Gibt es in Spanien für Deutsche Sozialhilfe?

5 Antworten

Ich glaube ja. Ich meine, ich hätte so was schon mal im TV gesehen (allerdings ging es da um Rentner). Du musst auf jeden Fall dort gemeldet sein, ist aber eh klar.

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danke für die info.

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Wenn du in Spanien residierst, gemeldet bist und dort gearbeitet und in die Sozialkassen eingezahlt hast bekommst du wie alle Spanier auch Beihilfen, soweit vorgesehen. Meist gibt es diese jedoch nur im Zusammenhang mit familiären Lasten (vom Arbeitslosengeld mal abgesehen). Ansonsten stehen dir noch Verbände wie Cáritas oder die Stiftungen der Sparkassen offen, wo du Beihilfe beantragen kannst oder kostenlos Essen bekommst, falls wirklich bedürftig.

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ja, das ist mir schon klar. dass es dort arbeitslosengeld gibt für menschen die dort in die kasse einbezahlt haben weiss man ja. was ist aber wenn ich dort noch nicht in die sozialkassen eingezahlt habe? dann muss es doch auch etwas geben denn unsere eu bürger bekommen auch sofort leistungen hier in deutschland aus dem sozialgesetzbuch XII ohne jemals auch nur einen cent eingezahlt zu haben.

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@ghostwriterXXL

Ich schrieb "vom Arbeitslosengeld mal abgesehen."

Spanien ist anders als Deutschland. Dort ist nicht der Staat für alles verantwortlich, sondern die Familie hilft sich untereinander. Wenn du noch nie was eingezahlt hast und keine unterhaltspflichtigen Kinder bzw. Plegebedürftige in deinem Haushalt hast, ist dort vorgesehen, dass du eben wieder zu deinen Eltern ziehst.

Du würdest für Spanien auch keine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Ich meine: du kannst als EU-Bürger nach Spanien einreisen, dich dort ein paar Monate aufhalten oder dort arbeiten, aber dich nicht unbegrenzt aufhalten, wenn du nicht für deinen Unterhalt sorgen kannst. Klar. Nachdem du keinen Stempel bei der nichtvorhandenen Grenzkontrolle in den Ausweis bekommst, kann dir keiner Nachweisen, wie lange du im Lande bist. Aber wenn du Beihilfen beantragst, musst du gemeldet sein. Bei der Beantragung der Residencia musst du Einkommen bzw. einen Arbeitsvertrag vorweisen.

Es steht dir aber auch frei, dort zu arbeiten oder sonst wie dein Glück zu versuchen, z.B. als Selbständiger oder Verkäufer von Handwerklichem am Strand oder was auch immer. Soweit ich informiert bin bekommt auch kein Spanier Sozialhilfe, wenn er nach Deutschland zieht. Diese kommen meist, um dort als Ingenieure etc. zu arbeiten oder im Notfall als Hilfsarbeiter, aber nicht um zu betteln.

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@jahresurlaub

also heisst das im klartext wenn ich in spanien gemeldet bin und im besitz einer residencia bin habe ich anspruch auf sozialhilffe, unabhängig davon ob ich jemals schon in spanien gearbeitet habe? hast du dazu auch irgendwelche gesetzestexte, paragraphen bzw. links die deine behauptung untermauern?

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@ghostwriterXXL

"Meine Behauptungen" sind die Erahrungen der letzten 12 Jahre hier in Spanien, die Nachrichtenlage usw.. Wenn du keine familären Verpflichtungen hast, wirst du nichts(!) bekommen. Es gibt keine Sozialhilfe in dem Sinne oder Harz4, sondern nur eine an das Ende des Arbeitslosengeldes gekoppelte 6-monatige 400-Euro-Hilfe und dann eben noch weitere Hilfen, diese aber nur für Familien oder Alleinerziehende oder Haushalte mit Pflegebedürftigen.

Ich antworte dir hier nur. Wüsste nicht, dass ich dadurch eine Verpflichtung eingehe, dir jetzt auch noch Links und Gesetzestexte rauszusuchen oder meine Aussagen zu "untermauern". Geb mal "ayuda de 400 euros" oder "ayuda por puntos" ein. Ansonsten viel Glück.

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@jahresurlaub

Allerdings braucht hier keiner zu verhungern. Du bekämst in den Essenssälen der Cáritas zu Essen und ggf. von Sozialstiftungen Supermarkt-Gutscheine, aber kein Geld.

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@jahresurlaub

dass es 6 monate lang 400 euro gibt nachdem das normale alg2 aufgebraucht ist wusste ich bereits. es geht ja vielmehr um die frage, was ist danach? es kann doch nicht sein dass es dort keine dauerhafte sozialhilfe gibt. ich weiss dass es in spanien sozialgeförderte wohnungen gibt die man allerdings nur mit einem nachweis anmieten kann, sog. sozialwohnungen. ich glaube nicht dass es nach den 6 monaten keinerlei finanzielle unterstützung mehr gibt. wenn dem so wäre müsste man diesen menschenrechtsverstoss umgehend zur anzeige bringen. es kann ja nicht sein dass deutschland für alles die zeche zahlen muss. inzwischen sogar für gestrandete spanier hier in d. warum sollten dann spanier, polen, österreicher etc. oder deutsche, eben alle bürger die zur europäischen union gehören und in spanien dauerhaft leben und keine arbeit mehr haben oder dort noch nie hatten nichts bekommen? dass es dort keine dauerhafte sozialhilfe gibt kann ich mir echt beim besten willen nicht vorstellen. wenn doch, wird es zeit dass da was passiert um ggfls. diesen schweren menschenrechtsverstoss ----, (sofern das wirklich so ist wie sie oben aufgeführt beschreiben,) ---abzustellen.

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@ghostwriterXXL

Ich will mit dir nicht rumdiskutieren, aber:

  1. Zunächst mal gibt es weit mehr Deutsche in Spanien als Spanier in Deutschland.
  2. Zum anderen kommen Spanier nach Deutschland um zu arbeiten, nicht um zu betteln oder Sozialleistungen zu kassieren. Meist sogar weitaus höher qualifiziert als Deutsche, denn dort ist Studieren die Regel.
  3. Gehen Spanier, sobald die Krise vorbei ist, naturgemäß zum überwiegenden Großteil nach Spanien zurück.
  4. Kann ich Leute nicht ab, die in ein anderes Land gehen, um dort den Sozialtopf anzuzapfen. Das ist dein Vorhaben, nicht das der Spanier.
  5. Bist du doch bestimmt auch einer der 90% Deutschen, die meinen, die Südeuropäer arbeiten nicht, wollen nur kassieren, usw. usf. Jetzt siehst du, dass sie doch nicht kassieren und redest von Menschenrechtsverstoss.
  6. Ist in Spanien die Solidarität und der Familienzusammenhalt höher. Die Leute helfen sich untereinander. Hier muss nicht für alles der Staat aufkommen. Spaniern war das Land, welches z.B. am meisten beim Erdbeben nach Haiti spendete, ist das Land, wo am meisten Organe weltweit freiwillig gespendet werden, ist das Land, welches im Sommer und über Weihnachten Tausende von Afrikanischen Flüchtliingskinder und Tschernobyl-Kinder aufnimmt, um mit ihnen eine gute Zeit zu verbringen und weiter Kontakt zu halten, etc.
  7. Ist dort das Klima nicht mit dem deutschen zu vergleichen. Es gibt weite Zonen, wo du den Winter über nicht erfrierst ggf. sogar es frühsommerlich warm den Winter über hast. Wer in Mittel- und Nordeuropa nicht für den Winter vorsorgt, der stirbt.
  8. Gibt es in Spanien Lebensmittelbanken, Hilfswerke usw. Es verhungert keiner. Auch wird in der Not i.d.R. von den Gemeinden Wohnraum zur Verfügung gestellt. Aber nicht für Aussteiger, die zu geizig sind, ihren Urlaub zu finanzieren, sondern für Bedürftige. Und wie gesagt: Sachleistungen, aber kein Geld.

Was ist dein Problem? Bist du Sozialpädagoge und kannst nicht schlafen? Jedes Land hat seine Sitten und Gebräuche. In Deutschland zählt eben der Individualismus, in Spanien der Familiensinn. In Deutschland könntest du mit 40 nicht zu deinen Eltern. Da muss der Staat einspringen, sonst kannst du dich gleich behandeln lassen, weil dich jeder als Versager abstempeln würde. In Spanien springt die Familie ein. Hast du keine, oder familiäre Lasten, springt der Staat ein.

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@jahresurlaub

@jahresurlaub: Ich will auch nicht rumstreiten, aber du schriebst, dass du aus deinen Erfahrungen der letzten 12 Jahre schreibst. Nur bin ich der Meinung, aus den Nachrichten gehört zu haben, dass die 400,- € Hilfe auch bereits wieder abgeschafft wurde...?

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@ghostwriterXXL

kümmere dich doch um die Menschenrechtsverstoße in deinem eigenen Land. Spanien ist nicht D. Und jedes Land kann immer noch selber bestimmen, wie es mit seinen Ausländern umgeht. Und wenn ihr in D die alle verhätschelt und durchfüttert, dann ist das ein deutsches Problem und gilt nicht für den Rest der Welt. Ich finde es gut, wie es in Spanien gehandhabt wird. Und es verhungert Niemand, wenn er Familie hier hat. Sozialschmarotzer fallen natürlich hinten runter.

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hast du dazu evtl. einen paragraphen oder gesetzestexte bzw. links zu websiten auf spanisch oder deutsch wo es definitiv drin steht dass das so ist?

Ist man beim Bezug von Sozialhilfe als Aufstockung bei der "Früh"rente verpflichtet, sich weiterhin zu bewerben (wie bei Hartz IV)?

Ich gehe demnächst freiwillig in Rente mit 63, die aber finanziell nicht ausreicht, sodass ich (aufstockende) Sozialhilfe beantragen muss, weil man ja noch keine "Grundsicherung im Alter" bekommt, wenn man vor dem offiziellen Rentenbeginn freiwillig in Rente geht (und die Abschläge in Kauf nimmt). Meine Fragen: 1. Kann ich verpflichtet werden, mich während des Sozialhilfebezugs zu bewerben und z.B. einen Nebenjob/Minijob anzunehmen, da ich ja noch "arbeitsfähig" bin? 2. Kann ich bestraft werden (also Abzüge wie bei Hartz IV), wenn ich meinen Midijob, den ich vorher hatte, selbst gekündigt habe zum Beginn meiner Rentenzahlungen? Vielen Dank für Eure Antworten!

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