Gewerbe nötig für Spreadshirt?

4 Antworten

Du hattest schon einmal eine Anwort von mir bekommen. Nun, aus aktuellem Anlass, bekommst Du noch eine. Es wäre durchaus möglich, sich bei Spreadshirt mit einer, zwar existierenden aber unrichtigen Adresse und einem Paypalkpnto anzumelden. Und aus gegebenem Anlass ist dies durch aus auch für Erwachsene ratsam, denn wenn Spreadshirt mit dem Slogan:

Ohne Risiko, ohne Kosten, ohne Stress.

Keine Sorge, Wir haben alles im Blick.

wirbt, dann ist das leider nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit trägst Du eines der größten Risiken in diesem Geschäft: Das Abmahnrisiko!

Verlasse Dich nicht darauf, dass Du ein ehrlicher Mensch bist und anderer Leute Rechte achtest. Du glaubst gar nicht, was alles irgendwo von irgendwem geschützt ist.

Wenn du im Netz Textilien mit Gewinnerzielungsabsicht zum Kauf anbietest, ist das ein Gewerbe. Da du das als Minderjähriger aber nur mit Zustimmung des Familiengerichts anmelden könntest, ist der Ärger vorprogrammiert.

Freigrenzen für Gewinne oder Umsatz giibt es im Gewerberecht nicht. Auch Firmen, die Verluste machen, müssen das Gewerbe angemeldet haben.

Steuern muss man erst zahlen, wenn die Gesamteinkünfte im jahr 8.354 € übersteigen.

Ich würde es erst einmal versuchen. Ein Gewerbe könntest Du (bzw. ein Volljähriger für Dich) später noch anmelden wenn Du feststellst, dass sich damit mehr als ein Taschengeld verdienen lässt. Du musst nämlich wissen, dass dies bei mehr als 99% aller Designanbieter nicht so ist - den ganzen euphorischen Jubelvideos bei Youtube zum Trotz, die den Leuten erzählen wie einfach man mit ein paar zusammengeklickten Sprüchen oder Designs von unterbezahlten Designern aus Billiglohnländern bei POD-Shirtanbietern Geld verdienen kann.

Schon beim ersten Nachdenken sollte auffallen, dass die sich damit ja den eigenen Ast absägen würden auf dem sie sitzen; sprich sich mit Konkurrenz zupflastern würden. Wer würden das denn tun?

Was da bei Youtube zu sehen ist, sind Werbevideos der POD Shirt-Factories, die auf Partner mit guten Designs angewiesen sind bzw. darauf ihr Geschäftsmodell aufbauen. Mit anderen Worten: Du und noch möglichst viele andere sollen denen Kunden zuführen. Für den einzelnen Designer reicht es meist gerade mal als Taschengeld - für die POD-Factory ist das Modell allerdings interessant.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

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