Fritz!Box (VDSL) unterschiedliche DNS-Server?

3 Antworten

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Beides ist unnötig. Der Raspberry Pi kann auch alleine als DHCP arbeiten (tut dann die FRITZ!Box nicht mehr) und dort dann entsprechend Optionen einrichten.

Gerade bei ISC's DHCP-Server geht das Super, da du hier anhand der MAC-Adresse einzelne Optionen abseits der globalen Konfig vornehmen kannst. So kannst du allgemein sagen, dass alle Geräte z.B. 192.168.178.1 (FRITZ!Box) als DNS-Server nutzen, aber dem Gerät mit der MAC 00:11:22:33:44:55 teilst du neben einer statischen DHCP-Adresse auch einen abweichenden DNS mit. Ersteres ist im Gegensatz zu statischen IPs am Gerät auch sinnvoll, da du diese dann zentral verwalten und ändern kannst.

https://wiki.ubuntuusers.de/ISC-DHCPD/ - dort findest du neben einer Möglichkeit dir eine Konfig zu bauen auch unten den Abschnitt Host-Blöcke. In den entsprechenden Host-Block packst du dann einfach die spezifischen Optionen so wie oben:

host Beispielgeraet {

hardware ethernet 00:00:0e:d2:da:be;
fixed-address 192.168.2.5; #Statische IP, Optional! Muss ins Subnet passen!
option domain-name-servers 192.168.1.10, 145.253.2.11; #Entsprechende DNS-Server
}

Das ist erstmal nur für IPv4. Beachte, dass du den DHCP der FRITZ!Box dann abschalten musst. Sofern du auch eine IPv6-Konfig brauchst musst du dies auch entsprechend einpfegen, wobei dies schwierig ist über ein anderes Gerät als die FRITZ!Box die passenden Bereiche für IPv6 zu beziehen.

Ich kopiere mal einfach die Antwort auch hier rein:

Danke erst mal für die Antwort.

Sparsamkeit: Ich nutze erst mal
die Boardmittel. Ich brauche, wenn eine Fritzbox den Job tut (komme
gleich noch dazu), nicht noch zusätzlich einen RasPi im Netzwerk.

Ich habe unter anderem einen Roku (US) Stick, mit dem ich per Smart-DNS streame. Auf diesem kann ich z. B. keine DNS Settings machen, weshalb ich das bisher über ein WLAN-Gateway (den RasPi) laufen lasse.

Diesem Smart-DNS Dienst möchte ich aber nicht auch das Surf-Verhalten der anderen Clients anvertrauen, weswegen die DNS-Settings nur für bestimmte Clients gelten sollen.

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@maroc84

Du kannst höchstens einen "eigenen" DNS für den Smart-DNS an der FRITZ!Box einrichten, diese Einstellung würde dann aber für alle Geräte gelten, sprich alle anderen Geräte müsstest du dann manuell umstellen..

Allerdings verstehe ich deinen Ansatz nicht: In wiefern hat ein gemeinsamer DNS was mit dem Einblick in das Surfverhalten anderer Geräte zu tun? Nur weil einzelne Namen beim DNS kurz gespeichert werden, sofern andere Geräte die Seite mal aufrufen bedeutet dies nicht, dass der DNS dadurch transparent ist.

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Für diese Konstellation wird ein vollständiges V-LAN benötigt. Zwar bietet AVM in der Fritzbox mit dem Gastnetzwerk so etwas an, jedoch lassen sich zum Gastnetz keine eigenen DNS-Server konfigurieren.

Vollständige V-LAN-Kompatibilität bieten praktisch nur Profi-Router wie z.B. von LANCOM oder Zyxel bzw. managed Switch. Hier sprechen wir aber leicht von Preisen um 500,00 Euro aufwärts. Die günstige Lösung mit deinem Raspberry ist dort also ausreichend.

Alternative wäre noch für alle benötigten Clients die DNS-Server selbst in die Clients einzutragen, dann kann man sich den Raspberry auch sparen.

Das "...aus Gründen der Sparsamkeit und Übersicht nach Möglichkeit auf meinen RaspberryPi verzichten..." kann ich eventuell noch verstehen (obwohl da ja wohl nicht viel von Sparsamkeit oder auch Übersicht die Rede sein kann).

Aber wofür brauchst du unterschiedliche DNS-Server? Wenn du auf einigen Geräten spezielle interne Adressen auflösen willst, dann kannst du dafür auch mit lokalen Host-Files arbeiten. Ansonsten ist es völlig egal, welche (externen) DNS-Server du verwendest.

Von da her verstehe ich dein Anliegen nicht ganz. Vielleicht kannst du uns deine Gründe dafür nennen, damit wir dir optimale(re)n Rat geben können?

PS: Ob du einen weiteren WLAN-AccessPoint brauchst oder nicht, hat ja nichts mit DNS zu tun, sondern mit der WLAN-Abdeckung in deiner Wohnung. Es kann also durchaus Sinn machen, deinen RaspberryPi zu behalten....

Danke erst mal für die Antwort.

Sparsamkeit: Ich nutze erst mal die Boardmittel. Ich brauche, wenn eine Fritzbox den Job tut (komme gleich noch dazu), nicht noch zusätzlich einen RasPi im Netzwerk.

Ich habe unter anderem einen Roku (US) Stick, mit dem ich per Smart-DNS streame. Auf diesem kann ich z. B. keine DNS Settings machen, weshalb ich das bisher über ein WLAN-Gateway (den RasPi) laufen lasse.

Diesem Smart-DNS Dienst möchte ich aber nicht auch das Surf-Verhalten der anderen Clients anvertrauen, weswegen die DNS-Settings nur für bestimmte Clients gelten sollen.

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@maroc84

Hmm .... wenn es nur um Smart-DNS geht, dann kannst du dies eigentlich genauso gut direkt im Router einrichten: Smart-DNS funktioniert ja so, dass nur die "angebotenen" speziellen Dienste umgeleitet werden und der ganze andere Rest nicht. Die speziellen Dienste (wie z.B. Netflix-US usw.) werden dann nicht direkt aufgelöst, sondern auf Smart-DNS-Provider eigene Proxy-Server umgeleitet... Da werden also nur z.B. gut 100 eingetragene Dienste auf so einen Proxy umgeleitet und alle anderen DNS-Adressen werden völlig normal aufgelöst.

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@suessf

Diese Anfragen gehen trotzdem unnötiger Weise dann alle über einen Dritten, der evtl ein Interesse an der Auswertung von Surfverhalten hat. Da bleibe ich dann lieber  bei selbst gewählten DNS oder denen meines Providers, wenn es um die normalen Anfragen der gewöhnlichen Clients geht.

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