glaubst du an schicksal?

9 Antworten

Hallo idontc4rlol,

wenn es eine Vorherbestimmung oder ein Schicksal gibt, dann muss es auch einen Lenker des Schicksals geben. Viele bringen daher Gott mit den Schicksal in Verbindung.

Es stimmt, Gott hat schon oft viele künftige Entwicklungen vorausgesagt, das heißt aber nicht, dass er sie auch bestimmt hat. Denke dabei einmal an einen Meteorologen; auch wenn seine Wetterprognose zutrifft, bedeutet das natürlich nicht, dass er das Wetter so beeinflussen konnte, dass seine Vorhersage eintrifft.

In ähnlicher Weise hat Gott manchmal Dinge lange im Voraus bekanntgegeben, deren Eintreffen er jedoch nicht bestimmt hat. Andererseits hat Gott in bestimmten Situationen sehr wohl in das Weltgeschehen eingegriffen und sogar den Lauf der Geschichte beeinflusst.

Das hat er jedoch meistens nur dann getan, wenn es um sein eigenes Vorhaben ging, nicht um eine einzelne Person. In der Bibel gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt dafür, dass Gott das Leben jedes einzelnen Menschen vorherbestimmt.

Wäre es jedoch zutreffend, dass Gott der Lenker des Schicksals jedes Einzelnen wäre, dann müsste man sich fragen, welch ein grausamer und ungerechter Gott wohl dahinter steht.

Denn die einen wachsen in großem Wohlstand auf, während viele andere in eine Welt voller Armut hineingeboren werden. Die einen führen ein Leben in relativer Sorglosigkeit, während die anderen von der einen in die nächste Katastrophe geraten. Die einen werden steinalt, ohne jemals ernsthaft krank zu sein, während viele Kinder bereits sterben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichen. Wie ungerecht und grausam müsste Gott sein, wenn er die unterschiedlichen Geschicke der Menschen bestimmen würde!

Du siehst also, der Glaube an ein Schicksal lässt sich wohl kaum mit einem liebevollen und gerechten Gott in Einklang bringen. Über Gott heißt es jedoch in der Bibel: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Warum aber passieren dann so viele schlimme Dinge?

Wenn jemand in einen schweren Unfall verwickelt wird oder eine lebensbedrohliche Krankheit bekommt, mag er denken: "Warum gerade ich?" Manche Dinge geschehen einfach, weil sich jemand zur falschen Zeit am falschen Ort befindet oder weil gewisse Umstände zu bestimmten Ereignissen führen.

Die Bibel sagt: "Denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle" (Prediger 9:11). Wenn jemand schwer krank wird, dann kann das teilweise auf seinen eigenen Lebensstil, bestimmte Umwelteinflüsse oder genetische Veranlagungen zurückzuführen sein. Und ein großer Teil des Leides der Menschheit geht auf die Böswilligkeit und Ungerechtigkeit derer zurück, die Macht und Einfluss haben.

Gott hat jedoch beschlossen, all das Böse und Schlechte nur für eine gewisse Zeit zuzulassen. In der Bibel finden wir Erklärungen dazu, welche Gründe Gott dafür hat. Doch schon bald wird Gott dafür sorgen, dass es weder Ungerechtigkeit noch irgendwelche Schlechtigkeit mehr geben wird.

Über die herrliche Zeit, die dann anbrechen wird, heißt es in der Bibel: "Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen" (Jesaja 14:7). Und in den Psalmen steht mit Blick auf die gleiche Zeit: "Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden" (Psalm 145:16).

Wenn auch Gott nicht das Leben jedes Einzelnen vorherbestimmt, so wird es doch letztendlich dafür sorgen, dass es eines Tages allen Menschen gut geht und niemand mehr leiden muss. Wer das erleben möchte, der sollte keine Zeit verlieren, Gott und seine Wege kennenzulernen.

LG Philipp

Als Christ glaube ich an kein Schicksal, sondern an die Vorsehung Gottes.

Die Frage ist, wer oder was steuert ein "Schicksal"? Immerhin ist es ein anonymer Begriff und mehr eine wörtliche Umschreibung für den Lauf des Lebens. Das Schicksal hat also weder Gestalt noch Macht oder Einfluss. ...

Wird das Schicksal aus religiöser Sicht betrachtet, so besagt der Schicksalsglaube, dass eine höhere Macht vorherbestimmt, wie der Lebensweg dieses Menschen aussehen wird. Dem Mensch wird nur ein geringfügiges Maß an Entscheidungs- und Einflussmöglichkeiten auf das Schicksal eingeräumt. So sehen Anhänger des Islams alle Ereignisse als vorherbestimmt und von oben gelenkt. Fatalismus lässt wenig Raum zum eigenständigen Gestalten, erleichtert auf der anderen Seite jedoch die Überwindung von Schicksalsschlägen, da diese als von Gott gegeben angesehen werden.

Der christliche Glaube dagegen lässt kein Schicksal zu, sondern vertraut auf die Vorsehung Gottes, die einen guten Plan für unser Leben hat, aber die Freiheit des Menschen nicht ausschließt. Der Mensch geht oft eigene Wege und trägt dafür selbst auch die Verantwortung für ein vermeintliches "Schicksal" (das er oft auch hätte vermeiden können). Man kann also nicht von Vorherbestimmung sprechen, die auf jeden Fall eintreffen wird ohne eigene willentliche Beteiligung, es sei denn, man übergibt sich und sein Leben ganz dem Willen und der Führung Gottes. Dann muss man tun, was man tun kann und alles andere Gott überlassen.

Ich glaube auch daran das alles Schicksal ist, das alles schon festgelegt ist. Durch die Programmierung (ich nenne es mal jetzt so, meine kein computerspiel ^^) steht ja schon fest was passiert. Kein problem für das Göttliche (muss nicht jeder glauben)

in die Zukunft zu sehen, weil je nachdem wie alles geschaffen wurde nimmt es dann seinen weg, also der Mensch

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Auserdem gibt es Zufälle und "Zufälle" Nach dem 100ten (exakt selben) "Zufall" ist es kein "Zufall" mehr. Hat nicht jeder aber gibt genug, die wissen was ich meine.

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Ja. Oft im Leben weist uns das Schicksal einen Weg. Aber man muss trotzdem aufpassen damit man nicht leichtsinnig an Schicksalswege glaubt. Immer dabei auf das Bauchgefühl hören.

Nein,

ich glaube Ihm (Jes.45,22; Joh.14,6).

Woher ich das weiß:Recherche

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