Gegen Kaution aus dem Gefängniss kommen?

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8 Antworten

Das sollte der Anwalt machen und einen Antrag auf Haftprüfung stellen.

  • Solange der Beschuldigte in Untersuchungshaft ist, kann er jederzeit die
    gerichtliche Prüfung beantragen, ob der Haftbefehl aufzuheben oder
    dessen Vollzug auszusetzen ist (Haftprüfung). Der Richter kann einzelne
    Ermittlungen anordnen, die für die künftige Entscheidung über die
    Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft von Bedeutung sind, und nach
    Durchführung dieser Ermittlungen eine neue Prüfung vornehmen.

http://www.strafrecht-grassl-koblenz.de/Haftpruefung

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Bei deinem Text passt einiges nicht. 

Die Bewährungsfrist beträgt nach StGB 56a max. 5 Jahre. Die mit 18 Jahren verhängte Strafe wäre also spätestens mit 23 getilgt worden!

Wenn dein Freund über 2 Jahre später immer noch auf Bewährung ist, dann hat er definitiv mehr auf dem Kerbholz. 

Zur U-Haft: Eine Kaution wäre möglich, wenn die Haft auf Grund von Fluchtgefahr angeordnet wurde. Liegt hingegen Verdunkelungs- oder Wiederholunsgefahr vor, kann keine Kaution gestellt werden.

In Verbindung mit der noch offenen Bewährung vermute ich mal den zuletzt genannten Grund. 

Der Anwalt wird vermutlich eine Haftprüfung beantragen - mehr als abwarten kannst Du im Moment nicht. 

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Das kann man so nicht beantworten. Dazu müsste man wissen, welche neuen Delikte ihm vorgeworfen werden und ob lediglich Fluchtgefahr der Grund für die Anordnung von U-Haft ist.

Vermutlich kommt Kaution hier aber nicht in Frage, da er durch wiederholte Straftaten die Bewährung verwirkt hat und deshalb eben seine Strafe in Haftform zu verbüßen hat.

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Grundsätzlich besteht nach § 116 Abs. 1 Nr. 4 StPO die Möglichkeit, eine wegen Fluchtgefahr angeordnete Untersuchungshaft auszusetzen. Besteht die Untersuchungshaft aber wegen eines anderen Haftgrundes wie etwa der Verdunkelungsgefahr, scheidet eine Kaution von vornherein aus.

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Seine Vortaten haben mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts mit der jetzt angeordneten U-Haft zu tun. Bei Haftsachen bekommt der Häftling einen Anwalt zur Seite gestellt. Dieser wird wissen, was zu tun ist. 

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Dein Verlobter scheint Wiederholungstäter zu sein. Die Allgemeinheit muß vor ihm geschützt werden.

Er wußte VOR seinen Straftaten, was ihm blüht, wenn er rückfällig wird. Er hat das Risiko vorsätzlich und bewußt in Kauf genommen. Nun muß er die Konsequenzen für sein Handeln tragen, das ist doch wohl klar.

Wenn seine Bewährung wegen neuer Strataten aufgehoben wird, dann kann man ihn nicht gegen eine Kaution aus dem Gefängnis holen und das ist auch gut so. Irgendwann muß er mal den Ernst des Lebens hinter Gittern kennenlernen. Es ist seine Wahl: Entweder Freiheit ohne Straftaten oder Gefängnis mit Straftaten.

Hast du dir mal überlegt, wie egoistisch und rücksichtslos dein Verlobter anderen Menschen gegenüber ist und wie groß der materielle und/oder körperliche Schaden für seine Opfer ist? Wenn er gewalttätig ist, wie groß muß die Angst seiner Opfer gewesen sein? Warum sollen die Opfer leiden und er nicht einmal eine Strafe im Gefängnis absitzen? Opfer leiden häufig ein Leben lang, Täter nur die kurze Zeit im Knast.

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Darum soll sich sein Anwalt kümmern, wen er in Untersuchungshaft ist hat er einen.

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Ganz offensichtlich ist er lernressistent. Er hat eine Warnung bekommen, diese aber nicht ernst genommen. Also muss er mit den Konsequenzen zurecht kommen.

An deiner Stelle würde ich mir gut überlegen, ob ich mit so einem Mann mein Leben verbringen möchte.

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