Es kann aber auch nicht so sein, da ich auch mal einen späteren Termin bekam und es nicht so behaupten möchte.

Jedoch hatte sie auch den Vorschlag, es in dem Raum ihrer Kollegin auszuprobieren, da man den Raum etwas verdunkeln kann, weil sie eine Jalousien hat. Der Abend Termin war trotzdem im Plan.

Wie würdet ihr jetzt antworten. Bitte lässt die unnötigen Kommentare und scrollt dann einfach runter.

Ps: bitte keine unnötige Kommentare. Ich bitte nur um Hilfe. Siehe Kommentar unter der ersten Antwort von Crysalli.

Liebe Grüße

Nil

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Vorschau In der Therapie nicht weinen können ? Was kann man machen ? Hallo ihr lieben, ich mache seit Januar eine Verhaltenstherapie. Meine Therapeutin ist seit August in Elternzeit und ist wieder am 4. November da. Bei mir ist das so dass ich in der Therapie nie weinen musste ,aber immer das. Gefühl habe das nie die Tränen gleich kommen werden und ich innerlich weine. Bei meiner Therapeutin fühle ich mich auch sehr wohl und sehr ernst genommen. Sie geht sehr vorsichtig auf mich ein und stellt mir auch fragen. Sie ist sehr nett. Ich kann ihr alles erzählen. Doch wenn ich ihr etwas erzähle ,das mir auch sehr schmerzlich ist kommen nicht die Tränen. Ich möchte aber auch weinen ,aber die Tränen kommen halt nicht. Wenn ich zuhause daran nach denke kommen mir die Tränen und ich muss dann weinen. Vor anderen kann ich auch weinen ,aber vor meiner Therapeutin geht das irgendwie nicht ich weiß nicht vielleicht hängst das daran ,dass ich nicht weinen muss weil ich mich so stark bei meiner Therapeutin fühle. Ich kann ihr alles anvertrauen. Wenn ich mit meiner Therapeutin spreche und ihr dann etwas erzähle sehe ich Ihr an ,dass Sie rote Augen hat und irgendwie die Tränen kommen werden. Meine Therapeutin lächelt mich auch an wenn ich das Gefühl habe und ich habe irgendwie das Gefühl ,das Sie dann spürt. Ich möchte ja auch weinen,das ist sehr wichtig in der Therapie,aber die Tränen kommen halt nicht ich weiß nicht was ich machen kann. Das ist mir sehr wichtig. Bitte versteht mich nicht falsch ich möchte keine Schauspielerin spielen. Meine Frage sind : 1.) Soll ich das meiner Therapeutin erzählen ,dass mir die Tränen nicht kommen? Und ich mich nicht unterdrücke. Sie sieht es ja auch und weiß das ja! 2.) Wie soll ich meiner Therapeutin es erzählen ? 3.) ist das gut oder nicht gut, dass ich nicht weinen muss in der Therapie ? 4. Habt ihr auch Erfahrungen damit gemacht in der Therapie ? 5.) Was könnt ihr mir empfehlen ?

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