Grundbuch Eintrag ja oder nein, was steht der Ehefrau zu?

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8 Antworten

Wenn die Darlehen notariell beurkundet werden, kannst du darauf bestehen, dass du auch als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wirst.

Ansonsten verweigerst du eben die Unterschrift zu den Darlehen.

In der Ehe steht mir alles zu von Haus!

Nope.

Standardmäßig wird eine Ehe als Zugewinngemeinschaft geführt. Heißt der Zugewinn, der ab dem Tag der Eheschließung stattfindet steht beiden jeweils hälftig zu. Das Haus fällt eindeutig nicht darunter, wenn du nicht im Grundbuch stehst.

Denke das wird in Österreich nicht viel anders sein.

Wenn du sicher gehen willst lass dich anwaltlich/notariell beraten.

Nicht nur bei einer Trennung gibt das Probleme. Im Todesfall würdest du als Ehefrau das ganze Haus erben, und evtl. Erbschaftssteuer bezahlen. Gehört dir aber schon eine Hälfte, fällst du unter den Freibetrag und du zahlst nichts. Wenn Kinder da sind, wird es noch komplizierter. 

Bestehe auf jeden Fall auf dem Eintrag ins Grundbuch, oder unterschreibe nicht den Kreditvertrag. 

Salue

Ich weiss leider nicht von wo Du kommst. Zumindest bei uns in der Schweiz wäre der Fall klar. Ehepaare unterstehen automatisch der Errungenschaftsbeteiligung, wenn sie nicht speziell einen Vertrag für Gütertrennung abgeschlossen haben.

In diesem Fall würde die Behörde ganz klar zwischen Eigengut (Boden und Keller), gehören dem Ehemann, was während der Ehe dazukommt, wird geteilt, unterscheiden.

Bei uns wäre es also egal, wer im Grundbuch eingetragen ist.

Es grüsst Dich

Tellensohn  

Ich komme aus Österreich! Mfg

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@Darkluna31

Da ist die Rechtslage doch sicher ganz anders und du hättest das sofort mitteilen sollen. Hätte mir viel erspart.

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Selbstverständlich ist es notwendig! Schließlich stürzt du dich in Schulden, dann musst du auch die gleichen Rechte haben, wenn es mal verkauft wird oder ihr euch mal trennen solltet. An deiner Stelle würde ich keinen Kreditvertrag unterschreiben, solange ich nicht gleichberechtigt im Grundbuch stände.

Unterschreibe auf keinen Fall den Kreditvertrag!

Das Grundstück gehört zu Anfangsvermögen des Mannes. Darauf hättest du, im Falle der Scheidung, keinen Zugriff.

Wenn also die Ehe geschieden wird, dann bekommst du nur den Zugewinn, aber die Hälfte der Schulden.

Da ihr "Gesamtschuldner" seid kann die Bank bei dir auch die gesamten Schulden eintreiben, wenn dein Ex nicht mehr zahlen kann oder will.

Die Banken haben nämlich einen fatalen Vertragstext, den nicht jeder Laie sofort versteht.

Ich versuche das mal einfach zu erklären. Du denkst, dass die Bank bei deinem Ex Vollstreckungsmaßnahmen trifft und erst dann zu dir kommt wenn der tatsächlich nichts mehr hat.

Nein, das spart die sich.

Wenn die nämlich feststellen, dass du ein regelmäßiges gutes Einkommen hast, dann kommen die direkt zu dir. Du zahlst und dein Ex kassiert deine Früchte.

Liebe macht die Brille rosa rot!

Es wird Krach geben, aber KEINE UNTERSCHRIFT IST NUR DER FORM HALBER! MfG

Hallo,

beim Zugewinn wird das gesamte Vermögen zum Zeitpunkt der Scheidung ermittelt. Davon wird abgezogen, was jeder bereits vor der Ehe hatte. Der verbleibende Betrag wird durch zwei geteilt.

Alles ist unabhängig vom Grundbucheintrag.

Bestehe auf einem Grundbucheintrag! Sonst stehst du im Falle einer eventuellen Trennung ganz dumm da!

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