Gebrauchtwagen mit nicht angegebenen Mängeln gekauft - wer trägt die Reperaturkosten?

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11 Antworten

Wenn der Verkäufer von den Mängeln wusste, nennt man das arglistige Täuschung.

Und da er seine Sachmängelhaftung nicht ausgeschlossen hat, was er hätte als privat Person durchaus tun können, kannst du ihn belangen.....denn auch ein mündlicher Kaufvertrag, ist ein Kaufvertrag....er muss dir also in den ersten 6 Monaten beweisen, dass die Mängel erst nach dem kauf aufgetreten sind und das kann er nicht! Also ist er in der Pflicht, der Nachbesserung.....

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Bei einem Autokauf von Privat zu Privat und auch noch ohne schriftlichen Vertrag, hast du keine Chance.

Da steht Aussage gegen Aussage.

Dass ein Fahrzeug im Dezember durch den TÜV ging heißt ja nicht, dass nicht im Januar der Motor oder das Getriebe verrecken können. Der TÜV prüft nur ob das Fahrzeug am Vorführtag verkehrssicher ist.

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Vermutlich wirst Du mangels schriftlichem Vertrag die Reparaturkosten als Lehrgeld abschreiben müssen: nächstes mal besser!. Ein Anwalt kostet Dich nur noch zusätzlich und wird Dir nichts bringen.

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die weitaus MEISTEN kaufverträge werden durch sog. konkludentes handeln abgeschlossen: der kunde legt das zeug, was er haben möchte auf das förderband an der supermarktkasse und wartet darauf, dass ihm die gesamtkosten genannt werden. das geld wird übergeben, und damit gleich mehrere kaufverträge rechtsgültig abgeschlossen. ICH würde an deiner stelle erst mal zum verkäufer gehen und ihm anbieten, nochmal über den preis zu verhandeln. sollte er sich nicht einsichtig zeigen, könntest du ihm "einfach mal so" mit der "rechtlichen anfechtung" des kaufvertrages zu drohen, die ihm kosten verursachen würde. egal jetzt, ob da wirklichkeit und traum ineinander fliessen: wenn`s was nützt, hast du gewonnen.

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CK0N3 31.03.2014, 20:17

Danke für die Antwort. Den Verkäufer habe ich schon angerufen und ihm die Lage geschildert. Als er dann aber keine Einsich zeigte, drohte ich ihm zu meinem Anwalt zu gehen, was ich morgen auch tun werde. Darauf antwortete er nur "ja, dann machen Sie das." Werde mir aufjedenfall anhören was der Anwalt dazu sagen wird, wenn es auch das gleiche ist was ich in den Kommentaren gelesen habe. Bleibt mir ja jetzt nicht mehr viel übrig. Und vielleicht habe ich ja doch etwas übersehen, was letzendlich als Beweismittel gegen den Verkäufer dient, wer weis.

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Die Sache ist dass du auch Probe gefahren bist.

Der Verkäufer kann jetzt einfach sagen 'Mängel in Kauf genommen durch Begutachtung und Probefahrt'

Kannst natürlich auch das probieren was der werte Mystika1245 geschrieben hat.

Nur musst du dich auch mit dem auseinandersetzen was dein gegenüber als Argumente hervorbringen kann und versuchen diese zu negieren. Ausserdem sind Gerichtsurteile manchmal auch Präzedenzfall zu sehen. (Natürlich sichtlich unwahrscheinlich aber der Richter kann durch deine Überzeugung bzw die fehlende Einsicht des VK sich auch ein bild machen) 

Viel Glück und vertrau gleichzeitig auch nicht drauf sonst kommst du vom Regen in die Traufe und bist der noch-mehr-gelackmeierte 

Gruß 

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Wenn du 3.600 für eine Mühle bezahlt hast, die nur einen Bruchteil wert ist, halte ich das durchaus nicht für verschwendete Zeit.

Deine Rechte bestimmen sich nach § 437 BGB. Wichtig dabei: schnell entscheiden was du willst. Nichts selbst reparieren oder reparieren lassen. Dokumentiere die Schäden und fordere den Verkäufer dazu auf, die Mängel zu beheben. Wenn er das nicht einsieht, wirst du wohl zum Anwalt gehen müssen.

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CK0N3 29.03.2014, 17:34

Ich habe den Verkäufer schon angerufen. Er stellt sich natürlich quer. Werde bis Montag warten, bis mir die Werkstatt den Kostenvoranschlag mittelt. Danach werde ich zum Anwalt gehen.

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ja durch fehler lernt man. merke dir: kaufe NIE ein auto von privat, vorallem wenn du den verkäufer nicht kennst! und wenn, dann sollte jemand dabei sein, der sich auskennt und das alles vor ort überprüfen kann.

ansonsten bin ich der gleichen meinung wie der kfz-meister. rede mit deinem anwalt drüber, er wird dir sagen können obs sinn macht der sache nach zu gehen oder nicht.

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DerHans 29.03.2014, 15:13

Der Anwalt kostet dabei nur zusätzliches Geld. Es existiert kein schriftlicher Vertrag. Da können beide Parteien behaupten, was sie wollen.

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Chipewa 29.03.2014, 15:28
@DerHans

zeugen für den verkauf gibts trotzdem usw. deswegen beraten lassen und aus seinen fehlern lernen!

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bronkhorst 30.03.2014, 08:05
kaufe NIE ein auto von privat

Wieso denn nicht?

Gegenüber einem Kauf beim Händler spart man dessen Marge - und im Zweifelsfall kann ein Händler sein know how besser einsetzen, um Mängel zu kaschieren und sich seine Vertragskonstrukte anwaltlich optimieren zu lassen, als sich das für einen Privaten lohnen würde.

Eine Überprüfung des Autos bzw. der begleitenden Dokumente ist immer Pflicht - und ein schriftlicher Vertrag, in dem die Kaufsumme steht, ebenfalls.

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Chipewa 30.03.2014, 12:59
@bronkhorst

wieos nicht? weil man zu 98% übers ohr gehauen wird so wie dieser user hier. und man hat nichts in der hand und keine garantie. da sist beim händler anders. der muß haften.

Eine Überprüfung des Autos bzw. der begleitenden Dokumente ist immer Pflicht>

was pflicht ist und was gemacht wird sind meistens zwei paar schuhe. das mußte auch der junge cousin meines kumpels bitter lernen, als er ein auto von privat kaufte. nene, da hab ich in meinem umkreis schon zu viele negative fälle miterlebt, die foren sind voll davon. NIE privat. nur händler.

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hoewa14 31.03.2014, 20:52
@Chipewa

...bevor ich zum Anwalt gehen würde, würd ich ca 100 € investieren und mir von einem unabhängigen Gutachter den "Verkehrs- oder Zeitwert des Fahrzeugs nennen lassen. Wenn der Wert dann "erheblich" vom gezahlten Preis abweicht, bekommt das Ganze gleich ein anderes Gesicht. Warum der Weg? Anwälte erheben Gebühren "nach Streitwert" . In dem Fall nach Wert 3.600 € Der Anwalt hätte auch leichteres Argumentieren, wenn ein Gutachten vorliegen würde. Der Gutachter wird sicher auch festlegen können, ob die Mängel bekannt gewesen sein "müssen" oder der Verkäufer auch da Ahnungslos sein konnte.

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Tach,

da läufste gegen die Wand.

ob der VK dir irgendwelche Mängel genannt hat oder nicht, wird kaum noch beweisbar sein.

Vorderachse kaputt, Handbremse kaputt, Kupplung durch und Motor undicht

Sowas merkt man nach 100 m fahren. - auch als Laie.

Da es mein erster Autokauf war und ich dementsprechend ahnungslos von Autos bin habe ich nur auf den äußeren Zustand des Wagens geachtet und dem seriös wirkenden Verkäufer vertraut!

wenn du doch selbst weißt, dass du keinen Plan hast, dann war es mehr als dumm, einfach so ungeprüft irgend n Auto zu kaufen.

Mit Verlaub, aber Dummheit schützt ja nicht davor, betrogen zu werden.

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CK0N3 29.03.2014, 15:28

Mein Vater war auchnoch dabei, falls das wichtig ist...

Und das einzige worauf mich der Verkäufer hiniwes, war der undichte Motor, den er noch reperieren lassen wollte bevor er den Wagen vorbei bringt! Und das kaputte nebellicht...

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hasenfuss67 29.03.2014, 19:10
@CK0N3

Dann ist dein Vater aber auch nicht ganz helle.

Warum gibst du dem Verkäufer denn dann das komplette Geld??

Wie gesagt, die genannten Mängel wie Vorderachse, Handbremse, Kupplung, merkt selbst ein Laie nach 100 m.

Genau das würdest du dir auch ggf vor Gericht anhören müssen.

Das, was du angibst sind keinesfalls versteckte Mängel, die nicht erkennbar sind.

Der Verkäufer würde nur dann haften, wenn er den Käufet nachweisbar arglistig getäuscht hätte.

Das sehe ich in dem Fall nicht.

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Um den Verkäufer verklagen zu können, musst du beweisen, dass die Schäden beim Verkäufer schon da waren und er davon wusste. Das wird schwer. Außerdem musst du auch beweisen können, dass es sich um genau das Auto vom Verkäufer handelt. Ohne Kaufvertrag mit Daten und Fahrgestellnummer wird das sehr schwer. Warum kauft man ein Auto, ohne irgendetwas schriftlich festzuhalten? Streitet der Verkäufer alles ab, steht es Aussage gegen Aussage. Da kommst du vor Gericht nicht weit mit. Wenn der Verkäufer sich auf nichts einlässt, kannst du es mit einem Anwalt versuchen, aber es sieht nicht gut für dich aus.

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dem seriös wirkenden Verkäufer vertraut

Tja, jetzt lernst Du den Unterschied zwischen Schein und Sein. Der Gebrauchtwagenverkäufer von heute ist so etwas wie der Roßtäuscher vergangener Zeiten.

Was meint Ihr bin ich im Recht?

Wir haben folgendes Problem: Wir wissen nicht, wie alt die Möhre ist. Wer einen Gebrauchtwagen kauft, kann nicht mit dem Zustand eines Neuwagens rechnen. Alterstypische Schäden gelten nicht als Mangel. Allerdings scheint mir da weit mehr im argen zu sein, als alterstypisch wäre und man könnte durchaus an Gewährleistungsansprüche denken. Zudem könnte man bei diesen gravierenden Schäden durchaus arglistige Täuschung annehmen und dann käme man auf jeden Fall in die Haftung des Verkäufers.

Aber: Mal offen gefragt, hast Du eine Rechtsschutzversicherung? Recht haben bedeutet bekanntlich nicht, auch Recht zu bekommen. Wenn bei dem Verkäufer nichts zu holen ist, kannst Du Dir mit einm eventuell erzielten Urteil die Wände tapezieren. Tragisch wäre es dann für Dich, wenn Du den Rechtsstreit auch noch aus eigener Tasche bezahlen mußt.

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CK0N3 29.03.2014, 15:26

Also zum Wage:

Es ist ein 3er BMW, BJ 2002, 142.000 laut Tacho gelaufen. Preis 3.600 Euro.

Als der KFZ Meister in das Scheckheft schaute wies er mich daraufhin, dass die letzte eingetragene Inspektion, bei BMW selbst, 2008 statt fand. In diesem Jahr, also 2008, hatte der Wagen 100.000 km runter. Und jetzt, 6 Jahre später soll der Wagen 142.000 km gelaufen sein?! Also wenn da nicht gepfuscht wurde! Leider kann man es nicht beweisen -.- Also ich habe echt alles falsch gemacht was man nur falsch machen konnte -.- Hoffe der Anwalt kann da noch was reißen, aber ich habe die Hoffnung wegen den anderen Kommentaren eigentlich schon aufgegeben...

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Sofern Du ADAC-Mitglied bist: Die bieten kostenfreie Erstberatung auch für solche Fälle. Lass' Dir die Mängel sowie die anzunehmenden Kosten für die Behebung auf jeden Fall von der Werkstatt bestätigen.

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