Grundstückskauf von Bauunternehmen mit Pflicht zum Hausbau durch diesen

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6 Antworten

Vorab ganz wichtig: Die Grunderwerbsteuer wird vom Finanzamt später auf Haus- und Grundstückspreis erhoben!

Die Situation von solchen Bauunternehmen zielt darauf hinaus, die Lage zu verkaufen und mit einem billig gebauten Haus meist 'überteuert' zu verkaufen. Die einzige Möglichkeit: Wenn dieses Grundstück sehr interessant für euch ist, dann kannst du nur mit entsprechend genauen Vorgaben (oder Angebot des Anbieters) dir Vergleichsangebote einholen und auf dieser Basis mit dem Unternehmer eine nähere Preisverhandlung eingehen. Die daraus entstehenden Möglichkeiten sind endlos (Kompromiss auf beiden Seiten oder günstige Zusatzleistungen usw.).

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Kommentar von Weaselz
03.07.2014, 19:57

Vielen Dank, eure (wirklich schnellen) Antworten haben mir sehr geholfen. Dann werden wir uns mal ein Angebot erstellen lassen.

Eine Frage fällt mir da spontan noch ein: Wie ist es denn mit Eigenleistungen bzgl. des Hausbaus (z. B. Böden etc.)? Darf der Bauunternehmer mir diese verwehren (Stichwort: Vertragsfreiheit)?

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Du bist doch nicht gezwungen zu kaufen. Er verkauft halt nur unter der promisse, dass er auch die nötigen Arbeiten ausführt. Der Kaufvertrag wird halt nur unter den Voraussetzungen zustande kommen.

Das klingt für mich nach unlauterem Wettbewerb.

Nein; siehe ersten Satz.

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Kommentar von Weaselz
03.07.2014, 19:57

Vielen Dank, eure (wirklich schnellen) Antworten haben mir sehr geholfen. Dann werden wir uns mal ein Angebot erstellen lassen.

Eine Frage fällt mir da spontan noch ein: Wie ist es denn mit Eigenleistungen bzgl. des Hausbaus (z. B. Böden etc.)? Darf der Bauunternehmer mir diese verwehren (Stichwort: Vertragsfreiheit)?

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Durch diese Art der Verpflichtung bin ich den preislichen Vorgaben des Bauunternehmers völlig ausgeliefert -

Stimmt! Der Grundstückseigentümer bestimmt in diesem Falle den Preis und die künftige Art der Bebauung. Sie können sich einen Verkäufer suchen, der einfach an Sie ohne Nachverpflichtung, abgesehen von der Kaufpreiszahlung, veräußert.

Verträge haben nun einmal gestalterische Freiheit.

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Ich bin auch kein Jurist. Aber ich vermute mal, hier besteht Vertragsfreiheit. Wenn also der Bauunternehmer Leute findet, die diesen Vertrag unterschreiben, müssen sie sich daran halten. Der Bauunternehmer muss aber erstmal Leute finden, die sich darauf einlassen. Wenn niemand unter diesen Umständen ein Grundstück kauft, wird der Verkäufer Pech haben.

Deshalb würde ich euch raten, keinen Vertrag mit einer solchen Klausel zu unterschreiben.

Wie gesagt, das ist meine Vermutung der Rechtslage.

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ist nicht unlauter, sondern üblich bei einem Bauträger.

Ich würde jedoch einfach direkt einen normalen, erschlossenen Bauplatz von der Gemeinde kaufen (das ist bei uns hier das übliche Modell). Darauf kann man dann mit einen freien Planer und eigener Beauftragung oder einem Generalübernehmer bauen.

Der Vorteil ist, dass Du dann in jedem Fall Grundstückseigentümer und damit Gebäudeeigentümer bist -- eine viel stärkere Position als beim Bauträger-Modell.

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Kommentar von BesserRichtig11
03.07.2014, 15:47

...aber vermutlich gibt es da keine endlosen Grundstücke zur Auswahl!

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Leider ist das gängige Praxis bei einigen Wohnungsbauunternehmen. Unseriöse Firmen bekommen nur so überhaupt noch Bauherren ab...

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