Freund gönnt mir nichts, was soll ich tun?

15 Antworten

Ich denke es muss zwischen dem Verhalten und seiner Liebe zu Dir unterschieden werden.

Ich würde ihn konkret ansprechen. Deine Probleme schildern und ihm konsequent, freundlich aber bestimmt die Tatsachen vor den Augen führen.

Denn ich vermute ganz stark, das die Ursache in seinem "sich gehen lassen" an der Veränderung liegt  (keine Arbeit, sondern Studium).

Gefällt ihm sein Studium nicht?
Denn durch das Studium hat er weniger Geld und ich denke das stört ihn.
Vielleicht sollte er eine Alternative suchen?
Ein duales Studium?
Das wäre ideal, er kann weiterhin studieren ist aber finanziell unabhängig.

Es ist schwer damit umzugehen, wenn der Partner erfolgreicher und finanziell unabhängiger ist. Natürlich sollte man sich freuen, aber das eigene Selbstwertgefühl sinkt leider je nach Charakter.

Er muss an seiner Situation was ändern, auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht. Notfalls jobben gehen?

Sollte er sich nicht ändern können/wollen, würde ich eine Auszeit nehmen. Das Problem es kann sich in zwei Richtungen entwickeln:
Entweder er sieht dann ein und bemüht sich was zu ändern.
Oder er lässt sich erst recht hängen, weil alles aussichtslos ist.

Wir haben Montag geredet, ich hab ihm klar gemacht, dass es so nicht geht, er meinte auch er kann so nicht mehr. Mich stört es, dass er mir indirekt die Schuld gibt und mich dafür verantwortlich macht, so auf die Art, ich möchte das Geld heimbringen und verbiete ihm "besser" gestellt zu sein. Aber im Gegenteil, mich würde es freuen, wenn er wieder einen geregelt Tag hat und sich nicht immer so gehen lässt! Im Gegenteil möchte er eher über mich bestimmen. Er möchte nicht, dass ich mal mehr verdiene als er...

Ich hab ihm den Vorschlag gemacht, dass wir 2 Wochen keinen Kontakt haben, dass jeder was für sich selbst tun kann, dass ich ihm vertraue und wir danach trotzdem wieder aufeinander zugehen können. Aber ich hab das Gefühl, dass es nicht nur das ist. Ich glaube es stört ihn, dass mir alles leicht von der Hand geht, aber ich kann mich doch nicht fallen lassen, nur um ihm ein besseres Gefühl zu geben. Selbst gibt er natürlich nichts zu.

Wären wir wieder auf einer Augenhöhe würde mich das freuen, ich wäre glücklicher, aber in irgendeiner Hinsicht hat er ein Selbstwertproblem, das ich ihm nicht nehmen kann. Ich denke mal da muss er an sich selbst arbeiten.

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hey.

Lade ihm zum essen ein. entweder in einem Lokal oder bei dir. und dan sage ihm was dich Stört. genau so wie du es hier machst. Punkt für Punkt. Fordere eine Änderung aber sag ihm das du ihm helfen wirst wenn er diese hilfe benötigt. wenn er das nicht umsetzt musst du eben noch härter werden und sagen solange es so ist möchte ich dich nicht mehr treffen ...

 

das wäre eine Möglichkeit

Ich kann dir dein Problem mit einer einzigen Gegenfrage beantworten:

Kannst du dir gemeinsam mit ihm eine Zukunft vorstellen? 


Wenn reden auch nichts bringt und du die einzige bist die was für die Beziehung macht.. 

 Ich weiß nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll!

Gar nicht. Sieh zu dass du ihn los wirst. Der bremst dich nur aus und zieht dich mit runter.

Hi Hanna!

Schwieriges Thema und ich finde, du hast es schon ziemlich gut erfasst und den Kern getroffen. Gleich mein Mantra vorneweg:

Niemand hat meiner Meinung nach das Recht, von seinem Partner zu verlangen, dass dieser sich für den anderen verändert.

Das gilt allerdings immer für beide Richtungen. Du kannst nicht fordern, dass er das alles für dich/euch tut. Er kann aber auch nicht verlangen, dass du darüber hinwegsiehst und es dir egal ist.

Und in diesem Spannungsfeld, muss sich eine Beziehung bewegen können. Die Schwächen des anderen muss ich zu einem gewissen Grad akzeptieren. Tu ich das nicht mehr, gerät die Beziehung aus dem Gleichgewicht und entweder finden beide einen neuen Mittelpunkt, oder es kippt komplett.

Will heißen: ich fände es nicht richtig, wenn du an deinen Freund hinredest. Tu dies, tu das. Mach mal Sport, geh mal arbeiten, lern mal mehr. Aber es wäre auch nicht ok, wenn er sich daran stört, dass du unzufrieden bist. Verstehst du den Ansatz? Wenn er motzen will, weil du dir Erdbeeren kaufst - soll er. An manchen Tagen stehst du da drüber, machst eine schnippische Bemerkung und lachst mit ihm. An anderen bist du vielleicht wütend oder enttäuscht, dann kannst du das auch deutlich sagen.

Durch dein Verhalten sieht er, welche Auswirkungen sein eigenes Verhalten hat. Entweder kommt dadurch ein Umdenken von seiner Seite, oder eben nicht. Helfen kannst du also auf zwei Arten: erstens gibst du ihm indirekt Feedback, indem du auf bestimmte Situationen unzufrieden reagierst (oder auch positiv, falls du merkst, dass sich etwas bessert). Außerdem gibst du ihm seelische Unterstützung, indem du zu ihm stehst. Wenn er behauptet, er lernt nicht, weil er eh dumm sei, dann kannst du dieses Weltbild geraderücken (als Beispiel).

Übrigens: ich denke nicht, dass es sowas wie allgemeingültige Regeln gibt, wie sich Leute verhalten sollten. Vergiss nie, dass es ihn nicht zu einem schlechteren Mensch macht, wenn er so drauf ist. Sondern, dass nur einfach DU das nicht magst. Das ist dein gutes Recht, aber jeder ist eben einzigartig und wenn man das akzeptiert, kann man auf ungewünschtes Verhalten auch insgesamt gelassener reagieren :)

Ich will ihn gar nicht ändern, in dem ich sage mach was, lerne oder so was. Ich sag ihm immer er soll nachdenken was ihm Spaß macht und das dann tun, das Studieren ist nicht seins und ich sag ihm immer, man kann einfach einen Test machen was einen interessiert. Als Vorschlag, nicht als Vorwurf. Ich steh auch zu ihm, wenn er studieren möchte, nur weiß ich, dass er im Moment zu wenig Biss hat das durchzuziehen.

Ich steh immer zu ihm, ob mit oder ohne Geld, schlechten Noten oder guten, aber ich glaube er hat selbst die Hemmung was zu ändern. Meinte auch mal, er sei nicht der richtige für mich, dann sagte ich, ich nehm ihn so wie er ist bzw. wird, will er abnehmen ist das gut so, will er eine neue Frisur ist dass auch gut so, er glaubt manchmal alles würde mich stören, dabei ist es nicht so! Nur leider kann er es nicht so ganz annehmen, dass auch ich mich verändere, er glaubt ich sei nicht glücklich, dabei geht es mir viel besser seit ich auch wieder unabhängiger von ihm bin. Das hab ich ihm auch genau so gesagt! Und wenn man den Ansatz macht, wir richten uns wieder ein bisschen auf uns selbst und bekommen unsere Individuellen Bedürfnisse in den Griff, kann er das auch nicht ganz. Er rutscht wieder in die alte Schiene und ich weiß dann nie wie ich mich denn jetzt verhalten soll.

Manchmal hab ich auch das Gefühl, dass er der "Mann" sein möchte, der das Geld hat, er will unbedingt Gleichberechtigung, aber soll ich deswegen aufhören zu studieren, schlechtere Noten schreiben oder mir einen Job suchen in dem ich weniger verdiene, nur um ihm das Gefühl zu geben, "besser" zu sein. Das kann es doch auch nicht sein...
Ich will meinen Freund nicht anlügen müssen und sagen, die Prüfung war leider nur eine 4 um ihm das Gefühl zu geben nicht alleine so zu sein.

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