glücksspiele in der bibel

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9 Antworten

Sowohl Glücksspiele als auch Wetten um Geld sind in der Bibel nicht verboten, es wird jedoch vor Hab- bzw. Geldgier gewarnt, da es anscheinend primär aus Liebe zum Geld geschehen würde und schnell dazu verleiten könne, nach immer mehr Geld zu streben. Desweiteren wird darauf hingewiesen, das man nicht leichtfertig mit Geld umgehen soll und dieses nicht sinnlos investieren soll (wenn auch nur indirekt Spiel oder Glück in der Bibel erwähnt werden)

Man muss vorausschicken, dass die Bibel Glücksspiel nicht direkt erwähnt — was jedoch nicht bedeutet, dass sie uns keine Anhaltspunkte gibt. Statt für alles und jedes Regeln aufzustellen, legt sie uns ans Herz: „Nehmt weiterhin wahr, was der Wille Jehovas ist“ (Epheser 5:17). Laut der Elberfelder Studienbibel mit Sprachschlüssel bezeichnet das hier mit „wahrnehmen“ übersetzte griechische Wort „das Zusammensammeln einzelner Aspekte einer Sache zu einem Ganzen“; es erfordert „den Vorgang des Erkennens“. Als Christ kann man also „wahrnehmen“, wie Gott über die Sache denkt, indem man einschlägige biblische Grundsätze zusammenträgt und darüber nachdenkt. Beim Lesen der Bibeltexte in diesem Artikel könnte man sich fragen: „Verträgt sich Glücksspiel mit diesem Text? Was sagt er mir über Gottes Ansicht dazu?“ Der Reiz des Glücks Da beim Glücksspiel auf etwas gesetzt wird, was unsicher ist, spielt insbesondere bei Geldeinsätzen das Vertrauen auf das eigene Glück — auf eine günstige Fügung des Schicksals — eine erhebliche Rolle. Im Lotto zum Beispiel tippt man auf Glückszahlen; beim Mah-Jongg-Spiel werden aus Aberglauben bestimmte Wörter vermieden; beim Würfeln bläst man auf die Würfel. Viele Spieler glauben, dadurch ihr Glück beeinflussen zu können. Ist es harmlos, wenn man auf das Glück vertraut? In alter Zeit dachten das manche in Israel. Glück, so glaubten sie, könne ihnen Wohlstand bringen. Wie sah Jehova Gott die Sache? Er ließ ihnen durch den Propheten Jesaja sagen: „Ihr . . . seid es, die Jehova verlassen, die meinen heiligen Berg vergessen, die für den Gott des ‚Glücks‘ einen Tisch herrichten und die für den Gott des ‚Schicksals‘ gemischten Wein einfüllen“ (Jesaja 65:11). Der Glaube an das Glück ist in Gottes Augen eine Form von Götzendienst und verträgt sich nicht mit der wahren Religion. Statt auf den wahren Gott vertraut man auf etwas, was nur in der Einbildung existiert. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass Gott seine Meinung geändert hat.

Glücksspiele sind Spiele um Geld, bei denen laut einer Definition Erfolg, Gewinn oder Verlust fast nur vom Zufall abhängen. Viele finden Glücksspiele in Ordnung, solange der Spieler sein eigenes Geld einsetzt und das Ganze nicht zur Sucht wird. Im Katechismus der Katholischen Kirche wird dazu gesagt: „Glücksspiele (wie Kartenspiele) oder Wetten verstoßen an und für sich nicht gegen die Gerechtigkeit. Sie werden jedoch dann sittlich unzulässig, wenn sie jemand um das bringen, was er zu seinem und anderer Menschen Lebensunterhalt braucht.“ Biblisch belegt wird diese Aussage allerdings nicht. Man muss vorausschicken, dass die Bibel Glücksspiel nicht direkt erwähnt — was jedoch nicht bedeutet, dass sie uns keine Anhaltspunkte gibt. Statt für alles und jedes Regeln aufzustellen, legt sie uns ans Herz: „Nehmt weiterhin wahr, was der Wille Jehovas ist“ (Epheser 5:17). Laut der Elberfelder Studienbibel mit Sprachschlüssel bezeichnet das hier mit „wahrnehmen“ übersetzte griechische Wort „das Zusammensammeln einzelner Aspekte einer Sache zu einem Ganzen“; es erfordert „den Vorgang des Erkennens“. Als Christ kann man also „wahrnehmen“, wie Gott über die Sache denkt, indem man einschlägige biblische Grundsätze zusammenträgt und darüber nachdenkt. Beim Lesen der Bibeltexte in diesem Artikel könnte man sich fragen: „Verträgt sich Glücksspiel mit diesem Text? Glücksspiele unterscheiden sich von regulären Geschäften oder Käufen insofern, als ein Spieler Geld gewinnen möchte, das andere verlieren. „Auf jeden Millionär, der im Lotto gemacht wird, kommen Millionen, die ihr Geld verlieren“, so die Aussage eines kanadischen Suchtzentrums. Im letzten der Zehn Gebote, die das Volk Israel zu beachten hatte, heißt es: „Du sollst nicht die Frau deines Mitmenschen begehren noch seinen Sklaven noch seine Sklavin noch seinen Stier noch seinen Esel noch irgendetwas, was deinem Mitmenschen gehört“ (2. Mose 20:17). Zu begehren, was einem anderen gehörte — ob Geld oder materieller Besitz —, war eine schwere Sünde und wurde genauso eingestuft, wie wenn man jemandes Frau begehrte. Der Apostel Paulus wiederholte dieses Gebot Jahrhunderte später in einem Brief an seine Mitchristen: „Du sollst nicht begehren“ (Römer 7:7). Würde jemand, der etwas gewinnen will, was ein anderer verliert, nicht genau dieses Gebot übertreten? „Ob sie es wahrhaben wollen oder nicht“, schreibt der Kolumnist J. Phillip Vogel, „insgeheim träumen sie [die meisten Spieler] vorher davon, dass sich ihr Einsatz — auch wenn es nur ganz wenig ist — in einen Goldregen verwandelt.“ Sie wollen ohne viel Arbeit schnell das große Geld machen. Das läuft eindeutig dem biblischen Rat zuwider, hart zu arbeiten, indem man „mit seinen Händen gute Arbeit“ leistet, damit man etwas hat, „um einem Bedürftigen davon abzugeben“ (Epheser 4:28). Paulus sagte klar und deutlich: „Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen“, und fügte hinzu, dass Christen „ihr selbst verdientes Brot essen sollten“ (2. Thessalonicher 3:10, 12). Könnte man Spielen denn als ordentliche Arbeit bezeichnen? Auch wenn es ziemlich Energie kosten kann, hat man doch alles, was man dabei bekommt, gewonnen und nicht erarbeitet. Der Ausgang beim Spielen hängt stark vom Zufall ab; man hofft, dass einem früher oder später das Glück lacht. Kurz gesagt: Spieler wollen etwas bekommen, ohne einen Finger dafür krumm zu machen. Christen dagegen sind angehalten, Geld durch ehrliche Arbeit zu verdienen. Der weise König Salomo schrieb: „Für einen Menschen gibt es nichts Besseres, als dass er essen und trinken und seine Seele Gutes sehen lassen sollte wegen seiner harten Arbeit.“ Dies sei „von der Hand des wahren Gottes her“ (Prediger 2:24). Gottes Diener bauen keine Luftschlösser und versuchen nicht, schnelles Geld zu machen, sondern richten ihren Blick auf Gott und erwarten von ihm echtes Glück und Segen. http://www.gotquestions.org/Deutsch/Bibel-Geldspiel.html

Abundumzu 12.03.2014, 23:22

Hallo Fred4u

Eine sehr gute Zusammenfassung vieler biblisch begründeter Argumente zu der Frage, ob Glücksspiel und Christentum miteinander vereinbar sind.

Sie sind es zumindest dann nicht, wenn man seinen Glauben ernst nimmt.

Man könnte die Aufzählung noch durch Jesaja 65:11, 12 ergänzen. Dort erinnert der Bibelbericht an Männer, ‘die für den Gott des „Glücks“ einen Tisch herrichteten’. Wegen dieser götzendienerischen Handlungen waren sie „für das Schwert“ bestimmt.

Für manch einen Spieler gewinnt das Glücksspiel tatsächlich derart an Bedeutung, dass er förmlich davon besessen ist und es so zu seinem Gott macht.



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Lotar 13.03.2014, 21:15

Fred4u, vielen Dank für diese umfassende und logische Erörterung zu dieser Frage. Du hast alle wesentlichen Punkte erfaßt und es gibt wenig hinzuzufügen. So klar und deutlich habe ich es bisher nicht gesehen, aber nun bleibt für mich keine Frage mehr offen, hab vielen Dank!

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laut jüdischer Auffassung verliert jemand, der sich regelmässig glücksspielen hingibt, seine Fähigkeit als Zeuge auszusagen. Er gilt von vornherein als unglaubwürdig...

Wie es mit dem Gewinn von glücksspielen aussieht (darf man ihn einfordern?) weiss ich nicht.

Hallo Catalos!

Gottes Wort geht zwar nicht näher auf Glücksspiel ein, aber was darin gesagt wird, reicht aus, um zu erkennen, dass jegliches Glücksspiel mit biblischen Grundsätzen nicht zu vereinbaren ist.

Beispielsweise wird kaum jemand bestreiten, dass Glücksspiel Menschen habgierig macht. Allein schon dieser Umstand ist für Christen von Bedeutung, weil die Bibel sagt, dass „Habgierige“ Gottes Königreich nicht erben werden, und weil sie Habsucht mit Götzendienst gleichstellt (1. Korinther 6:9, 10; Kolosser 3:5).

Darüber hinaus stachelt das Spielen zum Egoismus an und zu einem schädlichen Konkurrenzgeist. Der Apostel Paulus warnte davor, als er in Galater 5:26 (NeÜ) schrieb:

26 Wir wollen nicht ehrgeizig unsere Eitelkeit befriedigen und uns gegenseitig herausfordern oder beneiden.

Manche argumentieren vielleicht, es sei schlicht ein harmloses Vergnügen, um kleine Beträge zu wetten, wenn man mit Angehörigen oder engen Freunden zur Unterhaltung ein Karten- oder Brettspiel spielt. Wer um kleine Geldbeträge wettet, hält sich deshalb nicht unbedingt für habgierig, egoistisch, abergläubisch oder dem Konkurrenzgeist verfallen.

Doch sollte er sich fragen, wie sich sein Spielen auf seine Mitspieler auswirken könnte.
Das trifft besonders dann zu, wenn Kinder beteiligt sind.

Viele, die der Spielleidenschaft verfielen, haben „nur so zum Spaß“ mit niedrigen Einsätzen angefangen (Lukas 16:10).

Grundlage. Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK

XD meiner meinung sollte man sowas nicht spielen da es nun maol vom zufall abhängt..... aber ich würde nie etwas lassen das ich machen will nur weils in irgendeinem buch steht XD

Als Antworten zwei interessante Artikel, die sich mit dieser Frage beschäftigen: http://www.gotquestions.org/Deutsch/Bibel-Geldspiel.html

Im Judentum sind Glücksspiele verboten.

Im Christentum? Keine Ahnung, nicht mein Tisch

Lies sie doch, dann weisst du es:D

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