Fremde Stammzellentransplantation - hat der Empfänger dann zwei DNA?

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3 Antworten

Er hat 2 verschiedene DNA-Sätze, den fremden in den Zellen des Knochenmarks und den im Rest des Körpers. Die daraus entstehenden Abstoßungsproblematik wurde ja schon angesprochen. Dass die Erys die Blutgruppe wechseln, liegt ganz im Interesse der Knochenmarktransplantation, da ja Kranke Blutzellen (vor Allem Leucozyten), die in defektem KM gebildet wurden, dauerhaft verhindert werden sollen.

Hi Karileinchen,vor der Knochenmarktranplantation müssen verschiedene Merkmale wie Bliutgruppenserologie,HLA-Merkmane etc übereinstimmen,sonst kommt es zu Abstossungsreaktionen (Graf vs host-reaktion).Die Tranplantation selbst findet unter hoch sterilen Umfeld statt,da die Abwehr des Empfängers unterdrückt sein muss d.h.er ist gegen jeden Infekt sehr anfällig.Ob der Empfänger dann zwei DNA hat,ist umstritten,dürfte aber das geringere Problem sein.LG Sto

ja, genau so ist es. übergangsweise können auch bei den blut- bzw. knochenmarkzellen gleichzeitig die dna von empfänger und spender vorkommen. das nennt man dann chimärismus. in dieser phase kann der patient dann auch gleichzeitig rote blutkörperchen unterschiedlicher blutgruppen haben. interessant ist obendrein, dass empfänger und spender nicht zwingend das gleiche geschlecht haben müssen. das heißt ein männlicher patient könnte nach einer transplantation weibliches knochenmark und blutzellen haben und umgekehrt.

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