Freundin geht in die Kirche, was ich nicht mag, bin ich ein schlechter Freund?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hey paralax,

so lange du das "tolerierst" und sie nicht runtermachst wie du ja sagst ist alles ok - es hat ja schließlich jeder ein Recht auf seine Meinung und seinen Glauben. Die Frage ist nur, wie glücklich du damit bist und ob du dir das auf Dauer so vorstellen kannst.

Bevor es dir aber wirklich auf den Keks geht solltest du sie vielleicht mal nach den Beweggründen fragen, warum sie so gläubig ist - wenn sie es dir erklären kann, kannst du es vielleicht besser nachvollziehen.

Meiner Meinung nach bist du ein toller Freund, weil du sie unterstützt und ihr ihre persönliche Freiheit lässt :o)

Es ist Deine Meinung, dass Du die Kirche nicht magst, aber ebenso solltest Du auch die Meinung Deiner Freundin respektieren, wenn sie dahingehend ihren Glauben etwas anders auslebt, als Du. Gerade wenn Du glaubst, sollte es Dir leichter fallen, ihre Sichtweise zu akzeptieren, da sich der Unterschied in Euren Meinungen dahingehend bezieht.

Sie ist sicher nicht so aktiv in der Kirche, um Dich zu ärgern, sondern weil sie es für richtig hält. Vermutlich ist es sogar so, dass sie nur deshalb unregelmäßig in der Häufigkeit zur Kirche geht, weil sie versucht, die Aktivität in der Kirche, welche sie gern ausleben würde, mit dem zu verbinden, was ein Leben mit Dir zu tun hat. Sie reicht Dir also demnach schon die Hand. Den ganzen Arm in diesem Kompromiss zu nehmen, wäre unfair.

(Zumindest ist es so bei einem mir bekannten Ehepaar, wo auch die Frau sehr gläubig ist und nach Möglichkeit gern bei jeder Möglichkeit in der Kirche wäre, aber da ihr Mann nicht gläubig ist und er ihr auch sehr wichtig ist, verbringt sie möglichst jede Freizeit mit ihm oder spricht zumindest vorher mit ihm ab, wann es okay ist, wenn sie zu einer Versammlung oder Aktivität der Kirche geht.) Dass das ein ziemlicher Spagat sein kann, ist oftmals nur für diejenigen erkennbar, die zwischen solchen Kontrasten leben müssen, weil sie offenbar von ihren Freunden, Familienmitgliedern oder sonstigen ihnen wichtigen Menschen dazu "gezwungen" werden.

0

Ich weiß nicht, was du glaubst, aber ich verdanke meinen Glauben der Kirche. Ich vertraue ihr nicht wegen der unbestreitbaren Sündenfälle von schwachen Menschen, sondern weil sie von Jesus Christus gehalten wird und aus dieser KIrche unzählige Heilige hervorgegangen sind, die das Evangelium gelebt haben. Das ist mir mehr Beweis als jene, die es verraten und die Zusicherung des Beistandes Jesu macht mich froh und sicher, ein Teil dieser Kirche sein zu dürfen.

Wenn deine Freundin damit klar kommt, dass du ihr rel. Leben nicht teilen möchtest und von Kirche und ihrer Verkündigung nichts wissen willst, sehe ich die Freundschaft nicht gefährdet. Ob sie damit glücklich werden kann, ist eine andere Sache. Du meinst ohne Kirche glauben zu können, die Frage ist nur: Warum stört dich dann das Gebetsleben deiner Freundin? Ohne Gebet kann auch kein Glaube bestehen. Eigentlich solltest du froh sein, dass sie die Beziehung zu Gott so ernst nimmt und daran festhält. Auf Dauer wirst du entscheiden müssen, ob deine Toleranz ausreicht und ob du deine Freundin so lieben kannst, wie sie ist oder ob deine Liebe zu ihr an ihrer Religiösität scheitern könnte.

Lass sie doch? Du musst ja nicht mit deiner Freundin in die Kirche gehen. Ich glaube das wäre viel schlimmer..... Wenn sie unbedingt will, dann lasse sie.

Es sind doch gerade die Unterschiede, die das Leben spannend machen.

Freundschaft heißt nicht, alles genau gleich zu machen, alles gleich zu mögen.

Es sind diese Unterschiede, die den Wert von Freundschaften ausmachen. Wären alle genau gleich, bräuchte man keine Freunde.

Also lerne die Unterschiedlichkeit schätzen, pflege sie uns respektiere das Anders sein Anderer. Und fordere aber auch den Respekt vor Deinem Anders sein.

Was möchtest Du wissen?