Gab es im Mittelalter Geschäfte die ihre Produkte landesweit Verkauft haben?

11 Antworten

Das meiste, was man für das Leben gebraucht hat, kam aus der unmittelbaren Umgebung, denn Transporte über weite Entfernungen waren teuer und riskant. Aber Produkte, die nicht überall verfügbar waren, wurden auch über weite und sehr weite Strecken befördert, waren entsprechend teuer. Das war zunächst einmal seit frühesten Zeiten das Salz, etwa seit dem Mittelalte (vielleicht auch schon früher?) Gewürze, dazu seit der frühen Neuzeit (und bis um 1800 die Herstellung von Rübenzucker davon unabhängig machte) auch der Zucker aus Übersee. Meine Großmutter (* 1879) erzählte mir, daß in ihrem Elternhaus der Zucker in einem verschließbaren Kästchen (das sie noch hatte, ich habe es gesehen) verwahrt wurde, zu dem nur ihr Vater, ein wohlhabender Hotelier mit einem Hotel in Weggis und einem in Cannes, den Schlüssel hatte.

Es kommt auf die Produkte an. Nicht verderbliche Ware - Tuchwaren, Wolle - etc wurden europaweit verkauft.

Nahrungsmittel natürlich nicht, denn die waren verderblich. Die Ausnahme waren dann wieder Gewürze. Pfeffer etc... aber das wohl erst zum Ausgang des Mittelalters

Es gab fahrende Händler, die quasi zu den "Wochenmärkten" gefahren sind.

Man kann/konnte ja auch nicht alles direkt am Ort herstellen.

Tauschhandel gab es schon in der Steinzeit....

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