Folgen von unbehandeltem ads \ adhs?

5 Antworten

Auf langfristige Sicht kann beispielsweise eine soziale Phobie oder Depressionen entstehen. Schon früh wird den Betroffenen vermittelt,dass sie anders sind, etwas nicht mit ihnen stimmt. Es entwickeln sich negative Glaubenssätze wie z.B."Ich bin nicht ok". Bei mir und da bin ich nicht die einzige wurde ADS erst im Erwachsenenalter festgestellt, da es die Form ohne Hyperaktivität ist.Auffällig wurde es v.A.durch Schwierigkeiten bei der Arbeit und U.a. schwere Depressionen über viele Jahre. Es ist ein Irrglaube,dass ADS oder ADHS nur Kinder betrifft. Es ist jedoch so,dass viele gerade mit gutem sozialen Umfeld,liebevollen Bezugspersonen u.a. leichter Strategien entwickeln, wie sie im Alltag klarkommen. Eine rechtzeitige Psychotherapie halte ich für sinnvoll.

Die Langzeitfolgen beschränken sich primär auf das soziale Leben und Umfeld. Langfristig werden sich weder Freunde noch Familie noch Partner die aggressiven Ausbrüche geben (die bei ADHS nunmal häufig vorkommen). Eine Langzeitfolge kann ein unbefriedigendes Ausbildung- und Berufsleben sein. Eine Langzeitfolge kann sein, dass man nicht eigenständig leben kann wenn man den Haushalt nicht auf die Reihe bekommt und was sonst noch alles so dazugehört. Diese Einschränkungen werden sich langfristig wiederum negativ auf die Psyche auswirken.Das ist ein Kreislauf.

Es ist auch nicht damit getan eine Tablette einzuwerfen und gut ist. Ich habe auch selbst ADHS und bekomme Ritalin in 2 verschiedenen Dosierungen seit über 10 Jahren. Ich kann es aber nicht regelmäßig einnehmen weil mich das so dämpft das ich depressiv werde aber nicht genug um die Impulsivität in den Griff zu bekommen. Ich kenne einen anderen jungen Mann (25) mit ADHS der ist arbeitsunfähig, ist in einer Behindertenwerkstatt und vegetiert im wahrsten Sinne vor sich hin.

Ich habe Angst das ich mein leben niemals auf die Reihe bekommen werde . das macht mir alles sehr zu schaffen

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@MonaSeifert

Das kann ich verstehen aber im Endeffekt kannst du es nur so nehmen wie es kommt und das Beste daraus machen.

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Wenn du mit 'unbehandelt' meinst dass man keine Medikamente dagegen verschrieben bekommt: absolut keine! Du wirst lernen damit umzugehen und nicht einfach ruhiggestellt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Diese Medikamente stellen niemanden ruhig.

Man bekommt aufputschende Mittel. Die können niemanden ruhigstellen.

Im Gegenteil.

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@Menuett

Genau das Gegenteil ist der Fall. Bei mir wurde damals auch ADHS diagnostiziert und ich musste Methylphenidat in Form von Medikinet und Concerta nehmen. Als ADHSler macht dich das Zeug am Anfang ruhig und fokussiert, nach längerer Einnahme träge und gefühlskalt.

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@Flandyboy

Ich habe es länger genommen. Weder noch.

Wenn man es lange nimmt, hört es einfach auf zu wirken.

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@Menuett

Ich habs 7 Jahre lang genommen, muss sagen positive Effekte hatte ich nur die ersten 2 Wochen, danach halt nurnoch massiver Gewichtsverlust, Trägheit, Lustlosigkeit, Isolation und Depression bis zur Suizidialität. Ich glaube mittlerweile dass Methylphenidat bei jedem ADHSler anders wirkt, positiv wie negativ und dadurch total unberechenbar ist.

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@Flandyboy

Also hast du 7 Jahre lang ein Medikament genommen das dir nicht hilft und das Medikament ist schuld?

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@Flandyboy

Du hast 7 Jahre ein nutzloses Medikament genommen?

Das ist natürlich völliger Blödsinn. Wie kam denn der Arzt darauf, das weiter zu verschreiben, wenn es den gewünschten Effekt doch gar nicht hatte?

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@Menuett

Naja, ich wurde damals mit meinen 7-14 Jahren dazu gezwungen. Der Arzt kam darauf das weiter zu verschreiben da meine Beschwerden von meinen Eltern die immer dabei waren kleingeredet wurden und der Arzt mMn Geld machen wollte.

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Unmittelbare Folgen sind Passivität oder Hyperaktivität im Schulunterricht.
Langzeitfolgen hat ADS/ADHS nicht, weil der Betroffene beim Erwachsenwerden lernt damit umzugehen. Nach der Pubertät ist die Störung kaum noch bemerkbar.

In den allermeisten Fällen sind die ADHS Diagnosen vollkommener Blödsinn.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Faschist falsch.

Ich bin 50 und brauch Medikamente.

Nur bei bis zu 40 Prozent aller Betroffenen verschwindet das in der Pubertät.

Es verändert sich, je älter man wird, desto mehr wird ADHS zu ADS.

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@Menuett

Du brauchst Medikamente ich komme ohne Medikamente klar, das hängt immer stark von der Ausprägung ab.

Der eine kann lernen die Symptome zu kompensieren beim anderen (wie Dir) klappt das nur mit Medikamenten.

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Oft Ehenkonflikte, Isolation, Berufliche Probleme.

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