Fotografie - lieber zu hell als zu dunkel?

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8 Antworten

Hallo Speedspoiler Der Belichtungsmesser in deiner DSLR zeigt den Messwert in Abhängigkeit von Aufnahmezeit und Blendeneinstellung. Werte mit + tendieren zur Überbelichtung. Negativwerte = unterbelichtet. Extrem überbelichtete Aufnahmen enthalten keine Farbinformationen mehr. Bevor du deine Aufnahme erstellst, solltest du dir überlegen wie das Bild aussehen soll. Sprich: Tiefenschärfe erwünscht (Landschaftsaufnahme), oder bewußt Tiefenunschärfe (Porträt), und wie sind die Lichtverhältnisse unmittelbar rund ums Objekt. Also zuerst einmal Lichtverhältnisse feststellen. Das geschieht mittels Messfeldeinstellung (spot, lokal, breit). Befindet sich dein Objekt eher im Schatten ist die Spot-Einstellung die richtigere, denn bei lokal oder breit würden die hellen Stellen im Bild mitberücksichtigt werden und dein Objekt im Schatten bleibt unterbelichtet. Aber Vorsicht, in so einem Fall reißen dann die hellen Stellen im Bild aus (überbelichtet). Hast du deine Auswahl getroffen, kannst du nun über Blende und Aufnahmezeit das Endprodukt deines Bildes beeinflussen. Bei Offenblende - 2,8 oder 4 - ergibt sich eine totale Tiefenunschärfe. Ideal für Porträtaufnahmen. Die Korrektur des Belichtungsmesswertes erfolgt dann nur mit der Zeiteinstellung. Bei Landschaftsaufnahmen ist eine Tiefenschärfe gewünscht. Hier bevorzugt man eine kleine Blendenöffnung (f10 bis f16) und lange Belichtungszeiten. Aufnahme mittels Stativ. Für Aufnahmen aus der Hand gilt 1,5 bis 2 Blendenstufen abblenden, ergibt brauchbare Tiefenschärfe. Für die Bildqualität ist aber auch noch der ISO-Wert ein wesentlicher Parameter. Solltest du dich ernsthaft mit der DSLR-Fotografie auseinandersetzen wollen, empfehle ich dir einen Grundkurs dafür zu besuchen.

Hallo speedspoiler,

meine Antwort geht in eine etwas andere Richtung als die bisherigen: Nimm die Fotos einfach so auf, wie sie Dir am besten gefallen!

Wenn du die Bilder überbelichtest hast du lediglich mehr Detail in den Tiefen, was für dich vielleicht nach mehr Schärfe aussieht. Wenn es um die Nachbearbeitung mit einem RAW-Konverter geht kann es schon Sinn machen etwas zu überbelichten, jedoch nur so, dass du keine ausgebrannten Stellen hast. Am Computer kannst du dann die Lichter wieder runterziehen ohne gross Detail in den Tiefen zu verlieren bzw. diese so aufzuhellen, dass sie völlig verrauscht sind.

Helle Bilder wirken schärfer, weil sie dafür mit kleinere Blende und/oder kürzerer Verschlusszeit aufgenommen wurden.

G imager761

So ein Unsinn. Kleinere Blenden und kürzere Zeiten machen das Bild dunkler !!!!!

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das kann nur ein Trugschluss sein… DIe Schärfe hat nichts mit der Helligkeit zu tun

Nein, aber mit den Details und die sind besser in dem Fall!

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@mbauer588

Ihr habt beide recht.Ein zu helles Bild kann genauso scharf sein wie ein Unterbelichtetes.Das stimmt für ein Bild,das mit einer zu kurzen Verschlußzeit unterbelichtet wurde-oder eben mit einer zu Langen überbelichtet.Die Blende ist der Faktor.Und zu mbauer:Lege ich wert auf Details in den Lichtern oder in den Schatten? Demnach sollte ich eine leichte Über/Unterbelichtung ausrichten.

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@mamiya

Jein... Indem ich 1 - 1,5 Blenden überbelichte erreiche ich mehr Details in den Schatten. Wenn ich dann die Belichtung um ca. 1,5 - 2 Blenden im Raw-Konverter verringere und mit etwas Fülllicht die -0,5 Blenden in den Schattenbereichen ausgleiche schaffe ich beides!

Durch das überbelichten habe ich genug Details in den Schatten um mit Fülllicht zu arbeiten und dann kann ich mit einer Unterbelichtung und ev. noch Highlight-Recovery einiges aus den hellen Stellen holen.

So kann ich das RAW-Format zur gänze ausreizen und 1,5 - 2 Blenden mehr aus den Daten rausquatschen!

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@alexbeckphoto

Weil Anfänger bessere Details mit Schärfe verwechseln... Der Klarheit-Regler aus LR schärft auch nicht im eigentlichen Sinne wird aber dennoch so empfunden ;-)

Es wird nicht schärfer aber mehr Details werden so empfunden.

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@alexbeckphoto

Schärfe/Schärfentiefe ist eine optische Gesetzmäßigkeit.

Man kann sie zwar mit Großformatkameras "verlagern",aber sie bleibt trotzdem

bestehenWie ein zu helles Bild "schärfer" für den Betrachter erscheint,ist für mich

nicht nachvollziehbar.- Ich bevorzuge ein Bild,wie ich es gemacht habe.

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@mamiya

Es gibt nicht um das zu helle Bild sonder darum, dass der Sensor Systembedingt in den helleren Bereichen mehr Abstufungen erfassen kann und daher ein Bild, dass man überbelichtet und dann wieder am PC korrigiert einfach in den (dann wieder) dunkleren Bereichen mehr Zeichnung hat!

Denkt doch einmal alle mit und versucht mal zu verstehen was ein Anfänger meint anstatt alles auf Punkt und Beistrich zu so zu nehmen wie es da seht... 8 von 10 sprechen auch von Zoom wenn sie eigentlich Tele meinen. Usw.

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Nein es gibt da keine Zusammenhang. Helligkeitsanzeige? Du meinst belichtungsanzeige? Lies dir erst mal das Handbuch durch

wenn deine hellen bilder schärfer werden dann solltest du das mal probieren. das Foto selbst kannst du wenn es dir zu hell ist ja nachbearbeiten. dann ist es scharf aber nicht zu hell ;)

Ja... Das nennt sich expose to the right ;-)

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