Früher hatten Krafträder keine Batterie und das Licht ging auch. Was ist dann der Vorteil einer Batterie?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Salue

Mit den ersten Blinker fingen die Probleme an. Bei Magnet-Anlagen ohne Batterie mussten die Blinkerlampen wechselseitig geschaltet werden, da das Aufleuchten lassen zweier Lampen miteinander kaum möglich war.

Der Gesetzgeber führte deshalb bei kleinen Motorräder eine Ausnahme ein, dass bei solchen Anlagen diese nicht miteinander, sondern wechselseitig aufleuchten dürfen.

Bei grösseren Hubräumen, grösser als 50 ccm, war ein Standlicht aber schon in den 1970er Jahren Vorschrift, da kam man nicht um die Batterien herum.

Elektrische Anlasser kamen erst später, nach und nach auf den Markt. Dies vor allem mit den neuen 4-Takt Motoren. Die 2-Takter, selbst wenn sie mehr als 500 ccm hatten, konnten ja problemlos mit den Kickstarter in Gang gesetzt werden.

Die MZ Motorräder aus der DDR hatten sogar noch recht lange eine Position am Zündschlüssel, mit der die Maschine rein mit der Magnetzündung angekickt werden konnten. Die Zündung arbeitete da noch als Magnetzündung. Das war nicht dumm, wenn mal die Batterie komplett entladen war.

Heutige kleine Roller haben vielfach einen Elektrostarter. Nicht weil dies besser ist, sondern weil es billiger ist. So kann mal die Gleichstrom-Lichtmaschine als Elektromotor einsetzen und spart sich die Mechanik für den Kickstarter.

Da man die Dinger wegen der Variomatik nicht anschieben kann, hat man das wieder mal am falschen Ort gespart. Bei einem 50ccm Motörchen kann man einen Kickstarter ja nur böse anschauen, und das Ding startet.

Es grüsst Dich

Tellensohn   

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke, weil mit der Batterie beim Anlassen mit Kickstarter eine höhere Zündspannung zur Verfügung stand, als mit dem Schwunglichtmagnetzünder, aufgrund der niederen Drehzahl beim Starten mit Kickstarter. Was anderes fällt mir im Moment nicht ein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Batterie hat mehrere Vorteile:

  • Bei einer Panne kann die Beleuchtung (Warnblinker z.B.) eine Zeit lang ohne laufenden Motor betrieben werden
  • Im Standgas (z.B. an der Ampel) geht die Stromversorgung für Blinker, Abblendlicht, etc. nicht in die Knie (ein Problem das auch noch viele alte 6V-Systeme haben)
  • Die Elektrik wird vor Spannungsspitzen besser geschützt

Im Grunde kann man sagen, dass eine Batterie schlicht der Stabilisierung der Stromversorgung dient.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Am besten sieht man es bei der Marke Puch:

Puch war damals eine halbwegs billige, hochwertige Marke für "einfache Leute".

Wenn man Bauteile sparen konnte, warum nicht? Es gab ja die Versionen die mit A endeten z.B Puch RLA 125, welche einen Anlasser hatten und dafür eine Batterie brauchten.

Ein Anlasser mit Batterie macht eben mehr Teile und Kosten.

Jawa/CZ hingegen hatte nur einen Kickstarter UND brauchte eine Batterie (Batterieunterbrecherzündung). 

Meine Angaben müssen nicht stimmen. Es waren logische Überlegungen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du gibst Dir doch die Antwort,Sitzheizung und beheizte Griffe haben z.B.auch Einzug in die Kräderwelt gefunden.Einige hören sogar Radio.Wie soll eine einfache Zündspule diese Verbraucher betreiben,und vor allem dann,wenn der Motor nicht läuft,der den Strom erzeugen könnte.Wenn Du die Gesamtbilanz nimmst,Herstellung,Ökologie,dann liegt der Vorteil klar beim Kickstarter.Aber selbst im Standbetrieb / Standgas erzeugt diese so wenig Strom ,das es sicherheitsrelevant ist,wenn die Rückleuchte müde und flackernd rumglimmt.^^ Beste Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Früher, früher, früher...

...früher hat man ja auch noch nachgedacht, bevor jede Frage bei gutefrage.net gestellt wurde!

Dass man einen Motor nicht ankickt, hat nicht nur etwas mit der steigenden Anzahl der elektrischen Verbraucher zu tun, sondern natürlich auch mit den Motoren.
Irgendwelche 25- oder 50ccm-Motoren bekommt jedes Schulmädchen immer noch angetreten, ohne sich die Hacken zu brechen. Aber trete doch z.B. mal einen dicken Motor mit wenigen Zylindern an. Das ist Arbeit!
Jetzt kommen natürlich gleich wieder die Veteranen, die das jeden Tag 100x machen. Aber selbst denen sei gesagt, dass so ein Anlasser ne tolle Geschichte ist ;-) .

Hat schon auch einen praktischen / medizinischen Grund, weshalb man jetzt lieber das Knöpfchen drückt.

Ich hätte beispielsweise keinerlei Lust meine GS zu kicken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Anno19XX
03.02.2017, 12:06

Früher hat man eine Frage auch noch komplett gelesen, bevor man antwortete.

Aber ich habe schon ältere Motorräder gesehen die hatten Batterie aber keinen Anlasser, nur Kickstarter.

scnr :-)

1

Die Blinker und die Bremsleuchte leuchten gleichmäßiger, was mehr Verkehrsicherheit bringt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?