Inkasso Mahnung GFKL (Base). Weißt da jemanden Rat, wie ich dagegen vorgehen/wehren kann?

6 Antworten

Das ist schon sehr unverschämt, zumal Du dafür überhaupt nichts kannst.

Ich verstehe es so, daß Du ohnehin den Basevertrag loswerden willst (falls nicht müsste man anders vorgehen, als ich nun beschreibe). Weiter unten hast Du geschrieben, dass es sich um eine Teilkündigung handelt und Du hast die Forderung aufgestellt.

Überweise die ursprünglichen 18,50 € zweckgebunden. Entweder direkt an Base ("Kundennummer, Forderung aus Ihrem Schreiben vom Datum") oder an das Inkassounternehmen ("Aktenzeichen, nur Hauptpforderung").

Zum einen würde ich gegenüber dem Inkassounternehmen schriftlich per Einschreiben-Einwurf widersprechen.


--------- schnipp --------


Absender

Einschreiben-Einwurf Empfänger (Inkasso)

Ort, Datum

Aktenzeichen
Base / sissi8910
Ihre Mahnung vom Datum Widerspruch gegen Ihre Forderung

Sehr geehrte Damen und Herren,

die ursprüngliche Hauptforderung über 18,50 € habe ich am Datum überwiesen.

Ich widerspreche der restlichen Hauptforderung Ihrer Auftraggeberin als auch die von Ihnen aufgestellten Verzugs-/Mahnkosten. Ich werde nicht zahlen, da die Forderung unberechtigt ist.

Ich begründe meinen Widerspruch wie folgt: Ihrer Auftraggeberin wurde mit Vertragsabschluss eine Einzugsermächtigung erteilt. Daraus ergibt sich, dass der Rechnungsbetrag aus dem Jahr 2013 von meinem Konto hätte abgebucht werden sollen. Dies ist offensichtlich nicht geschehen. Daraus ergibt sich, dass sich Ihre Auftraggeberin im Gläubigerannahmeverzug befindet (§ 293 BGB). Ein Zahlungsverzug meinerseits ist nicht eingetreten, da Ihre Auftraggeberin nicht ausdrücklich erklärt hat, von der Einzugsermächtigung keinen Gebrauch zu machen. Ferner verweise ich Sie auch auf § 300 Abs. 1 BGB.

Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine widersprochene Forderung nicht an die Schufa oder eine andere Auskunftei gemeldet werden darf.

Bitte verzichten Sie auf weitere Mahnungen und auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einen solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den in diesem Schreiben geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da die Forderung Ihrer Auftraggeberin unberechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

---------- schnapp -----------

Zum anderen würde ich Base gegenüber schriftlich per Einschreiben-Einwurf fristlos kündigen.

---------- schnupp ------------



Absender

Einschreiben-Einwurf Empfänger (Base)

Ort, Datum

Kundennummer
Ihre Teilkündigung vom Datum Fristlose Kündigung Widerruf Einzugsermächtigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Teilkündigung betrachte ich als Leistungsverweigerung und als Verstoß gegen § 45k Abs. 1 u. 2 TKG. Daher spreche ich hiermit eine fristlose Kündigung aus und widerrufe gleichzeitig die erteilte Einzugsermächtigung.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift


------------ schwupp ----------

Etwaige noch offene Positionen an Mobilfunkkosten müsstest Du natürlich noch (ggf. anteilig) zahlen.

Beim Schreiben an Base wäre im zweiten Satz noch einzufügen: "Daher spreche ich hiermit eine fristlose Kündigung aus (§ 314 BGB) und widerrufe gleichzeitig die erteilte Einzugsermächtigung."

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Und denke daran, dass Du nur in einer angemessenen Frist eine fristlose Kündigung aussprechen kannst,

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@Xipolis

Ich bedanke mich wirklich herzlich! Da ich mich nie mit sowas in Berührung kam, war ich überfrag und auch teilweise überfordert. Mir kam diese Forderung von den Inkassounternehmen sehr dubiös. Ich werde den Anschreiben heute noch abschicken! Vielen Dank und werde euch, wenn etwas neues ergibt natürlich weitergeben!

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@sissi8910

Du musst allerdings damit rechnen, dass das Inkassounternehmen vermutlich nicht einfach locker lässt und auch das Base hartnäckig bleibt (Teilkündigung bedeutet meist, Du bist gesperrt, sollst aber trotzdem monatlich zahlen).

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Die Forderung ist verjährt (Ich halte anhand deiner Schilderung verjährungshemmende Umstände für ausgeschlossen). Du kannst das also problemlos zurückweisen und Einrede der Verjährung erklären.

Zudem wäre eine außerordentliche Kündigung wegen derart geringer Rückstände ohnehin nicht wirksam. Du kannst also wieder sofortige Aufhebung der Kündigung fordern.

Forderung ist aus 2013 , ist erst am 1.1.2017 verjährt

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Ich würde dem Inkasso folgendes schicken:
"Wertes Inkasso. Forderungen aus 2012 sind verjährt. Ich spreche hiermit eine fristlose Kündigung aus wegen Leistungsverweigerung in Verbindung mit einem Verstoß gegen das TKG (75€-Grenze). Weitere Bettelbriefe beantworte ich nicht, einem Mahnbescheid werde ich widersprechen."

Begründung findest du hier schon. :-)

mepeisen, die Forderung ist aus 2013 und damit noch nicht verjährt.

Der Hinweis auf TKG ist korrekt. Es reicht aber, wenn Sie die Kündigung von Base annimmt.



§ 45k Abs. 2 Satz 1 TKG

Wegen Zahlungsverzugs darf der Anbieter eine Sperre durchführen, wenn der Teilnehmer nach Abzug etwaiger Anzahlungen mit Zahlungsverpflichtungen von mindestens 75 Euro in Verzug ist und der Anbieter die Sperre mindestens zwei Wochen zuvor schriftlich angedroht und dabei auf die Möglichkeit des Teilnehmers, Rechtsschutz vor den Gerichten zu suchen, hingewiesen hat. 



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Hmmm. Wie komme ich nur auf 2012. War wohl gestern schon spät. Hast Recht. Oder die TE hat zwischendrin mal 2012 geschrieben. Irgendwer fing von 2012 an. Weiß nicht mehr, wer.

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@mepeisen

Ich glaube sie hat erst 2012 geschrieben und es dann korrigiert auf 2013.

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