Gibt es eine Möglichkeit eine betriebliche Altersvorsorge zu kündigen und vorzeitig auszahlen zu lassen?

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4 Antworten

Nachdem ich meine Wissenslücke nun aufgefüllt habe nochmal eine Zusammenfassung:

Der Vertrag im ganzen ist nicht kündbar.

Lediglich das Vertragsguthaben das sich aus den Beiträgen des frei verfügbar gewesenen Arbeitsentgelt (ohne VL / AVWL) des Arbeitnehmers ergibt ist beleihbar oder auszahlbar.

Steuerrechtlich:
Das jährliche zu versteuernde Einkommen erhöht sich um den Auszahlungsbetrag. Daraus ergibt sich eine höhere Steuerprogression des gesamten Jahreseinkommens in dem Jahr in dem der Betrag ausgezahlt wurde auch für Arbeitsentgelte für die der Arbeitgeber bereits entsprechende Teile des Gehalts an das Finanzamt abgeführt hat. Daher ist eine relativ hohe Steuernachzahlung unvermeidbar.

Sozialversicherung:
Da die Beiträge zur bAV aus bisher SV-freien Gehältern gezahlt wurde ergibt sich für die vorzeitige Verwendung eine Erhebung der SV- Beiträge. Dies betrifft sowohl den Arbeitgeberanteil von 19,325 % und den Arbeitnehmeranteil an SV Beiträgen von 19,325 % zzgl. Kinderlosenmalus und KV Mehrbeitrag.

Unterm Strich kostet eine vorzeitige Verwendung einer betrieblichen Altersversorgung mehr als man vorzeitig herausbekommen kann.

UND DAS IST AUCH GUT SO ! ! !

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Hallo,

da die Vorgaben zu gering sind, sage ich deshalb, das der Vertrag nicht kündbar ist, sondern beitragsfrei bis zur rechtlichen Altersgrenze fortgeführt wird. Ansonsten gilt:

Deine Kündigung der Direktversicherung

Um die steuerlichen Vorteile der Direktversicherung zu rechtfertigen, müssen die Policen eine Unkündbarkeitsklausel enthalten. Dies bedeutet, dass Du die Direktversicherung nicht vor dem 60. Lebensjahr kündigen kannst (Verfügungsbeschränkung in § 2 Abs. 2 BetrAVG). Lediglich die Optionen der Übertragung und der Beitragsfreistellung stehen Dir offen. Auch das Beleihen und Verpfänden der Police ist ausdrücklich ausgeschlossen. Da die Beiträge der Versicherung steuerfrei sind, musst Du im Alter auf die Erträge der Versicherung noch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Lediglich die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung sparst Du durch diese Verzögerung tatsächlich ein.

Beste Grüße

Dickie59

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Die betriebliche Altersversorgung ist staatlich gefördert und auch gesponsert. Diese Vorteile würden dann alle wieder rückgängig gemacht.

Dann kann es passieren, dass von dem Guthaben nicht mehr viel übrig bleibt. Die Kosten für den Vertrag sind ja bereits in voller Höhe angefallen. Dieser Wert ist sowieso weg.

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Kommentar von LeilaLeilaLeila
31.05.2016, 20:14

Hmm, ja das ist ein berechtigter Gedanke!
Man müsste dann mal errechnen, ob es sich wirklich lohnen würde...

Wissen Sie denn, ob es eine Möglichkeit gibt frühzeitig die Altersvorsorge aufzulösen?

Da muss es doch eine Lücke geben...

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In der Regel sind Verträge aus der betrieblichen Altersvorsorge nicht so ohne weiteres zu kündigen. Die Auszahlung ist je nach Abschlussjahr erst ab dem 60. bzw. dem 62. Lebensjahr möglich. So ist es jedenfalls gesetzlich geregelt. 

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