Geklautes fahrrad beschädigt?

11 Antworten

Mal angenommen die 1300€ mögen stimmen, wenn dann an dem Rad nichts weiter gemacht wurde, außer regelmäßig der Antrieb gewartet, sind nach 10 Jahren die 400€ beinahe realistisch.

Aber: während der 3 Wochen weiß der Besitzer nicht, wie mit seinem Rad gefahren wurde. Sind damit extreme Sprünge gemacht worden? Gab es Umfälle/Unfälle. Deshalb kann er theoretisch, aus Sicherheitsgründen, nicht aus bösem Willen! vom Rahmen über Sattelstütze und Lenker, Innenlager, Steuersatz und Gabel sowie Laufräder eigentlich alles wechseln lassen. Und zwar nicht zum Gebrauchtpreis, sondern zum Neuwert vergleichbarer Technik. Denn kein seriöser Händler kann da Gebrauchtteile verbauen.

Die einzigen Teile, die notfalls original bleiben können, ist Schaltung, Bremskörper und Sattel.

auf 400 Euro geschätzt

Polizisten und Staatsanwälte sind in der Regel keine Fahrrad-Sachverständige. Man wird den damaligen Neupreis rausgesucht und pro Jahr x € abgezogen haben. Wenn vor kurzem ein neuer Laufradsatz für 400€ reinkam, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

Zahlt er nicht, kommen zusätzlich noch die Anwalts- und Inkassokosten dazu, denn dann wird der Geschädigte einen vollstreckbaren Titel bei Gericht erwirken - bzw auf Kosten des Täters erwirken lassen, warum soll er sich auch selbst drum kümmern?

Hallo Yasmin,

ich bin kein Rechtsanwalt und kann deswegen keine Rechtsberatung geben.

Theoretisch muss Dein Freund für die Schäden aufkommen.

Allerdings scheint es unverhältnismäßig zu sein. Ich weiß nicht, wie es sich bei Fahrrädern verhält, aber bei Schäden an einem Auto, in diesem Umfang, würde man von einem Totalschaden sprechen.

Endgültig lässt es sich nur über einen Anwalt klären.

Gruß, RayAnderson

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